Nach einem erfolgreichen Wochenende gehen die Straubing Tigers mit vier Siegen in Folge in die vierte Saisonwoche. Am Freitagabend empfangen die Niederbayern die Iserlohn Roosters am Pulverturm, ehe am Sonntag das Auswärtsspiel bei den Adler Mannheim auf dem Programm steht.
Ausgangslage
Die Straubing Tigers haben ihren positiven Lauf am vergangenen Wochenende fortgesetzt. Am Freitag setzte sich die Mannschaft von Headcoach Craig Woodcroft in einem umkämpften Heimspiel mit 4:3 gegen die Fischtown Pinguins Bremerhaven durch und feierte damit gleichzeitig den 300. DEL-Heimsieg der Clubgeschichte. Zwei Tage später folgte ein 4:2-Auswärtserfolg bei den Schwenninger Wild Wings. Vor allem im ersten Drittel in Schwenningen präsentierten sich die Tigers effektiv. Nick Halloran brachte Straubing im Powerplay in Führung, Tyler Madden und Jamieson Rees erhöhten noch vor der ersten Pause auf 3:0. Nachdem die Gastgeber im Schlussabschnitt verkürzt hatten, sorgte Linus Brandl mit dem Treffer zum zwischenzeitlichen 4:1 für die passende Antwort. Damit haben die Tigers nach den beiden Niederlagen zum Saisonstart inzwischen vier Partien in Folge gewonnen. Zuvor waren bereits der ERC Ingolstadt, die Nürnberg Ice Tigers und Bremerhaven bezwungen worden. Am Freitag bietet sich nun die nächste Gelegenheit, diese Serie vor heimischem Publikum fortzusetzen.
Iserlohn Roosters
Die Iserlohn Roosters haben ihren Kader im Sommer an mehreren Stellen verändert, setzen auf der Trainerposition aber weiterhin auf Kontinuität. Stefan Nyman geht in seine zweite Saison als Headcoach am Seilersee. Gemeinsam mit seinem Trainerteam möchte der Schwede an die Entwicklung aus der vergangenen Spielzeit anknüpfen, in der die Roosters insbesondere in der zweiten Saisonhälfte deutlich stabiler auftraten. Im Tor vertraut Iserlohn weiterhin auf das deutsche Duo Andreas Jenike und Hendrik Hane. Davor wurde die Defensive unter anderem mit zwei erfahrenen Importspielern verstärkt. Emil Johansson wechselte nach Iserlohn und bringt neben DEL-Erfahrung auch zahlreiche Einsätze in der schwedischen SHL sowie Länderspiele für Schweden mit. Der offensiv ausgerichtete Rechtsschütze Mac Hollowell kam im Sommer aus der KHL an den Seilersee. Der frühere NHL-Draftpick absolvierte sechs NHL-Partien für die Toronto Maple Leafs und sammelte in 270 AHL-Spielen 145 Scorerpunkte. Gerade im Spielaufbau und im Powerplay soll der 28-Jährige eine wichtige Rolle übernehmen. Mit Colin Ugbekile und Robin Norell stehen zudem zwei Verteidiger weiterhin im Kader, die bereits in der Vorsaison Verantwortung übernommen haben. Ergänzt wird die Abwehr durch Peter Spornberger sowie mehrere junge deutsche Spieler wie Lua Niehus, Gordejs Radionovs und Norwin Panocha. Letzterer wechselte ebenfalls im Sommer nach Iserlohn und soll bei den Roosters den nächsten Entwicklungsschritt machen. Auch im Angriff wurde gezielt nachgebessert. Einer der auffälligsten Neuzugänge ist Peter Quenneville. Der 32-jährige Kanadier kam aus Finnland, wo er in den vergangenen beiden Spielzeiten für Kiekko-Espoo auflief. Quenneville gilt als Abschluss- und Powerplay-Spezialist und hat seine Offensivqualitäten bereits in mehreren europäischen Ligen unter Beweis gestellt. Beim ersten Saisonsieg gegen Krefeld