Tigers feiern vierten Sieg in Folge in Schwenningen

Sonntag, 4. Oktober 2026
4.10.2026

Die Straubing Tigers nehmen drei Punkte aus Schwenningen mit und gewinnen bei den Wild Wings mit 4:2. Mit drei Treffern durch Nick Halloran, Tyler Madden und Jamieson Rees legten die Niederbayern bereits im ersten Drittel den Grundstein für den Auswärtserfolg. Nach einem torlosen Mittelabschnitt kam Schwenningen im Schlussdrittel noch einmal heran, doch Linus Brandl sorgte mit dem zwischenzeitlichen 4:1 für die wichtige Straubinger Antwort. Die Wild Wings verkürzten anschließend noch einmal, ehe die Tigers die Schlussphase konzentriert verteidigten und ihren vierten Sieg in Folge perfekt machten.

Ausgangslage

Die Straubing Tigers gingen mit Rückenwind in die Auswärtspartie bei den Schwenninger Wild Wings. Nach dem erfolgreichen Wochenende gegen Ingolstadt und Nürnberg konnten die Niederbayern auch am Freitagabend am Pulverturm nachlegen: Gegen die Fischtown Pinguins Bremerhaven setzte sich die Mannschaft von Headcoach Craig Woodcroft mit 4:3 durch. Marcel Brandt und Adrian Klein hatten im ersten Drittel für die Tigers getroffen, ehe Spencer Kersten im Schlussabschnitt mit einem Doppelpack den Heimsieg perfekt machte. Damit hatten die Tigers vor der Partie in Schwenningen zuletzt drei Spiele in Folge gewonnen. In Schwenningen wollten die Niederbayern diese Serie fortsetzen und das Wochenende mit weiteren Punkten abschließen.

Spiel

Beide Mannschaften starteten zunächst vorsichtig in die Partie und tasteten sich in den ersten Minuten ab. Den ersten Warnschuss der Tigers setzte Nick Halloran auf das Tor von Simon Wolf. Kurz darauf wurde es erneut gefährlich: JC Beaudin setzte sich durch und lief allein auf den Schwenninger Schlussmann zu, Wolf verhinderte jedoch die frühe Straubinger Führung. Auch defensiv fanden die Tigers gut in die Begegnung, störten mehrfach den Schwenninger Aufbau und schalteten anschließend selbst schnell um. In der siebten Minute bot sich den Niederbayern die erste Überzahl, nachdem Sebastian Uvira wegen eines Bandenchecks auf die Strafbank musste (6:33). Gerade einmal 17 Sekunden benötigte das Powerplay: JC Beaudin bediente Nick Halloran, der zum 0:1 traf (6:50). Für die Tigers war es bereits der vierte Powerplaytreffer der laufenden Saison. Nur wenig später legten die Tigers nach. Nachdem Schwenningen zuvor Druck in der Straubinger Zone aufbauen wollte, eroberten die Gäste die Scheibe und Tyler Madden vollendete zum 0:2 (8:24). Wegen eines möglichen Kontakts von Stefan Loibl mit Torhüter Wolf wurde die Szene anschließend per Videobeweis überprüft, der Treffer hatte jedoch Bestand. Für Madden war es der zweite Saisontreffer. Auch im weiteren Verlauf fanden die Schwenninger nur selten einen Weg durch die Straubinger Defensive. Auf der Gegenseite sorgte Jamieson Rees für den dritten Treffer des Nachmittags (16:42). Erneut folgte eine Videoüberprüfung, dieses Mal wegen einer möglichen Kickbewegung, doch auch das 0:3 wurde bestätigt. Es war Rees‘ drittes Saisontor. Nur 20 Sekunden später musste Schwenningens Kyle Platzer wegen Crosschecks auf die Strafbank (17:02). Ein weiterer Treffer fiel bis zur ersten Pause nicht mehr und die Tigers gingen mit einer 3:0-Führung in die Kabine.

Der Mittelabschnitt begann deutlich zerfahrener als das erste Drittel. Nach knapp drei Minuten musste Alex Green wegen Torhüterbehinderung auf die Strafbank (22:57). Die Tigers überstanden die anschließende Unterzahl jedoch ohne Gegentreffer und verteidigten ihre 3:0-Führung. In der 28. Minute bot sich Straubing die nächste Überzahlmöglichkeit. Arkadiusz Dziambor hatte Max Bleicher mit einem Haken am Abschluss nach einem Rebound gehindert und erhielt dafür zwei Strafminuten (27:36). Das folgende Powerplay brachte diesmal allerdings wenig Gefahr: Nach einem misslungenen Pass mussten die Tigers neu aufbauen. Bei einem weiteren Straubinger Abschluss fälschte Spencer Kersten die Scheibe ab, die Schwenningens Alex Trivellato im Gesicht traf. Der Verteidiger musste daraufhin zunächst in die Kabine. Insgesamt fehlte beiden Mannschaften im zweiten Abschnitt die Struktur aus dem ersten Drittel. Schwenningen kam unter anderem durch Eric Cornel zu einer Möglichkeit, doch Jakub Škarek war zur Stelle. Auf Straubinger Seite hatte Skyler McKenzie eine weitere Gelegenheit. In den letzten Sekunden erhöhten die Gastgeber noch einmal den Druck, die Tigers hielten jedoch dagegen und nahmen die 3:0-Führung mit in die zweite Pause.

