Tigers unterliegen knapp in Mannheim

Sonntag, 11. Oktober 2026
11.10.2026

Die Straubing Tigers müssen sich den Adler Mannheim am Sonntagabend mit 1:2 geschlagen geben. Marcel Brandt brachte die Niederbayern bereits nach 64 Sekunden in Führung, ehe Mannheim noch im ersten Drittel ausglich. Nach einem torlosen Mittelabschnitt entschied Dan Renouf die Partie im Schlussdrittel zugunsten der Gastgeber. Jakub Škarek zeigte über die gesamte Partie eine starke Leistung und hielt Straubing mit mehreren wichtigen Paraden bis zum Ende im Spiel.

Ausgangslage

Die Straubing Tigers gingen mit fünf Siegen in Folge in das Auswärtsspiel bei den Adler Mannheim. Am Freitagabend hatte die Mannschaft von Headcoach Craig Woodcroft einen deutlichen 11:4-Heimerfolg gegen die Iserlohn Roosters gefeiert und dabei mehrere besondere Marken gesetzt. JC Beaudin schnürte einen Hattrick, Max Bleicher erzielte seinen ersten Treffer in der PENNY DEL und Sebastian Wieber kam zu seinem ersten DEL-Einsatz. Mit dem Rückenwind aus dieser Partie wartete in Mannheim eine deutlich engere Aufgabe. Die Adler verfügten über viel Qualität und Tiefe im Kader und kamen nach einem intensiven Programm mit DEL und Champions Hockey League in die Begegnung.

Spiel

Die Tigers gingen bereits nach 64 Sekunden in Führung. Marcel Brandt vollendete nach Vorarbeit von Matt Zimmermann und Filip Varejcka zum frühen 0:1 (01:04). In der Folge entwickelte sich eine offene Partie mit Abschlüssen auf beiden Seiten. Jakub Škarek war früh gefordert und aufmerksam. Nach einer Strafe gegen Joe Duszak wegen Spielverzögerung nutzten die Adler ihr erstes Powerplay zum Ausgleich: Zach Solow traf nach Zuspiel von Greco und Plachta zum 1:1 (06:22). Straubing blieb auch danach offensiv gefährlich. Besonders Filip Varejcka sorgte mit einem starken Solo für Gefahr, scheiterte im Abschluss jedoch an Jake Hildebrand. Wenig später bekamen die Tigers selbst die Chance im Powerplay, nachdem Plachta wegen Hakens auf die Strafbank musste (14:12). Straubing setzte sich zwar in der offensiven Zone fest, fand gegen die kompakte Mannheimer Unterzahl aber keinen Weg zum zweiten Treffer. In der Schlussphase agierten beide Teams kontrollierter. Mannheim versuchte den Spielaufbau geduldig aufzuziehen, während Straubing die eigene Zone eng hielt und immer wieder früh störte. Nach 20 Minuten stand es 1:1.

Das zweite Drittel begann mit viel Intensität. Bereits nach sechs Sekunden gerieten Dan Renouf und Adrian Klein nach einem harten Check aneinander und mussten jeweils wegen Fighting auf die Strafbank (20:06). Straubing startete dennoch druckvoll in den Mittelabschnitt. Marcel Brandt prüfte Jake Hildebrand erneut mit einem gefährlichen Schlagschuss, außerdem verbrachten die Tigers viel Zeit in der offensiven Zone. Nach einer Strafe gegen Alex Green wegen Beinstellens (23:27) mussten die Niederbayern allerdings erstmals in diesem Drittel in Unterzahl ran. Auch bei fünf gegen fünf kamen beide Teams zu guten Möglichkeiten. Besonders die Reihen um Beaudin und Zimmermann sorgten für Gefahr. Zimmermann kam innerhalb kurzer Zeit zweimal zum Abschluss und hatte dabei eine der besten Straubinger Chancen des Drittels, scheiterte jedoch an Hildebrand. In der Folge übernahm Mannheim phasenweise mehr Kontrolle. Die Adler setzten sich länger in der Straubinger Zone fest und kamen unter anderem durch Leon Gawanke und Alexander Ehl zu gefährlichen Aktionen. Jakub Škarek hielt die Tigers dabei mit mehreren starken Paraden im Spiel. Mehrere Strafen auf beiden Seiten unterbrachen anschließend immer wieder den Spielfluss. Mattinen musste wegen Stockschlags vom Eis (28:00), wenig später folgte Filip Varejcka wegen Behinderung (28:25). Auch Mannheim erhielt nach einem Beinstellen von Reichel eine weitere Strafe (31:01), doch beide Teams konnten ihre Überzahlsituationen nicht nutzen. Eine weitere große Mannheimer Möglichkeit hatte Marc Michaelis, dessen Abschluss Škarek noch entscheidend abfälschen konnte. Insgesamt überzeugten beide Torhüter im Mittelabschnitt mit mehreren wichtigen Saves. Kurz vor der zweiten Pause wurde es noch einmal unübersichtlich: Fohrler erhielt wegen Behinderung eine Strafe, gleichzeitig musste Skyler McKenzie wegen hohen Stocks vom Eis (39:43). Tore fielen im zweiten Drittel jedoch keine.

