Straubing Tigers beenden Hauptrunde nach 3:6-Niederlage gegen Köln auf Platz drei

Sonntag, 15. März 2026
15.03.2026

Eine engagierte Leistung der Straubing Tigers hat am Sonntagnachmittag nicht gereicht, um den zweiten Platz zu verteidigen: Zwar gingen die Niederbayern in Führung, doch im zweiten Drittel drehten die Kölner Haie das Spiel. Die Tigers scheiterten ein ums andere Mal am überragenden Haie-Goalie Janne Juvonen, das zwischenzeitliche 3:4 durch Kapitän Mike Connolly reichte nicht mehr. Im Gegenteil: Die Gäste schraubten am Ende das Ergebnis sogar auf 3:6. Das Team von Craig Woodcroft beendet die Hauptrunde auf Platz drei und trifft damit im Playoff-Viertelfinale einmal mehr auf Rekordmeister Eisbären Berlin.

Ausgangslage

Zum Abschluss der DEL-Hauptrunde empfingen die Straubing Tigers die Kölner Haie am Pulverturm. Die bisherige Bilanz der beiden Teams ist relativ ausgeglichen: In 82 Begegnungen gingen die Niederbayern 37 Mal als Sieger hervor. In dieser Saison lagen die Vorteile allerdings bislang klar bei den Rheinländern, die die drei letzten Duelle allesamt für sich entschieden.

Mit Wade Allison mussten die Straubinger weiterhin auf einen Akteur verzichten. Darüber hinaus waren auch Stefan Loibl, Ryan Merkley, Skyler McKenzie und Tobias Schwarz nicht im Aufgebot. Im Tor setzte Tigers-Cheftrainer Craig Woodcroft auf Henrik Haukeland.

Gästecoach Kari Jalonen verzichtete auf Markus Nutivaara, Tanner Kero und Parker Tuomie. Im Tor der Haie stand Janne Juvonen.

Spiel

Nach nur wenigen Sekunden Spielzeit musste Tigers-Verteidiger Alex Green nach einem Bandencheck auf die Strafbank. Im anschließenden Powerplay der Haie verteidigten die Hausherren jedoch geschickt, ließen kaum Schüsse auf das von Henrik Haukeland gehütete Tor zu und konnten sich immer wieder befreien. In den folgenden Minuten entwickelte sich ein intensives Spiel, in dem beide Teams offensive Akzente setzten. Zwingende Torchancen blieben allerdings Mangelware. In der zwölften Spielminute hatte Nicolas Beaudin viel Platz und Zeit, um aus halbrechter Position Maß zu nehmen, scheiterte jedoch an Gäste-Goalie Janne Juvonen. Kurz darauf zielte Mario Zimmermann am Tor vorbei. Auf der Gegenseite versuchte es Moritz Müller mit einem Wrap-around, doch Haukeland war auf dem Posten und gab keine Lücke her. Vier Minuten vor der ersten Drittelpause durften die Gastgeber dann erstmals jubeln: Elis Hede eroberte die Hartgummischeibe, kam aus zentraler Position frei zum Schuss, und Juvonen konnte den Puck nur abprallen lassen. Nick Halloran war jedoch zur Stelle und staubte in bester Torjägermanier ab. Fünf Sekunden vor der Pause musste schließlich Filip Varejcka wegen Hakens in die Kühlbox, doch am Spielstand von 1:0 änderte sich bis zum ersten Seitenwechsel nichts mehr.

