DEL
  • DANKE für die Unterstützung in der Saison 15/16
 
Rund um die Dauerkarte - Straubing Tigers geben Einblicke

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Es war eine sportlich erfolgreiche Saison 2015/16 für die Straubing Tigers. Platz neun, Viertelfinal-Teilnahme,...

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Die Straubing Tigers geben Ticketpreise für die Saison 2016/17 bekannt

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Die Preise für Einzeltickets in der DEL-Saison 2016/17 bei den Straubing Tigers bleiben gleich, die Dauerkartenpreise...

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Kader News

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Der Vertrag mit Verteidiger Florian Ondruschka wird nicht verlängert. Damit gehen der gebürtige Franke und die...

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Straubing Tigers präsentieren weiteren Neuzugang: Alexander Oblinger

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Aufstiegs-Trainer von 2006 Olle Öst im Interview

Aufstiegs-Trainer von 2006 Olle Öst im Interview

Er war der Meistermacher der Straubing Tigers: Olle Öst. Der mittlerweile 74-jährige Schwede ersetzte während der Saison...

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Freitag, 29. April 2016

Rund um die Dauerkarte - Straubing Tigers geben Einblicke

Es war eine sportlich erfolgreiche Saison 2015/16 für die Straubing Tigers. Platz neun, Viertelfinal-Teilnahme, ordentliche Zuschauerzahlen. Doch Geld lässt sich mit Eishockey nicht verdienen, im Gegenteil. „Wir sind mit einem blauen Auge davongekommen", sagt Uli Voll als einer der Sprecher der Tigers-Gesellschafter. „Aber die Belastungen für die Gesellschafter gehen an die Grenze. Wir müssen an allen Stellschrauben drehen, um dauerhaft die DEL in Straubing zu erhalten." Denn Eishockey ist ein teurer Sport und so mussten auch am Ende der Saison 2015/16 die Tigers-Gesellschafter das Minus ausgleichen, trotz Viertelfinal-Einzugs gab es eine Etat-Unterdeckung. Ein Problem freilich, das quer durch alle Eishockey-Ligen ersichtlich ist. Landshut wurde in der vergangenen Saison die Lizenz in der DEL2 entzogen, Regensburg hätte bei einem sportlichen Aufstieg aus der Oberliga die Zweite Liga nicht stemmen können. Situationen, in die man bei den Tigers nicht kommen will. Auch mit Blick auf die benachbarten Nawaro-Volleyballerinnen, die nach nur einem Jahr in der höchsten Liga in Deutschland die Pleite ereilt hat. Deshalb ist nun zur neuen Saison eine Erhöhung der Dauerkartenpreise - bei gleichbleibenden Einzelticket-Preisen - unumgänglich.

 

