Straubing Tigers besiegen Schwenningen mit 5:3

Freitag, 6. März 2026
6.03.2026

Die Straubing Tigers holten am Freitagabend den achten Drei-Punkte-Sieg in Folge und halten damit die längste Siegesserie ihrer DEL-Geschichte am Leben. Ebenfalls ein Novum: Noch nie zuvor hatten die Niederbayern in der Hauptrunde 98 Punkte erreicht. Dabei war der Sieg gegen die Wild Wings hart erkämpft. Kapitän Mike Connolly machte erst kurz vor Schluss mit seinem ersten Saisontor alles klar.

Ausgangslage

Die Wild Wings haben sich durch ihren Sieg gegen Nürnberg am Mittwoch eine gute Ausgangsposition im Rennen um die letzten Play-off-Plätze verschafft. Ganze zehn Punkte trennten die neuntplatzierten Schwenninger vor der heutigen Partie von den Augsburgern auf Platz elf. Dennoch sind die heutigen Gäste um den Ex-Straubinger Mirko Höfflin noch nicht ganz durch. Andererseits sind noch Platz acht (Heimrecht in der ersten Play-off-Runde) und mit viel Glück sogar Platz sechs (direkte Viertelfinalqualifikation) drinnen. Topspieler der Gäste sind Alexander Karachun mit 19 Toren sowie Kyle Platzer mit 25 Vorlagen.

Weitaus komfortabler sieht es für die Straubing Tigers aus. Nach sieben Siegen in Folgen grüßen die Niederbayern von Rang zwei und könnten damit aus eigener Kraft sowohl das Play-off-Heimrecht als auch die Champions Hockey League-Qualifikation erreichen.

Dennoch war eine enge Partie zu erwarten. Im bisherigen Saisonverlauf entschieden beide Teams jeweils ihre Heimspiele für sich.

Bei den Straubing Tigers standen Wade Allison, Linus Brandl, Josh Melnick, Stephan Daschner und Tobias Schwarz nicht im Aufgebot. Das Tor der Hausherren hütete Henrik Haukeland.

Bei den Gästen um Cheftrainer Steve Walker fehlten Michael Blitzer, Niclas Hempel, Niklas Hübner, Tim Gettinger und Felix Scheel. Im Tor der Gäste stand Christopher Gibson.

Spiel

Großen Jubel bei den Straubinger Fans gab es schon vor Spielbeginn, denn das Torhütertrio Henrik Haukeland, Florian Bugl und Sebastian Wieber verkündete in Einspielern auf dem Videowürfel ihre Vertragsverlängerungen.

Die Straubinger kamen zwar mit Schwung aus der Kabine, konnten sich aber zunächst nicht entscheidend durchsetzen. Die beste Chance der Anfangsminuten hatten dann auch in der vierten Minute die Gäste durch Håkon Hänelt und Daniel O´Regan. Letzterer wurde von Tim Brunnhuber mittels eines Stockschlags am Abschluss gehindert, wodurch die Schwenninger ihr erstes Powerplay bekamen. Die Überzahlgelegenheit verstrich jedoch ungenutzt. Kaum waren die Tigers wieder komplett, traf es auf der Gegenseite Thomas Larkin wegen Beinstellens. Bei angezeigter Strafe zog Nick Halloran aus spitzem Winkel ab. Christopher Gibson im Gästetor war aber auf dem Posten. Die Tigers mühten sich lange Zeit vergeblich, in die Powerplay-Aufstellung zu kommen. Doch der erste Torschuss in Überzahl saß dann auch gleich: Zac Leslie spielt quer auf den freistehenden Nicolas Beaudin. Anstatt selbst zu schießen, legte dieser nochmals ab auf Elis Hede, der keine Mühe hatte, den Puck im Tor unterzubringen (08:30). Kurz darauf stürmte Danjo Leonhardt auf Gibson zu, wurde aber im letzten Moment von Ben Marshall am Torschuss gehindert. Der Puck kam zu Stefan Loibl, der im Nachschuss am Schwenninger Goalie scheiterte. Varejckas Schuss wenig später ging knapp am Pfosten vorbei. Eine Augenweide war Straubings Treffer zum 2:0. Über mehrere Stationen kombinierten sich die Straubinger ins gegnerische Drittel und ließen die Gäste dabei ziemlich alt aussehen. Leonhardt musste schließlich auf Vorlage von Loibl nur noch seinen Schläger hinhalten (14:17). Doch der alte Abstand war schnell wiederhergestellt. Die Tigers bekamen den Puck nicht aus dem Verteidigungsdrittel und zudem musste Marcel Brandt einen schmerzhaften Pucktreffer wegstecken. Dadurch stimmte dann die Zuordnung nicht mehr und Boaz Bassen konnte im Nachschuss das 2:1 erzielen (15:51). Mit diesem Spielstand ging es auch in die erste Drittelpause.