In Unterzahl starteten die Straubinger in den Mittelabschnitt. In Überzahl kamen die Haie zunächst zu zwei guten Gelegenheiten und wenig später musste Haukeland hinter sich greifen: Dominik Bokk hatte ein Auge für Ryan MacInnis, der von der Tigers-Defensive sträflich allein gelassen wurde. Der Kölner Stürmer fackelte nicht lange, zog direkt ab und traf zum Ausgleich (22. Minute). Kurz darauf hatte Nick Halloran mit einem Alleingang die Möglichkeit, seine Farben wieder in Führung zu bringen, konnte aber nicht mehr genug Druck hinter seinen Abschluss bringen. Henrik Haukeland musste auf der Gegenseite gegen Louis-Marc Aubry all sein Können aufbieten, um den Rückstand zu verhindern. Als Oliwer Kaski von der blauen Linie abzog, nahm Juhani Tyrväinen Haukeland die Sicht und drückte den Nachschuss zum 2:1 über die Linie. Nach Studium des Videobeweises bestätigte das Schiedsrichter-Gespann die Entscheidung auf dem Eis und gab den Treffer. Valtteri Kemiläinen musste wegen Beinstellens für zwei Minuten von draußen zuschauen. In Überzahl entwickelten die Gastgeber viel Druck. Nicolas Beaudin konnte den Puck zweimal aus aussichtsreicher Position nicht im Tor unterbringen. Nach einem Pass von Danjo Leonhardt stand Tyler Madden schließlich frei und glich den Spielstand wieder aus (28. Minute). Nach einem Foul von Kevin Niedenz an Justin Scott hatten die Niederbayern ein weiteres Überzahlspiel. Nicolas Beaudin und Tim Fleischer schafften es nicht, den Puck an Janne Juvonen vorbeizubringen. In den letzten Sekunden ihres Powerplays leisteten sich die Tigers dann einen folgenschweren Fehlpass. Der von der Strafbank kommende Kevin Niedenz wurde zwar noch erfolgreich abgedrängt, er brachte den Puck jedoch zu Valtteri Kemiläinen, der von der blauen Linie abzog – und der Puck landete an Freund und Feind vorbei in den Maschen (32. Minute). Danjo Leonhardt hatte in der 34. eine Top-Gelegenheit, alles wieder auf Anfang zu stellen, er brachte das Spielgerät unmittelbar vor dem Kölner Tor aber nicht unter Kontrolle und so verpuffte diese Chance. Mit Macht drängten die Niederbayern nun auf den neuerlichen Ausgleich, doch ein ums andere Mal war Janne Juvonen Endstation für die Angriffsbemühungen der Tigers. Kurz vor Drittelende schafften es die Haie dann, sich wieder aus der Umklammerung der Tigers zu befreien. Um ein Haar wäre ein Schuss von einem Tigers-Spieler ins eigene Tor abgefälscht worden, doch in dieser Situation war ihnen das Glück hold. Mit dem knappen Rückstand von 2:3 ging es zum zweiten Mal in die Kabinen.

Die Mannschaft von Craig Woodcroft war nun also gefordert, das Spiel im Schlussdrittel zu drehen, wollte sie den zweiten Platz verteidigen. Die Tigers nahmen auch das Zepter in die Hand und verbuchten einige weitere gute Möglichkeiten – allein der Puck wollte nicht im Tor landen. Als Jan Luca Sennhenn wegen übertriebener Härte vom Eis geschickt wurde, hatten die Gäubodenstädter ihr drittes Powerplay an diesem Abend. Dieses kam aber nicht richtig ins Rollen, denn aufgrund von Ungenauigkeiten gelang es den Kölnern immer wieder, sich zu befreien. In den folgenden Minuten rannten die Tigers vergeblich an – immer wieder blieben sie an der gut organisierten Defensive der Haie hängen. Die Bemühungen wurden unterbrochen, als Mario Zimmermann einen Gegenspieler mit seinem Schläger im Gesicht traf. Zwar unabsichtlich, zwei Strafminuten waren aber dennoch fällig. Ryan MacInnis prüfte Henrik Haukeland von halbrechts, Straubings Torhüter hatte mit diesem Versuch keine Probleme. Nach zwei weiteren gefährlichen Abschlüssen war die Unterzahl dann überstanden. Sieben Minuten blieben den Tigers nun noch, um das Spiel zu drehen. In der 55. Minute belohnten sich die Blau-Weißen schließlich für ihren Aufwand und erzielten durch Mike Connolly den neuerlichen Ausgleich. Doch postwendend ging Köln wieder in Führung. Valtteri Kemiläinen zog einfach ab und der Puck schlug im Winkel ein – 3:4. Die Tigers setzten alles auf eine Karte und zogen bereits vier Minuten vor Ende ihren Torwart zugunsten eines sechsten Feldspielers. Das ging jedoch nach hinten los, denn kurze Zeit später traf Brady Austin ins verwaiste Tigers-Gehäuse (57. Minute). Und es kam noch schlimmer, als Moritz Müller mit dem 3:6 alle Hoffnungen auf den zweiten Platz zunichte machte.