„Wir haben drei Finanzierungsquellen: Gesellschafter, Fans und Sponsoren. Es gibt nur diese drei Säulen", so Mario Kozuch, ebenfalls einer der Gesellschafter der Tigers. „Und wir brauchen alle drei Quellen, um wettbewerbsfähig zu bleiben." Denn trotz einer breiten Gesellschafter-Struktur von 16 Gesellschaftern kommt man an Grenzen: Die Zahlungen der Gesellschafter stiegen von 350.000 Euro im ersten Jahr in der DEL auf aktuell 1,2 Millionen Euro. Deshalb hofft man nun auf die Unterstützung der Sponsoren und eben auch der Fans. „Wenn die Zuschauer nicht mitmachen, haben wir in dieser Liga keine Zukunft", sagt Kozuch. Dabei geht es aber nicht darum, große Sprünge zu machen. Der Etat von rund 5,2 Millionen Euro wird unverändert bleiben, auch der Spieleretat bleibt gleich. „Für uns geht es darum, wettbewerbsfähig zu bleiben. Wir sind finanziell auf einer Ebene mit Schwenningen. Es geht darum, diesen Status Quo zu erhalten und dauerhaft in der DEL zu bleiben", erläutert Voll noch einmal. „Die Gesellschafter stehen dahinter und wollen auch in Zukunft DEL spielen. Aber die Belastungsgrenze ist einfach erreicht", macht Voll klar. Denn in der DEL müssen sich die Tigers mit Gobal Playern messen, die unfassbare Summen investieren. So war München zwei Jahre nach dem DEL-Aufstieg 2012 finanziell am Ende. Erst der Einstieg von Red Bull brachte die Rettung und den Aufschwung. Seither investiert der österreichische Getränke-Hersteller pro Jahr eine zweistellige (!) Millonensumme. VW bzw. dessen Tochter Skoda bezahlt in Wolfsburg mehr als der Gesamt-Etat der Tigers beträgt. Diese Beispiele ließen sich mit den Namen Anschütz, Hopp etc. an fast jedem Standort beliebig fortsetzen. Den „reichen Onkel", der mehrere Millionen Euro investiert, gibt es in Straubing aber nicht. Die Gelder müssen anderweitig acquiriert werden. „Eishockey ist ein brutales Draufzahlgeschäft. Das muss den Fans klar sein. Es geht nicht darum, Geld zu verdienen, sondern es geht darum, die Belastungen der Gesellschafter in einem vernünftigen Rahmen zu halten", sagt Tigers-Geschäftsführerin Gaby Sennebogen.

 

Und der Club zeigt deshalb auch Transparenz und geht mit Zahlen an die Öffentlichkeit. So müssen die Tigers alleine rund 250.000 Euro aufbringen, noch ehe überhaupt ein Spieler auf dem Eis steht. An den DEB gehen jährlich 55.000 Euro, an den Förderverein deutscher Eishockey-Nachwuchs 38.000 Euro, an die DEL die Club-Umlage pro DEL-Club in Höhe von 72.000 Euro, Strafzahlung aus dem Fünf-Sterne-Programm sind 52.000 Euro, hinzu kommt noch die Unterstützung für Kooperationspartner Rosenheim und den eigenen Nachwuchs beim EHC Straubing. Da kommen dann auch noch die Kosten für die Berufsgenossenschaft hinzu. Diese sind seit dem ersten DEL-Jahr der Tigers um unglaubliche 224 Prozent (!) gestiegen. Lagen sie 2006/07 noch bei knapp 150.000 Euro, so sind nun alleine für die VBG 475.000 Euro fällig. Macht zusammen also bereits weit über 700.000 Euro, bis man erst einmal in den Spielbetrieb einsteigen kann. „Wir müssen deshalb einfach auch die Dauerkarten-Preise anpassen", sagt Mario Kozuch. „Das sind Sachzwänge und eine Notwendigkeit." Die Dauerkarten-Preise blieben in der Vergangenheit nämlich ziemlich stabil. Zwischen 2006 und 2016 sank der Stehplatz-Dauerkartenpreis sogar um 5 Prozent. Bei den Sitzplätzen gab es in diesem Zeitraum eine Steigerung um 31 Prozent.

 

Es geht nun also darum, die Tigers zukunftsfähig in der DEL zu machen. „Eines ist wichtig: Der Gesellschafterkreis ist groß und stabil. Aber es müssen alle unsere drei Säulen an einem Strang ziehen", hofft Kozuch. Denn: „Wir haben in unseren zehn Jahren DEL mit Standorten wie Hannover, Kassel, Frankfurt große Städte ausscheiden sehen. In solch eine Lage wollen wir nicht kommen", erläutert Uli Voll. „Deshalb müssen wir jetzt diese Maßnahmen ergreifen." Und da man ohnehin schon mit den kleinsten Etat der Liga hat, lässt sich an der Ausgabenseite kaum sparen. Die Tigers sollen so fit gemacht werden für die Zukunft und haben dabei ein Ziel vor Augen. „Wir erhoffen uns wieder eine Zahl von rund 3.000 verkauften Dauerkarten. Das würde uns sehr helfen", sagt Uli Voll. Denn nur wenn sich alle drei Säulen engagieren, lässt sich die Zukunft engagiert planen.