Der zweite Abschnitt begann mit einem Zwei-auf-eins-Konter von Loibl und Leonhardt, doch der letzte Pass kam nicht an. Im Gegenzug musste Henrik Haukeland gegen Alexander Karachun eine Glanzparade auspacken. Wiederum nur Sekunden später traf Tyler Madden nach klasse Pass von Halloran vom Bullypunkt zum 3:1 (21:58). Dann bekamen sich Boaz Bassen und Mario Zimmermann in die Haare und mussten beide mit kleinen Strafen in die Kühlbox. Ein scharfer Pass vor das Straubinger Tor durch Jordan Szwarz sorgte in der 28. Minute für Gefahr. Haukeland lenkte den Puck mit dem Schoner an seinem Kasten vorbei, sodass der einschussbereite Alexander Karachun nicht mehr eingreifen konnte. Wenig später war es dann doch passiert: Kyle Platzer passte aus der Drehung quer zum freistehenden Alex Trivellato, dem Straubinger Goalie mit einem satten Schuss keine Chance ließ (31:47). In der Folge hatten die Gäste eine starke Phase und kamen zu mehreren guten Gelegenheiten. Willi Weber hatte in der 37. Minute sogar den Ausgleich auf dem Schläger, wurde aber vor dem Straubinger Tor von einem Verteidiger bedrängt und brachte den Puck nicht mehr richtig unter Kontrolle. Nach einem Crosscheck von Justin Scott und anschließendem Handgemenge mussten Thomas Larkin und der Tigers-Stürmer auf die Strafbank. Sekunden vor der zweiten Pause wehrte Haukeland einen Schuss von Ben Marshall aus vollem Lauf ab und hielt den Puck fest. Tyson Spink lauerte vergeblich auf den Nachschuss.

Im letzten Abschnitt bekamen die Straubinger zunächst keinen rechten Zugriff gegen die kampfstarken Schwenninger. So gelang den Gästen in der 44. Minute sogar der Ausgleich: Daniel O`Regan tankte sich an der Bande bis zur Grundlinie durch und legte zurück auf Sebastian Uvira, der Haukeland aus der Halbdistanz überwinden konnte (43:39). Wenig später hatte Loibl die erneute Führung auf dem Schläger, traf aber nur den Pfosten. In der 52. Minute kam Tim Brunnhuber frei vor Gibson zum Schuss, nachdem ein Gästeverteidiger den Puck neben dem Tor verstolpert hatte. Der Straubinger schoss jedoch zu unplatziert. Sekunden später musste Nick Halloran wegen Stockschlags auf die Strafbank, was aber folgenlos blieb. Die Gäste waren kurz vor Schluss erneut im Angriff, als Mike Connolly einen ungenauen Schwenninger Pass an der eigenen blauen Linie abfing, durchstartete und im richtigen Moment auf den mitgelaufenen Loibl passte. Dieser ließ Gibson keine Chance und brachte seine Farben wieder in Führung (55:05). Drei Minuten vor Schluss nahm Gäste-Coach Steve Walker eine Auszeit und ersetzte seinen Goalie durch einen sechsten Feldspieler. Es brauchte aber nur wenige Sekunden, bis Mike Connolly an den Puck kam und diesen zum 5:3 im leeren Tor versenkte (57:04). Es war das erste Saisontor des lange verletzten Straubinger Kapitäns. Eine Strafe gegen Adrian Klein wegen Hakens hätte zweieinhalb Minuten vor Ende nochmals für Spannung sorgen können. Doch das Überzahlspiel der Gäste währte nur kurz. Dann musste Boaz Bassen wegen hohen Stocks ebenfalls raus. Steve Walker nahm erneut seinen Torwart vom Eis, am Straubinger Sieg war aber nichts mehr zu rütteln.

Ausblick

Am Sonntag treten die Tigers beim Tabellenletzten Dresdner Eislöwen an (Sonntag, 08.03.2026, 16:30 Uhr, JOYNEXT Arena, Dresden). Am kommenden Wochenende stehen zum Abschluss der Hauptrunde noch Partien gegen den EHC Red Bull München (Freitag, 13.03.2026, 19:30 Uhr, SAP Garden, München) und die Kölner Haie (Sonntag, 15.03.2026, 14:00 Uhr, Eisstadion am Pulverturm, Straubing) auf dem Programm.

Übertragung

Magenta Sport strahlt alle Partien der PENNY DEL live aus. Im Normalfall ist auch unser Fanradio „Straubing Tigers on Air“ bei allen Spielen vor Ort und sendet über die App „Mixlr“ sowie via Internet.

Ticketing

Tickets für die Heimspiele können über das Online-Ticketing der Straubing Tigers unter https://tickets.tigershockey.de/ sowie gebührenfrei an allen bekannten Vorverkaufsstellen erworben werden. Auch die Stadionkassen sind ab 90 Minuten vor Spielbeginn geöffnet.

Straubing Tigers vs. Schwenninger Wild Wings 5:3 (2:1, 1:1, 2:1)

Tore: 1:0 (08:30) Hede E. (Beaudin N., Leslie Z., PP1); 2:0 (14:17) Leonhardt D. (Loibl S., Green A., EQ); 2:1 (15:51) Bassen B. (Dziambor A., EQ); 3:1 (21:58) Madden T. (Halloran N., Klein A., EQ); 3:2 (31:47) Trivellato A. (Platzer K., Karachun A., EQ); 3:3 (43:39) Uvira S. (O’Regan D., EQ); 4:3 (55:05) Loibl S. (Connolly M., EQ); 5:3 (57:04) Connolly M. (McKenzie S., Leslie Z., EQ-EN).

Straubing Tigers: Haukeland (Bugl, Wieber) – Leslie, Brandt, Halloran, Madden, Hede – Green, Beaudin, Loibl, Leonhardt, Scott – Merkley, Klein, Fleischer, Brunnhuber, Varejcka – Zimmermann, Connolly, Seidl, McKenzie.

Schwenninger Wild Wings: Gibson (Eriksson) – Marshall, Weber, Szwarz, Platzer, Karachun – Larkin, Trivellato, Hänelt, O’Regan, Bassen – Bittner, Martinsson, Hungerecker, Spink Tylor, Spink Tyson – Dziambor, Uvira, Höfflin, Feist.

Strafen: Straubing: 10 Minuten – Schwenningen: 8 Minuten

Zuschauer: 5.377

Schiedsrichter: S. Hunnius / K. Hinterdobler

Spielstätte: Eisstadion am Pulverturm, Straubing

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