Schwenningen kam mit viel Druck aus der zweiten Pause und belohnte sich früh im Schlussabschnitt. Zunächst versuchte Alexander Karachun, die Scheibe in Richtung Straubinger Tor zu bringen, doch Marcel Brandt klärte noch vor Jakub Škarek. Wenig später war der Tigers-Schlussmann dann erstmals geschlagen: Philip Feist zog vom Bullykreis ab und verkürzte auf 1:3 (42:14). Die Partie wurde anschließend zunehmend hitziger. Nach einer Strafe gegen Håkon Hänelt wegen übertriebener Härte (44:58) folgten weitere Rangeleien. Philip Feist und Skyler McKenzie erhielten jeweils zwei Minuten wegen übertriebener Härte, Boaz Bassen musste wegen Hakens auf die Strafbank (45:34). Mitten in die Schwenninger Druckphase hinein gelang den Tigers die passende Antwort. Alex Green und Tim Brunnhuber bereiteten vor, Linus Brandl vollendete zum 1:4 (48:34) und verschaffte den Niederbayern damit wieder etwas Luft. Doch die Gastgeber blieben im Spiel. Nur 18 Sekunden nach einer Strafe gegen Nick Halloran wegen Hakens (48:52) nutzte Reed Lebster die Überzahl und verkürzte auf 2:4 (49:55). Es war der erste Powerplaytreffer der Wild Wings in der laufenden Saison. Mit dem Anschlusstreffer wurde es auch auf den Rängen deutlich lauter und Schwenningen drängte auf den nächsten Treffer. Als Spencer Kersten wegen eines Kniechecks auf die Strafbank musste (54:26), standen die Tigers erneut defensiv unter Druck, überstanden die Situation aber. In den Schlussminuten setzte Schwenningen schließlich alles auf eine Karte: Simon Wolf verließ erstmals bei 57:43 Minuten sein Tor für einen zusätzlichen Feldspieler. Straubing verteidigte konzentriert und konnte sich befreien. Nach einer Auszeit der Gastgeber ging Wolf bei 59:12 Minuten erneut vom Eis. Auch mit sechs Feldspielern fanden die Wild Wings keinen Weg mehr durch die Straubinger Defensive. Die Tigers brachten die Führung über die Zeit und sicherten sich mit dem 4:2-Auswärtssieg den vierten Erfolg in Serie.

Ausblick

Am Freitag empfangen die Niederbayern die Iserlohn Roosters am Pulverturm (09.10.2026, 19:30 Uhr, Eisstadion am Pulverturm, Straubing). Anschließend gastieren die Tigers am Sonntag bei den Grizzlys Wolfsburg (11.10.2026, 16:30 Uhr, Eis Arena Wolfsburg, Wolfsburg), ehe am darauffolgenden Freitag das Auswärtsspiel bei den Löwen Frankfurt ansteht (16.10.2026, 19:30 Uhr, Eissporthalle Frankfurt, Frankfurt).

Übertragung

Die Partien der PENNY DEL werden live bei MagentaSport übertragen. Normalerweise ist auch unser Fanradio „Straubing Tigers on Air“ bei allen Spielen vor Ort und sendet über die App „Mixlr“ sowie via Internet.

Ticketing

Tickets für die Heimspiele können über das Online-Ticketing der Straubing Tigers unter https://tickets.tigershockey.de sowie gebührenfrei an allen bekannten Vorverkaufsstellen erworben werden. Auch die Stadionkassen sind ab 90 Minuten vor Spielbeginn geöffnet.

Schwenninger Wild Wings vs. Straubing Tigers 2:4 (0:3, 0:0, 2:1)

Tore: 0:1 (06:50) N. Halloran (J. C. Beaudin, T. Madden, PP1); 0:2 (08:24) T. Madden (M. Brandt, S. McKenzie, EQ); 0:3 (16:42) J. Rees (N. Halloran, A. Green, EQ); 1:3 (42:14) P. Feist (M. Höfflin, H. Hänelt, EQ); 1:4 (48:34) L. Brandl (A. Green, T. Brunnhuber, EQ); 2:4 (49:55) R. Lebster (K. Platzer, B. Bassen, PP1).

Schwenninger Wild Wings: Wolf (Eriksson) – Trivellato, Martinsson, Ortega, Cornel, Uvira – Bittner, Peters, Lebster, Platzer, Karachun – Dziambor, Weber, Feist, Höfflin, Hänelt – Hübner, Bassen, Valk, Schreiner.

Straubing Tigers: Škarek (Bugl) – Duszak, Klein, Halloran, JC Beaudin, Rees – Green, Beaudin, Kersten, Brunnhuber, Varejcka – Zimmermann, Brandt, Madden, Loibl, McKenzie – Daschner, Brandl, Seidl, Bleicher.

Strafen: Schwenningen: 12 Minuten – Straubing: 10 Minuten

Zuschauer: 4.632

Schiedsrichter: Sirko Hunnius / Jackson Kozari

Spielstätte: Helios Arena, Villingen-Schwenningen

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