Ausblick

Im Playoff-Viertelfinale treffen die Straubing Tigers nun auf die Eisbären Berlin. Das erste Spiel der Best-of-seven-Serie findet entweder am 24. oder 25. März in Straubing statt (Eisstadion am Pulverturm, Straubing – genauer Termin wird noch bekannt gegeben), das zweite Spiel ist auf 27. März terminiert (Uber Arena, Berlin). Die weiteren Spieltermine sind 29. März (Eisstadion am Pulverturm, Straubing), 31. März (Uber Arena, Berlin) und – falls nötig – 2. April (Eisstadion am Pulverturm, Straubing), 4. April (Uber Arena, Berlin) sowie 6. April (Eisstadion am Pulverturm, Straubing). Die genauen Anspielzeiten werden noch bekannt gegeben.

Übertragung

Die Partien der PENNY DEL werden live bei MagentaSport übertragen. Im Normalfall ist auch unser Fanradio „Straubing Tigers on Air“ bei allen Spielen vor Ort und sendet über die App „Mixlr“ sowie via Internet.

Ticketing

Tickets für die Heimspiele können über das Online-Ticketing der Straubing Tigers unter https://tickets.tigershockey.de sowie gebührenfrei an allen bekannten Vorverkaufsstellen erworben werden. Sollten noch Tickets verfügbar sein, sind die Stadionkassen sowie die Business-Lounge in den Playoffs ab 90 Minuten vor Spielbeginn geöffnet.

Straubing Tigers vs. Kölner Haie 3:6 (1:0, 1:3, 1:3)

Tore: 1:0 (15:55) Halloran N. (Hede E., Daschner S., EQ); 1:1 (21:24) MacInnis R. (Bokk D., Kaski O., PP1); 1:2 (23:36) Tyrväinen J. (Kaski O., Kammerer M., EQ); 2:2 (27:05) Madden T. (Leonhardt D., Connolly M., EQ); 2:3 (31:09) Kemiläinen V. (Niedenz K., EQ); 2:4 (55:27) Kemiläinen V. (Bokk D., Aubry L.-M., EQ); 3:4 (55:54) Connolly M. (Leslie Z., Leonhardt D., EQ); 3:5 (56:09) Austin B. (EQ-EN); 3:6 (5620) Müller (Russell P., EQ).

Straubing Tigers: Haukeland (Bugl, Wieber) – Leslie, Brandt, Halloran, Madden, Hede – Green, Beaudin, Seidl, Leonhardt, Scott – Zimmermann, Klein, Fleischer, Brunnhuber, Varejcka – Daschner, Brandl, Melnick, Connolly.

Kölner Haie: Juvonen (Brückmann, Ančička) – Kaski, Austin, Russell, MacLeod, Schnarr – Kemiläinen, Vittasmäki, Bokk, Aubry, Storm – Müller, Sennhenn, Niedenz, Tyrväinen, Kammerer – Glötzl, van Calster, MacInnis, Uher.

Strafen: Straubing: 6 Minuten – Köln: 6 Minuten

Zuschauer: 5.635 (ausverkauft)

Schiedsrichter: C. Schadewaldt / A. Huber

Spielstätte: Eisstadion am Pulverturm, Straubing

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