Straubing Tigers erkämpfen sich gegen Ingolstadt ersten Saisonsieg

Freitag, 25. September 2026
25.09.2026

Sieg des Willens: Im Derby gegen die Ingolstädter Panther kassierten die Straubing Tigers früh den Rückstand und bissen sich 45 Minuten lang die Zähne an Ingolstadts Goalie Jonas Stettmer aus. Der vielumjubelte Ausgleich durch J.C. Beaudin entfesselte aber einen wahren Sturmlauf, der mit der Führung und schließlich zwei Treffern ins verwaiste Ingolstädter Gehäuse belohnt wurde.

Ausgangslage

Nach dem erfolglosen Auftaktwochenende trafen die Straubing Tigers am dritten Spieltag der noch jungen Saison auf den ERC Ingolstadt. Diese Begegnung gab es bislang 82 Mal in der PENNY DEL, 36 Mal konnten dabei die Tigers das Eis als Sieger verlassen. In den vier Aufeinandertreffen der letzten Spielzeit behielten allerdings die Panther dreimal die Oberhand.

Bei Straubing fielen weiterhin Taro Jentzsch und Moritz Kukuk verletzungs- bzw. krankheitsbedingt aus, darüber hinaus fehlten auch Danjo Leonhardt (Oberkörperverletzung) und Hudson Elynuik in der Aufstellung. Das Tigers-Tor hütete Jakub Škarek.

Für Ingolstadt konnten Nathan Burns und Jakin Smallwood nicht auflaufen. Auch Philipp Preto war nicht im Aufgebot. Zwischen den Pfosten des Panther-Gehäuses stand der gebürtige Straubinger Jonas Stettmer.

Spiel

17 Sekunden waren gespielt, da prüfte Tim Brunnhuber Jonas Stettmer im Tor der Panther mit einer ersten Direktabnahme von der blauen Linie. Der Ingolstädter Goalie aber pflückte den Puck sicher herunter. Mit ihrem ersten Angriff gingen die Gäste direkt in Führung: Jakub Škarek konnte nach einem Schlagschuss von Morgan Ellis den Puck nicht unter seinem Schoner sichern, Daniel Schmölz stocherte mehrfach nach und die Hartgummischeibe rutschte über die Torlinie (1. Minute). Im Abschluss hatten die Hausherren nicht das nötige Glück: Ein Schuss von Skyler McKenzie aus spitzem Winkel landete am Pfosten. Tyler Madden versuchte als nächstes, für die Straubinger zum Erfolg zu kommen – auch da machte Stettmer die Ecke rechtzeitig zu. Auf der Gegenseite kam Riley Barber völlig frei zum Abschluss, Škarek konnte jedoch parieren. Die Niederbayern zeigten sich weiter lauf- und spielfreudig, allein der Torerfolg blieb aus. So auch bei Stefan Loibl, der einen Pass von Nicolas Beaudin nicht verwerten konnte. Zehn Minuten waren zu diesem Zeitpunkt gespielt. Nach einem Fehlpass in der neutralen Zone ergab sich eine Zwei-auf-Eins-Kontersituation für die Ingolstädter, an deren Ende Austen Keating zum Glück für die Straubinger nur den Pfosten traf. Die Schanzer waren nun weiter am Drücker, so musste Jakub Škarek gegen Riley Barber eingreifen, Alex Breton setzte den Nachschuss am Tor vorbei. In dieser Szene kassierten die Tigers eine Strafe, Tyler Madden musste wegen Stockschlags für zwei Minuten in die Kühlbox. Das folgende Powerplay überstanden die Niederbayern aber schadlos. Eine Minute vor der Pausensirene kam Skyler McKenzie noch einmal zu einem Abschluss, allerdings hatte Jonas Stettmer freie Sicht und somit keine Probleme, den Schuss zu parieren. Mit dem Spielstand von 0:1 ging es zum ersten Seitenwechsel.