Die Adler übernahmen im Schlussabschnitt zunehmend die Kontrolle. Straubing fand zunächst nur schwer in das eigene Spiel und geriet immer wieder unter Druck. Nach einem Fehler in der Defensive kam Tom Kühnhackl frei vor Jakub Škarek zum Abschluss, doch der Straubinger Schlussmann verhinderte mit einer starken Parade den Rückstand. Auch in der Folge bestimmte Mannheim über weite Strecken das Geschehen. Nach einer Strafe gegen Alex Green wegen Hakens (48:45) mussten die Tigers erneut in Unterzahl bestehen. Kurz vor Ablauf der Strafe bot sich Green nach seiner Rückkehr beinahe die Möglichkeit zum Alleingang, doch Jake Hildebrand erkannte die Situation früh, kam weit aus seinem Tor und klärte die Scheibe. Wenig später fiel schließlich die Mannheimer Führung. Dan Renouf traf nach Vorarbeit von Alexander Ehl und Max Calce zum 2:1 (51:19). Straubing musste anschließend erneut in Unterzahl ran, nachdem Filip Varejcka wegen hohen Stocks auf die Strafbank geschickt wurde (52:55). In der Schlussphase versuchten die Tigers noch einmal alles und nahmen Jakub Škarek 1:42 Minuten vor dem Ende für einen zusätzlichen Feldspieler vom Eis. Der Ausgleich gelang jedoch nicht mehr.

Ausblick

Am kommenden Freitag sind die Straubing Tigers erneut auswärts gefordert und gastieren bei den Löwen Frankfurt (16.10.2026, 19:30 Uhr, NIX Eissporthalle, Frankfurt). Zwei Tage später folgt das nächste Heimspiel: Am Sonntag empfangen die Niederbayern die Grizzlys Wolfsburg am Pulverturm (18.10.2026, 14:00 Uhr, Eisstadion am Pulverturm). Anschließend sind die Kölner Haie in Straubing zu Gast (23.10.2026, 19:30 Uhr, Eisstadion am Pulverturm).

Übertragung

Die Partien der PENNY DEL werden live bei MagentaSport übertragen. Normalerweise ist auch unser Fanradio „Straubing Tigers on Air“ bei allen Spielen vor Ort und sendet über die App „Mixlr“ sowie via Internet.

Ticketing

Tickets für die Heimspiele können über das Online-Ticketing der Straubing Tigers unter https://tickets.tigershockey.de sowie gebührenfrei an allen bekannten Vorverkaufsstellen erworben werden. Auch die Stadionkassen sind ab 90 Minuten vor Spielbeginn geöffnet.

Adler Mannheim vs. Straubing Tigers 2:1 (1:1, 0:0, 1:0)

Tore: 0:1 (01:04) M. Brandt (M. Zimmermann, F. Varejcka, EQ); 1:1 (06:22) Z. Solow (A. Greco, M. Plachta, PP1); 2:1 (51:19) D. Renouf (A. Ehl, M. Calce, EQ).

Adler Mannheim: Hildebrand (Franzreb) – Mattinen, Renouf, Macek, Brown, Michaelis – Gawanke, Kälble, Solow, Esposito, Plachta – Fohrler, Gilmour, Greco, Reichel, Calce – Heim, Ehl, Nieleck, Kühnhackl.

Straubing Tigers: Škarek (Wieber) – Duszak, Klein, Halloran, JC Beaudin, Rees – Green, N. Beaudin, Seidl, Brunnhuber, Varejcka – Zimmermann, Brandt, Madden, Loibl, McKenzie – Daschner, Brandl, Elynuik, Bleicher.

Strafen: Mannheim: 13 Minuten – Straubing: 17 Minuten

Zuschauer: 11.041

Schiedsrichter: André Schrader / Marius Wölzmüller

Spielstätte: SAP Arena, Mannheim

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