Interview mit unserem neuen Goalie Mat Robson

Freitag, 20. November 2020
Portraitfoto von Goalie Mat Robson
20.11.2020

Servus Mat! Wie geht’s dir? Hattest du eine gute Anreise?
Danke, mir geht’s gut! Ich freue mich in Straubing zu sein und natürlich, dass uns die Liga gestern das „Go“ gegeben hat, zu spielen. Ich kann es gar nicht erwarten, loszulegen. Meine Anreise war eigentlich recht entspannt, ich hatte ja die nötigen Papiere dabei und von daher lief alles ziemlich einfach ab.
Bist du das erste Mal in Europa bzw. in Deutschland?
Nein, ich war schon mehrmals mit den Nachwuchsmannschaften, bei denen ich gespielt habe, in Europa und ein Mal auch schon in Deutschland. Damals hatten wir hier ein paar Vorbereitungsspiele, bevor es nach Prag zu einem Turnier weiterging. Da war ich aber noch jünger und hatte noch keinen Blick für das, was Deutschland zu bieten hat. Jetzt, da ich ein bisschen älter bin, freue ich mich sehr, wieder hier zu sein und auch darauf, ein bisschen länger zu bleiben.
Was weißt du schon über Bayern und die bayerische Kultur?
Ich muss gestehen, dass ich darüber noch gar nicht so viel weiß, auch wenn wir damals ein Mal in München Station gemacht haben. Ich finde es aber unheimlich spannend und freue mich, dass ich das alles jetzt kennenlernen und erleben darf.
Bist du allein nach Straubing gekommen oder in Begleitung?
Am Montagmorgen ging mein Flug und ich bin allein gekommen. Meine Eltern sind wegen der anhaltenden Corona-Pandemie erstmal daheim geblieben, auch wenn sie gerne über den großen Teich kommen würden, um ein paar Spiele anzuschauen.
Wie hast du diesen besonderen Sommer erlebt?
Eigentlich war er ganz ok und sogar ziemlich ereignisreich. Mein Sommer hat ein bisschen früher als sonst begonnen, als im März die letzte Saison zu Ende gegangen ist. Ich habe viel Zeit bei meiner Freundin verbracht, auch während des ersten Lockdowns, und wir sind trotzdem immer noch zusammen (lacht). Im Anschluss war ich dann für zwei Wochen zuhause, als man wieder reisen durfte und dann ging es schon mit einem Trainings-Camp in Minnesota weiter. Als nächstes war ich mit meinem Team für etwa einen Monat in der NHL-Bubble in Edmonton. Danach bin ich dann wieder nach Toronto geflogen und habe da noch drei Monate mit meiner Familie verbracht und mich auch schon auf die neue Saison vorbereitet, so gut es eben ging. Während ich dann wieder bei meiner Freundin in Minnesota war, kam der Anruf, dass ich im Kader der Straubing Tigers stehen würde, also bin ich sofort wieder zurück nach Toronto, habe meine Sachen gepackt und bin hergekommen. Das war zwar alles in allem eine Menge herumreisen, aber ich konnte viel Zeit mit den Menschen verbringen, die mir wichtig sind und das war toll.
Kennst du bereits einen oder mehrere deiner neuen Teamkollegen?
Nein, noch gar nicht, aber ich bin schon sehr gespannt, alle kennenzulernen. Als Willkommensgeschenk habe ich schon ein Buch bekommen: „German Phrases for Dummies“ (lacht) und das arbeite ich jetzt schon mal durch. Mit dem gehe ich jetzt durch meine Wohnung und finde raus, was die richtigen Wörter für die einzelnen Dinge sind.
Wie ist dein Transfer nach Straubing zustande gekommen?
Das war schon eine kleine Überraschung. Eine Option wäre gewesen, meinen Vertrag in der Organisation der Minnesota Wild zu verlängern, aber dann kam der Anruf meines Agenten mit dem Angebot, in Straubing zu spielen. Beim Telefonat mit Jason habe ich schnell gemerkt, dass ich gut hierher passen würde und habe mich dann eigentlich recht schnell für Straubing entschieden. Das ist zwar alles ziemlich schnell gegangen, aber ich bin froh und glücklich, dass es so gelaufen ist.
Wie würdest du dich als Eishockeyspieler charakterisieren?
Ich würde sagen, dass die Fans von mir erwarten können, dass ich immer 100% gebe und sehr ehrgeizig bin. Ich versuche, meinem Team immer die Möglichkeit zu geben, zu gewinnen. Dabei bin ich vielleicht nicht der typische Goalie, der eher still und introvertiert ist, sondern ich bin ein Typ, der in der Kabine gute Stimmung verbreitet. Aber natürlich gibt es auch eine Zeit, wo man ruhig und fokussiert sein muss und ich denke, dass ich hier recht gut die Waage halte. Ich bin locker und lustig, hasse es aber, zu verlieren und liebe es, zu gewinnen.
Und privat?
Ich denke, dass es da nicht so große Unterschiede gibt. Ich chille gern und zocke auf der Xbox, telefoniere viel mit meinen Freunden, solche Sachen. Der einzige nennenswerte Unterschied ist eigentlich, dass ich on-ice schneller sauer werde, als off-ice.
Danke Mat und noch einen schönen Abend!

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