Freitag, 29. April 2016

Die Straubing Tigers geben Ticketpreise für die Saison 2016/17 bekannt

Die Preise für Einzeltickets in der DEL-Saison 2016/17 bei den Straubing Tigers bleiben gleich, die Dauerkartenpreise hingegen werden erhöht. So kostet der Stehplatz für Erwachsene im vierten Jahr in Folge 19 Euro, genau wie übrigens auch in Krefeld, Hamburg und Augsburg. Ermäßigt kosten die Tickets 16 Euro, für Jugendliche (15 bis 17 Jahre) 12 Euro und für Kinder bis 14 Jahre 8 Euro.

 

Sitzplätze der Kategorie III kosten 32 Euro (ermäßigt 29 Euro), der Kategorie II 37 Euro (ermäßigt 34 Euro). Die Kategorie I ist unterteilt. In den Blöcken A, C, D, E, und G kostet das Einzelticket 42 Euro bzw. ermäßigt 39 Euro und in den Blöcken B und F 46 Euro bzw. 43 Euro.

 

Die Stehplatz-Dauerkarte für Erwachsene kostet nun 389 Euro im Vorverkaufs-Zeitraum vom 3. bis 11. Juni (bisher 329 Euro). Nach dem Vorverkaufszeitraum ab 12. Juni kostet diese Dauerkarte 449 Euro. Die Dauerkarten sind wie bisher für alle Heimspiele in der Vorbereitung und der Hauptrunde gültig, also etwa 30 Spiele. In der DEL-Hauptrunde (Start am 16. September) stehen 26 Heimspiele an, plus mindestens drei oder vier inclusive des kompletten Gäubodenvolksfestcups in der Vorbereitung. „Wir können den genauen Vorbereitungsplan noch nicht veröffentlichen, weil wir noch in Gesprächen mit einigen Vereinen sind", sagt Manager Jason Dunham. „Durch die Champions Hockey League und die Teilnahme einiger Clubs daran sind die Planungen nicht ganz einfach." Bereits bei rund 20 besuchten Spielen ist die Stehplatz-Dauerkarte im Vorverkauf also ein lohnendes Geschäft. Sitzplätze der Kategorie III kosten im Vorverkaufszeitraum als Dauerkarte 740 Euro, danach 850 Euro.  Die Kategorie II ist in der ersten Phase für 850 Euro erhältlich, kostet danach 980 Euro. Und bei Kategorie I sind es 970 bzw. 1.070 Euro in der Vorverkaufsphase und 1.120 bzw. 1.220 Euro nach der Vorverkaufsphase.

 

Auch die Superdauerkarten (inclusive eventueller Playoff-Spiele) sind weiterhin erhältlich. Allerdings nur für die bereits bestehenden Super-Dauerkarten-Abos. „Es wurde im Gesellschafterkreis durchaus kontrovers diskutiert, ob wir diese Kategorie nicht wieder für alle Interessenten einführen wollen", sagt Geschäftsführerin Gaby Sennebogen. „Am Ende haben wir uns dagegen entschieden. Weil wir einfach die treuen Kunden der vergangenen Jahre, die uns in schwierigen Zeiten besonders die Treue gehalten haben, speziell belohnen wollen." Die Super-Dauerkarte als Stehplatz für Erwachsene kostet 449 Euro.

 

Während der Vorverkaufsphase vom 3. bis 11. Juni ist eine Bestellung jederzeit online über www.reservix.de möglich. Zudem kann dies auch persönlich im VIP-Raum der Tigers geschehen und zwar zu folgenden Zeiten: Freitag, 3. Juni von 15.30 bis 18.30 Uhr, Samstag, 4 Juni von 14 bis 17 Uhr, Donnerstag, 9. Juni von 15.30 bis 18.30 Uhr, Freitag, 10. Juni von 15.30 bis 18.30 Uhr und Samstag, 11. Juni von 14 bis 17 Uhr.