Im zweiten Drittel setzte sich das „Privatduell“ Straubinger Angriff gegen Jonas Stettmer fort – gegen den Torhüter der Panther war trotz intensiver Bemühungen kein Durchkommen. Riley Barber startete in Spielminute 24 einen Alleingang aus der eigenen Zone und Nicolas Beaudin konnte ihn nur mit einem Haken am Torschuss hindern. Als Beaudin die fälligen zwei Minuten auf der Strafbank verbüßte, war das Penaltykilling der Niederbayern erneut gefordert. Doch Riley Barber musste nach einem Beinstellen ebenfalls vom Eis und damit war die numerische Überzahl gleich wieder dahin. Nachdem Beaudin zurückgekommen war, hatten die Tigers noch knapp anderthalb Minuten Powerplay. Filip Varejcka prüfte Stettmer aus kurzer Distanz, der Torwart war zur Stelle. Ein zweiter Versuch landete neben dem Tor und wenig später war auch Ingolstadt wieder komplett. Die Angriffsbemühungen der Gäubodenstädter waren gefällig anzusehen und man kam auch immer wieder zum Abschluss – doch immer wieder war bei Stettmer Endstation. Daniel Pietta wurde in der 32. Minute wegen Haltens auf die Sünderbank geschickt und damit hatten die Straubinger erneut die Chance, in Überzahl den Ausgleich herbeizuführen. Jamieson Rees probierte es aus dem Gewühl vor Stettmer, allerdings erfolglos. Filip Varejcka wurde mit einem langen Pass auf die Reise geschickt, aber der Straubinger Stürmer lief ins Abseits und kurze Zeit später war die Strafe abgelaufen. In der 38. Spielminute fuhr Nick Halloran einen Konter zusammen mit Jamieson Rees, und nachdem der Passweg zu war, schloss Halloran selbst ab. Wieder war jedoch Stettmer Sieger, der den Winkel geschickt verkürzte. Im selben Angriff kam der Puck zu Tyler Madden, der Stettmer mit seinem Abschluss vor Probleme stellte – doch da war Verteidiger Morgan Ellis zur Stelle und sicherte das Spielgerät. Dann war das Mitteldrittel Geschichte, der Zwischenstand lautete weiter 0:1 aus Sicht der Gastgeber.

Kuriose Szene zu Beginn des Schlussabschnitts: Beim scheibenführenden Mario Zimmermann brach die Schlittschuhkufe heraus und damit eröffnete sich eine Abschlussgelegenheit für Paul Vinzens, doch Jakub Škarek war auf dem Posten. Nach einem Kniecheck von Alex Green mussten die Tigers erneut dezimiert agieren. In Unterzahl hatte Tim Brunnhuber die Möglichkeit zum Shorthander, aber im Gewühl behielt Jonas Stettmer die Übersicht. Wieder komplett kam Nicolas Beaudin völlig frei zum Abschluss, zielte jedoch genau auf den Torhüter. Und dann fiel der verdiente Ausgleich doch: Ein Schuss von Joseph Duszak landete auf dem Oberkörper von J.C. Beaudin und prallte von dort ins Tor (46. Min.). Die Schiedsrichter schauten sich die Szene im Videobeweis an und der Treffer hatte Bestand. Das Team von Craig Woodcroft wollte mehr und drückte auf die Führung, musste aber in der Defensive aufpassen, denn für Ingolstadt kam Daniel Schmölz zum Abschluss, doch auf Škarek war Verlass. Die Tigers legten wieder den Vorwärtsgang ein: Jamieson Rees und Nick Halloran versuchten im Verbund, Stettmer zu überwinden, scheiterten aber bei diesem Vorhaben. Skyler McKenzie war es schließlich, der den Tigers die Führung besorgte: Nach einem klugen Rückpass von Stefan Loibl zog der Straubinger Stürmer direkt ab. Dagegen war auch Stettmer machtlos und es schlug zum 2:1 hinter ihm ein (51. Min.). Gegen Austen Keating musste Škarek mit dem Schoner parieren, sonst wäre die Führung gleich wieder passé gewesen. In der 54. Minute hatte McKenzie die Gelegenheit, auf 3:1 zu erhöhen, doch Stettmer hatte etwas dagegen und pflückte den Schuss mit der Fanghand herunter. Jamieson Rees wanderte sechs Minuten vor Ende wegen Hakens auf die Strafbank. Im Powerplay hatte Riley Sheen per Direktabnahme die Chance zum Ausgleich, aber Jakub Škarek packte eine Glanzparade aus und rettete so die knappe Führung. Als Straubing gerade wieder vollzählig war, kam Myles Powell völlig frei zum Abschluss, doch auch hier war Škarek rechtzeitig unten und stoppte den Puck. Ingolstadts Coach Mark French zog früh den Goalie und brachte einen zusätzlichen Feldspieler. Doch die Tigers eroberten den Puck nach einem bei einem Ingolstädter Schuss gebrochenen Schläger, Nick Halloran leitete auf Jamieson Rees weiter und der hatte keine Mühe mehr, die Scheibe im Tor unterzubringen (57. Min.). Noch einmal ging Jonas Stettmer zugunsten eines sechsten Feldspielers – und noch einmal landete die Scheibe im Tor. Und zwar in dem der Gäste: Spencer Kersten sorgte mit dem 4:1 für die endgültige Entscheidung (57. Min.). Das erste DEL-Tor des Straubinger Neuzugangs war gleichzeitig das 3000. DEL-Tor der Straubing Tigers. Nach einem Gäste-Foul der Kategorie „unnötig“ entluden sich die erhitzten Gemüter bei zwei Faustkämpfen. Das Resultat waren jeweils fünfminütige Strafen gegen Kenny Agostino, Morgan Ellis auf Seiten der Panther sowie Alex Green und Nicolas Beaudin bei den Tigers wegen Fightings. Zusätzlich wurden Agostino fünf Strafminuten wegen Behinderung auferlegt. Am Ergebnis änderte sich dadurch nichts mehr: Es blieb beim 4:1.