erzielte er auch den frühen Führungstreffer zum 1:0. Neu im Team sind außerdem Cole Maier, Justin Scott und Dennis Lobach. Maier kennt die PENNY DEL bereits aus seiner Zeit in Nürnberg und trifft in Iserlohn unter anderem auf seinen früheren Teamkollegen Tyler Boland. Justin Scott kehrt am Freitag erstmals als Gegner an seine frühere Wirkungsstätte am Pulverturm zurück. Lobach kam aus Frankfurt und erweitert den deutschen Kern der Roosters. Mit Johannes Krauß und Kevin Bicker wurden zudem zwei jüngere deutsche Stürmer verpflichtet, denen am Seilersee mehr Verantwortung zugetraut wird. Weiterhin wichtige Rollen im Angriff nehmen unter anderem Julian Napravnik, Christian Thomas und Tyler Boland ein. Insgesamt verbindet Iserlohn damit einen erfahrenen Importkern mit mehreren jungen deutschen Spielern und setzt zugleich auf mehr offensive Qualität als noch in der vergangenen Saison. Der Start in die neue Spielzeit verlief allerdings zunächst schwierig. Nach Niederlagen gegen Ingolstadt und Bremerhaven holten die Roosters gegen Augsburg zwar einen Punkt, gaben dabei jedoch eine 2:0-Führung noch aus der Hand. Es folgten deutliche Auswärtsniederlagen bei den Eisbären Berlin und den Adler Mannheim. In Mannheim unterlag Iserlohn mit 1:6, obwohl die Sauerländer gerade zu Beginn durchaus zu eigenen Möglichkeiten kamen. Am vergangenen Sonntag gelang schließlich der Befreiungsschlag. Gegen die Krefeld Pinguine zeigte die Mannschaft von Stefan Nyman von Beginn an eine deutlich bessere Körpersprache und gewann mit 3:2. Peter Quenneville brachte die Roosters früh in Führung, am Ende stand nach zuvor fünf sieglosen Partien der erste Saisonsieg. Für die Tigers wartet am Freitag deshalb trotz des schwierigen Iserlohner Saisonstarts ein Gegner, der mit mehreren erfahrenen und offensivstarken Spielern besetzt ist und nach dem Erfolg gegen Krefeld erstmals mit Rückenwind nach Straubing reist.
Adler Mannheim
Am Sonntag wartet auf die Straubing Tigers eine der nominell stärksten Mannschaften der PENNY DEL. Die Adler Mannheim gehen als amtierender Vizemeister in die Saison und werden weiterhin von Dallas Eakins betreut, der in Mannheim zugleich als Cheftrainer und Sportmanager arbeitet. Im Tor verfügen die Adler mit Maximilian Franzreb und Jake Hildebrand über ein erfahrenes Duo. Franzreb gehörte zuletzt auch zum deutschen WM-Aufgebot und teilte sich in den bisherigen Saisonspielen die Einsätze mit Hildebrand. Die Defensive zählt erneut zu den prominentesten der Liga. Mit Leon Gawanke, Lukas Kälble, John Gilmour, Nicolas Mattinen, Dan Renouf und Hayden Shaw blieb ein großer Teil des Gerüsts erhalten. Neu hinzugekommen ist Jérémie Poirier. Der 24-jährige Kanadier wechselte aus der AHL nach Mannheim und bringt insbesondere im Spiel mit der Scheibe sowie in der Offensive zusätzliche Qualität. Für die Calgary Wranglers und Texas Stars absolvierte der frühere NHL-Drittrundenpick insgesamt mehr als 200 AHL-Partien. Sein offensiver Einfluss war auch zum Saisonstart bereits sichtbar: Poirier erzielte unter anderem Treffer gegen München und Krefeld sowie beim 6:1 gegen Iserlohn. Auch im Angriff haben die Adler ihren ohnehin tief besetzten Kader noch einmal verstärkt. Besonders prominent ist die Verpflichtung von Brooks Macek. Der