 

Bestehende Dauerkarten-Abonnements, die in der kommenden Saison in eine andere Preiskategorie fallen (z.B. Erwachsener ist nun berechtigt für eine ermäßigte Karte) werden gebeten, diese Änderung bis spätestens 15. Mai bei der Geschäftsstelle der Straubing Tigers schriftlich per Fax, Mail oder Brief mit dem entsprechenden Nachweis anzuzeigen, damit die richtige Dauerkarte erstellt werden kann.

 

 

 

Hier geht es zur Preisliste Einzel- und Dauerkarten Saison 2016/2017

Freitag, 22. April 2016

Kader News

Der Vertrag mit Verteidiger Florian Ondruschka wird nicht verlängert. Damit gehen der gebürtige Franke und die Gäubodenstädter nach sechs gemeinsamen Jahren getrennte Wege. Der Linksschütze absolvierte 296 Pflichtspiele (8 Tore und 40 Vorlagen) für die Straubing Tigers und war unter anderem Bestandteil des Halbfinalteams von 2012. „Wir bedanken uns bei Florian für seinen Einsatz. Er hat sich immer in den Dienst der Mannschaft gestellt und während der gesamten Clubzugehörigkeit äußerst professionell verhalten. Die Entscheidung ist uns wahrlich nicht leicht gefallen“, erklärt Jason Dunham.

 

„Fans, Sponsoren und Gesellschafter erwarten von uns eine stete Weiterentwicklung und damit einhergehenden, sportlichen Erfolg. Deshalb ist es unabdingbar, die Mannschaft im Rahmen unserer Möglichkeiten bestmöglich auszurichten“, so der Sportliche Leiter. „In den letzten fünf Jahren hat Straubing zweimal das Viertelfinale und einmal das Halbfinale erreicht. Diese Resultate basierten auf einer strukturierten Vorgehensweise auf dem sportlichen und wirtschaftlichen Sektor. Aktuell eröffnen uns die Verpflichtungen von Alexander Oblinger, Max Renner, James Bettauer und Stefan Loibl, als fester Bestandteil des Teams 2016/2017, sehr gute Optionen hinsichtlich der weiteren Kaderplanung," lässt Dunham abschließend verlauten.

Sonntag, 17. April 2016

Straubing Tigers präsentieren weiteren Neuzugang: Alexander Oblinger

Die Straubing Tigers können mit Alexander Oblinger einen weiteren Neuzugang präsentieren. Der 27-jährige kennt die deutsche Beletage aus dem Effeff und will sich nun im Gäuboden beweisen: „Nach zwei Jahren in Nürnberg will ich eine neue Herausforderung annehmen und auf und abseits der Eisfläche noch kompletter werden“, erklärt der gebürtige Augsburger. „Die Tigers stehen für ehrliche und harte Arbeit. Diese Auffassung passt bestens zu meiner Lebenseinstellung“, teilt der 1,91-Hüne weiter mit. „Zudem hört man in der Eishockeyszene nur Gutes über die Organisation. Diese Tatsache hat ebenfalls zu dem Wechsel beigetragen“, so der Angreifer abschließend.

 

Der Rechtsschütze konnte in seinem bisherigen Karriereverlauf zahlreiche Erfolge feiern. Neben drei DNL-Meisterschaften (2005 und 2006 mit Mannheim sowie 2007 mit Köln) hat der „Power Forward“ zwei DEL-Titel (2009 mit Berlin und 2014 mit Ingolstadt) in seiner Vita stehen. Insbesondere während den Playoffs 2014 hat der Zwei-Wege-Stürmer mit seiner körperbetonten Art zum Titelgewinn der Panther beigetragen. Überdies weiß er auch, wo das gegnerische Tor steht. Dies belegen zwei Spielzeiten, in denen dem Kraftpaket 13 oder mehr Treffer gelungen sind.