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Ausblick

Am Sonntag treten die Straubing Tigers bei den Nürnberg Ice Tigers an (27.09.2026, 16:30 Uhr, PSD Bank Nürnberg ARENA, Nürnberg), am kommenden Freitagabend sind dann die Fischtown Pinguins Bremerhaven am Pulverturm zu Gast (02.10.2026, 19:30 Uhr, Eisstadion am Pulverturm, Straubing). Gegner am darauffolgenden Sonntag für die Niederbayern sind die Wild Wings Schwenningen (04.10.2026, 14:00 Uhr, Helios-Arena, Schwenningen).

Übertragung

Die Partien der PENNY DEL werden live bei MagentaSport übertragen. Im Normalfall ist auch unser Fanradio „Straubing Tigers on Air“ bei allen Spielen vor Ort und sendet über die App „Mixlr“ sowie via Internet.

Ticketing

Tickets für die Heimspiele können über das Online-Ticketing der Straubing Tigers unter https://tickets.tigershockey.de sowie gebührenfrei an allen bekannten Vorverkaufsstellen erworben werden. Auch die Stadionkassen sind ab 90 Minuten vor Spielbeginn geöffnet.

Straubing Tigers vs. ERC Ingolstadt 4:1 (0:1, 0:0, 4:0)

Tore: 0:1 (00:59) Schmölz D. (EQ); 1:1 (45:22) Beaudin J.C. (Duszak J., Beaudin N., EQ); 2:1 (50:09) McKenzie S. (Loibl S., Beaudin N., EQ); 3:1 (56:18) Rees J. (Halloran N., Kersten S., EQ-EN); 4:1 (56:58) Kersten S. (Brandt M., EQ-EN).

Straubing Tigers: Škarek J. (Bugl F., Wieber S.) – Duszak J., Klein A., Halloran N., Madden T., Rees J. – Green A., Beaudin N., Kersten S., Beaudin J., Varejcka F. – Zimmermann M., Brandt M., Brunnhuber T., Loibl S., McKenzie S. – Daschner S., Brandl L., Seidl S., Bleicher M..

ERC Ingolstadt: Stettmer J. (Williams D.) – Ellis M., Breton A., Barber R., Abbandonato P., Schmölz D. – Hüttl L., Wasenden E., Girduckis A., Powell M., Agostino K. – Tropmann E., Appendino N., Sheen R., Pietta D., Keating A. – Ruopp S., Vinzens P., Schindler N., Pul E..

Strafen: Straubing: 18 Minuten – Ingolstadt: 19 Minuten

Zuschauer: 4.932

Schiedsrichter: J. Hribik / Z.Palkövi

Spielstätte: Eisstadion am Pulverturm, Straubing

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