deutsche Nationalspieler kehrte nach mehreren Jahren in der KHL nach Deutschland zurück. Macek kennt die DEL bereits bestens aus seiner Zeit in Iserlohn und München und bringt neben seiner Abschlussstärke reichlich internationale Erfahrung mit. In 314 früheren DEL-Partien sammelte er 235 Scorerpunkte, für Yekaterinburg absolvierte er anschließend 450 Spiele in der KHL. Mit Patrick Brown kam zudem ein weiterer sehr erfahrener Center aus Nordamerika. Der 34-Jährige absolvierte 187 NHL-Spiele für fünf verschiedene Organisationen und mehr als 600 Partien in der AHL. Dort führte er zuletzt die Providence Bruins als Kapitän an. Mannheim sieht in ihm vor allem einen starken Zwei-Wege-Stürmer und Führungsspieler. Dazu verfügt Eakins weiterhin über zahlreiche etablierte DEL- und Nationalspieler. Kapitän Marc Michaelis, Matthias Plachta, Tom Kühnhackl, Justin Schütz, Alexander Ehl und Maximilian Heim bilden einen starken deutschen Kern. Mit Anthony Greco, Kris Bennett, Luke Esposito, Zach Solow und Max Calce stehen darüber hinaus mehrere offensiv gefährliche Importspieler zur Verfügung. Gerade durch diese Tiefe kann Mannheim mehrere Reihen mit hoher Qualität besetzen. Der Start in die neue DEL-Saison verlief dennoch nicht ohne Rückschläge. Zum Auftakt holten die Adler bei der 3:4-Niederlage nach Penaltyschießen in München einen Punkt, anschließend drehten sie gegen die Eisbären Berlin einen frühen 0:2-Rückstand noch in einen 4:3-Heimsieg. Nach einer Niederlage in Nürnberg folgte ein 4:1-Erfolg gegen Krefeld, ehe Mannheim beim ERC Ingolstadt mit 2:3 nach Verlängerung unterlag. Deutlich wurde es anschließend zuhause gegen Iserlohn. Beim 6:1-Erfolg traf Nicolas Mattinen doppelt, außerdem waren Zach Solow, Jérémie Poirier, Maximilian Heim und Tom Kühnhackl erfolgreich. Zwei Tage später mussten sich die Adler allerdings in Wolfsburg mit 1:4 geschlagen geben. Mannheim hatte dabei über längere Phasen viel Scheibenbesitz und Möglichkeiten, fand gegen die kompakte Defensive der Grizzlys jedoch nur einmal den Weg ins Tor. Vor dem Duell mit Straubing wartet zudem ein enges Programm auf die Adler. Am Mittwoch empfängt Mannheim in der Champions Hockey League GKS Tychy, ehe am Freitag das DEL-Auswärtsspiel in Nürnberg folgt. Das Duell mit den Tigers am Sonntag ist damit bereits die dritte Partie innerhalb von fünf Tagen. Spielbeginn in der SAP Arena ist um 19:00 Uhr.
Personal
Danjo Leonhardt fällt nach seiner Ende September erlittenen Oberkörperverletzung weiterhin aus. Auch Taro Jentzsch und Moritz Kukuk standen zuletzt nicht zur Verfügung.
Spielinformationen
Straubing Tigers – Iserlohn Roosters
Freitag, 09. Oktober 2026
19:30 Uhr
Eisstadion am Pulverturm, Straubing
Adler Mannheim – Straubing Tigers
Sonntag, 11. Oktober 2026
19:00 Uhr
SAP Arena, Mannheim
Übertragung
Beide Partien werden live bei MagentaSport übertragen. Im Normalfall ist außerdem das Fanradio „Straubing Tigers on Air“ bei den Spielen vor Ort und über Mixlr sowie im Internet zu hören.
Ticketing
Tickets für das Heimspiel gegen die Iserlohn Roosters sind weiterhin erhältlich. Karten gibt es über das Online-Ticketing der Straubing Tigers sowie gebührenfrei an den bekannten Vorverkaufsstellen. Die Stadionkassen öffnen am Spieltag 90 Minuten vor Spielbeginn.