 

„Dass wir Alexander nach Straubing holen konnten, ist eine super Sache“, zeigt sich Jason Dunham erfreut. „Seine Dynamik wird uns in vielen Situationen weiterhelfen. Er ist noch jung, hat aber im Eishockey schon viel erlebt. Diese Erfahrung kommt der Mannschaft mit Sicherheit zu Gute. Zudem hat er seinerzeit in Mannheim eine sehr gute Ausbildung erhalten. Von diesem Fundament profitiert er nach wie vor“, erörtert Dunham. „Alexander wird unserem Spiel auch mehr Physis verleihen. Dieser Faktor kommt gegen große und stabile Teams besonders zum Tragen. Hier behauptet er in den Ecken sowie an der Bande die Scheibe und leistet somit wertvolle Mannschaftsdienste“ betont der sportliche Leiter abschließend.

 

Alexander Oblinger erhält einen Jahresvertrag. Damit haben die Straubing Tigers für 2016/2017 fünfzehn Akteure unter Vertrag. Die Gesamtanzahl verteilt sich auf zwei Torhüter, fünf Verteidiger und acht Stürmer.

Sonntag, 17. April 2016

Aufstiegs-Trainer von 2006 Olle Öst im Interview

Er war der Meistermacher der Straubing Tigers: Olle Öst. Der mittlerweile 74-jährige Schwede ersetzte während der Saison 2005/06 Peter Draisaitl als Trainer und rettete eine eigentlich schon verloren geglaubte Spielzeit mit seiner Art. Erst ein paar deutliche Worte an seine Stars und dann brachte er den Spaß zurück. Mit dieser Mischung und seiner Erfahrung war er genau der richtige Mann am richtigen Ort zur richtigen Zeit. Mit dem Aufstieg hatte er seine Mission erfüllt. Heute genießt er mit seiner Frau das „Rentnerdasein", aber über das Eishockey in Deutschland und in Straubing ist Öst immer noch bestens informiert. 


Olle Öst, können Sie sich vorstellen, warum wir heute mit Ihnen telefonieren?


Olle Öst: „Also für meinen Geburtstag ist es ein paar Wochen zu spät, der war schon. Vielleicht wollt ihr auch fragen, wie alt ich wirklich bin. Denn ich werde immer falsch angegeben, da im Internet mein Geburtsjahr immer ein Jahr zu spät geschrieben wird. Keine Ahnung warum."


Nein, das wollen wir eigentlich nicht, auch wenn wir nachträglich natürlich gerne noch einmal gratulieren. Wir rufen an, weil an diesem Wochenende sich ein für Straubing historisches Datum zum zehnten Mal jährt. Sagt Ihnen der Ostermontag 2006, der 17. April, etwas?


Öst: „Jetzt kann ich mich erinnern. War das der Tag, an dem wir in Bremerhaven in die DEL aufgestiegen sind? Ist das wirklich schon wieder zehn Jahre her? Wahnsinn!"


Ja, es ist jetzt genau zehn Jahre her. Welche Erinnerungen haben Sie an diesen Tag?


Öst: „Ich kann mich noch genau erinnern. Ich weiß noch, wie Dallas Fallscheer das entscheidende Tor gemacht hat. Und wie wir lange für die Heimfahrt brauchten, weil die Reifen am Bus kaputt waren und sich dann auch noch der Fahrer des Ersatzbuses verfahren hat. Wir sind erst am nächsten Vormittag oder nächsten Mittag in Straubing angekommen. Und da standen immer noch hunderte von Fans am Eisstadion und haben auf uns gewartet und uns empfangen. Das war unglaublich, das werde ich nie mehr in meinem Leben vergessen."


Dabei haben Sie vieles erlebt in Ihrer Laufbahn: Sie waren bei insgesamt sechs Teams in der höchsten deutschen Liga als Trainer, waren als Manager zweimal Meister in Schweden, waren Manager des schwedischen Nationalteams bei der WM. Warum ist Straubing so etwas besonderes für Sie bis heute?


Öst: „Es war damals ein gutes Team für diese Liga. Aber als ich gekommen bin, war die Stimmung schlecht. Niemand hat mehr einen Gedanken daran verschwendet, dass man Erster werden könnte. Wir waren Sechster oder so etwas. Als ich den Leuten gesagt habe, dass wir am Ende gewinnen wollen, haben sie mich ausgelacht. Das ging auch in den Playoffs so. In der ersten Runde mussten wir gegen Regensburg ran und keiner hat uns eine Chance gegeben. Aber wir haben einen Lauf bekommen, sind immer stärker geworden und näher zusammengerückt. Am Ende haben wir alles umgedreht und sind von einer Außenseiterposition aus Meister geworden. Und dann diese Euphorie und diese Stimmung in der Stadt während der Playoffs. So etwas habe ich noch nie erlebt."


In Regensburg sagt man bis heute, dass eine Krankheits- und Verletzungswelle für das Aus gegen Straubing entscheidend verantwortlich ist…


Öst: „Sagt man das? Möglich. Wir hatten natürlich das Glück, dass Regensburg geschwächt war. Das hat uns in die Karten gespielt, ganz klar. Aber das interessiert niemand. Wir sind Meister geworden, das ist es was am Ende zählt."


In der Finalserie nach dem Modus best of five führte ihr Team bereits mit 2:0, dann glich Bremerhaven auf 2:2 aus und ihr Team musste zu Spiel fünf zurück nach Bremerhaven. Viele dachten nach der Heimniederlage, das wäre es gewesen. Hatten Sie auch Zweifel?


Öst: „Nein. Es klingt komisch, aber ich habe das damals schon gesagt: Ich hatte ein schlechtes Gefühl vor dem vierten Spiel. Alle haben so getan, als wären wir schon so gut wie Meister. Die Spieler sind plötzlich mit dem Anzug ins Stadion gekommen und haben sich auf die Meisterfeier vorbereitet. Aber ich habe sofort nach der Niederlage gesagt, dass wir nach Bremerhaven fahren und gewinnen."


Sie waren auch in den letzten Jahren immer noch im Eishockey-Geschäft aktiv…


Öst: „Ja, ich habe bei meinem Heimatverein Leksand der sportlichen Leitung geholfen. Wir sind auch wieder aufgestiegen in die Erste Liga. Vor einigen Jahren kam dann aber eine neue Vorstandschaft und ich habe meine Tätigkeit beendet."


Nach dem Abstieg ist Leksand vor wenigen Tagen erneut in die SHL aufgestiegen. Haben Sie das aus nächster Nähe verfolgt?


Öst: „Nein, ich habe eine Wohnung in Spanien und bin 50 Prozent des Jahres dort. Auch zuletzt war ich in Spanien. Ich lasse es mir gemeinsam mit meiner Frau gutgehen und genieße das Leben."


Aber Eishockey verfolgen Sie schon noch?


Öst: „Ich habe immer noch mein Eishockey NEWS-Abo. Ich kenne mich also aus, was in Deutschland los ist."


Und wann kommen Sie mal wieder nach Straubing. Sie wissen, dass Sie hier ein immer gern gesehener Gast am Pulverturm sind…


Öst: „Ich habe noch keine Pläne. Aber ich kriege immer noch Gänsehaut, wenn ich an meinen letzten Besuch denke. Das ganze Stadion hat applaudiert und meinen Namen gerufen. Und das nach so vielen Jahren. Das ist auch unglaublich und macht mich sehr stolz."


Im Jubiläumsjahr haben die Tigers eine sehr erfolgreiche Saison gespielt, haben das Viertelfinale erreicht. Was wollen Sie den Fans und Verantwortlichen in Straubing noch mitgeben?


Öst: „Ich weiß, wie hart in Straubing für die DEL gearbeitet wurde. Vergesst das nie und macht auf diesem Weg weiter."

 

Interview Tobi Welck

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