Straubing besiegt Nürnberg mit 3:1

Dienstag, 27. Januar 2026
27.01.2026

Die Straubing Tigers gehen mit einem 3:1-Sieg gegen die Nürnberg Ice Tigers in die Olympiapause. Die Niederbayern hatten zwar mehr Spielanteile und gingen Anfang des letzten Drittels sogar mit 3:0 in Führung, hätten aber angesichts der Vielzahl an Chancen (32 zu 17 Torschüsse) schon früh alles klar machen können. So kam nochmals Spannung auf, als die Gäste in der 52. Minute das 3:1 erzielten. Doch letztlich brachten die Tigers das Spiel souverän über die Zeit.

Ausgangslage

Zum letzten Spiel vor der vierwöchigen Olympiapause kamen am Dienstagabend die Nürnberg Ice Tigers an den Pulverturm. Die Franken hatten am vergangenen Wochenende ihr Duell mit Augsburg gewonnen, aber gegen Spitzenreiter Köln verloren. Damit standen die Gäste vor der Partie gegen die Tigers mit 59 Punkten auf Platz neun der Tabelle. Die Vorzeichen sprachen klar für die Niederbayern, denn die Straubinger hatten alle drei bisherigen Saisonduelle gewonnen. Top-Spieler der Gäste sind der Deutsch-Kanadier Samuel Dove-McFalls (20 Tore) und der US-Amerikaner Evan Barratt (44 Assists).

Bei den Straubing Tigers standen Stephan Daschner, Wade Allison, Linus Brandl, Danjo Leonhardt, Skyler McKenzie und Tobias Schwarz nicht im Aufgebot. Tyler Madden, der in den vergangenen Spielen verletzungsbedingt passen musste, war dafür wieder mit von der Partie. Das Tor der Hausherren hütete Henrik Haukeland.

Bei den Gästen um Cheftrainer Mitch O´Keefe fehlten Evan Fitzpatrick, Constantin Braun, Eugen Alanov und Tim Bakos. Im Tor der Gäste stand Niklas Treutle.

Spiel

Die erste größere Chance des Spiels hatte in der dritten Minute Justin Scott auf Zuspiel von Simon Seidl. Scott wurde jedoch von einem Gegenspieler bedrängt und konnte den Puck daher nicht kontrollieren. Zwei Minuten später kam Josh Melnick nach einem kapitalen Nürnberger Fehlpass frei vor Niklas Treutle zum Schuss, aber der Ice Tigers-Goalie schnappte sich den Puck mit der Fanghand. Gleich darauf musste Marcel Brandt wegen Hakens in die Kühlbox. Den Hausherren gelang es gut, die Franken aus ihrem Drittel fernzuhalten. Cody Haiskanen und Owen Headrick versuchten es mit Schüssen aus der Distanz, aber Henrik Haukeland war damit nicht zu überwinden. Auf der Gegenseite hatten Elis Hede und Nicolas Beaudin bei zwei Kontern in Unterzahl sogar die Straubinger Führung auf dem Schläger. Kaum wieder komplett musste mit Mike Connolly gleich der nächste Straubinger wegen hohen Stocks auf die Strafbank. Doch auch diesmal brachten die Gäste nichts Zählbares zustande. Nach Ablauf der Strafzeit gaben die Straubinger dann richtig Gas: Zunächst vergab noch Tim Brunnhuber freistehend. Sekunden später umkurvte Nick Halloran das Gästetor und passte im perfekten Moment durch den Torraum auf Tyler Madden, der Treutle keine Chance ließ (12:53). Der Jubel war noch nicht verstummt, als die Tigers bereits die dritte Strafzeit – diesmal wegen zu vielen Spielern auf dem Eis – aufgebrummt bekamen. Die Strafe musste Filip Varejcka absitzen. Cody Haiskanen nahm zweimal das Straubinger Tor unter Beschuss, konnte aber Haukeland nicht überwinden. Varejcka kam von der Strafbank weg an den Puck und passte zu Melnick, der jedoch knapp vorbeizielte. Sekunden vor Drittelende traf Halloran nur das Außennetz. So ging es mit einer knappen Hausherrenführung in die Kabine.

Eineinhalb Minuten nach Wiederbeginn bekamen die Straubinger ihr erstes Powerplay zugesprochen, da Julius Karrer wegen Beinstellens auf die Strafbank musste. Die Hausherren feuerten zwar einige Schüsse ab, die aber allesamt geblockt worden. Auch als die Gäste wieder komplett waren, blieb Straubing am Drücker. Doch auch Nürnberg kam u. a. durch Roman Kechter und Evan Barratt zu Chancen. In der 28. Minute versuchte es Halloran mit einer Kopie des ersten Tigers-Tores. Mit einem Pass durch den Torraum brachte er erneut Madden ins Spiel, der aber diesmal an Treutle scheiterte. Auch der Passgeber brachte im Nachschuss den Puck nicht im Tor unter. Nach dem Powerbreak musste Headrick wegen Haltens in die Kühlbox. Ein schneller Spielzug über Leslie, Beaudin und Hede führte in Überzahl zum zweiten Straubinger Tor. Tim Fleischer stand schließlich am langen Eck frei und brauchte nur noch den Schläger hinhalten (30:50). Gleich darauf hatte Justin Scott aus kurzer Distanz sogar das 3:0 auf dem Schläger, traf jedoch nur den Außenpfosten. Die Straubinger Chancen häuften sich nun gegen Ende des zweiten Drittels, wurden aber teilweise fahrlässig vergeben. Brandt mit einem Hammer von der blauen Linie und Fleischer mit der Rückhand brachten den Puck nicht über die Linie. Scott zielte vorbei und Loibl scheiterte bei seinem Alleingang an Treutle. Trotz größerer Spielanteile und 24 zu 10 Torschüssen blieb es bei der 2:0-Führung.

Nur 59 Sekunden waren im letzten Abschnitt gespielt, da nahm Halloran aus spitzem Winkel Maß und erzielte per Direktabnahme auf Pass von Leslie das 3:0 (40:59). Dann wurde es auf Straubinger Seite gefährlich: Einen abgefälschten Schuss von Marcus Weber konnte Haukeland nur abprallen lassen. Kechter zielte aber über das Tor. Anschließend war wieder Straubing an der Reihe. Melnick traf jedoch nur den Pfosten. In derselben Situation bekam zudem Cole Maier eine Strafe wegen Beinstellens, wodurch die Tigers zum dritten Mal in Überzahl agieren durften. Beaudin, Loibl & Co. sorgten für viel Verkehr vor Treutle, brachten den Puck aber nicht erneut im Gästetor unter. In der 52. Minute nutzten die Ice Tigers eine kurze Unordnung in der Straubinger Hintermannschaft zu ihrem ersten Tor. Samuel Dove-McFalls beförderte einen von der Bande zurückprallenden Puck über die Linie (51:13). Die Straubinger ließen sich vom Anschlusstreffer allerdings nicht beirren, sondern brachten das Spiel souverän über die Zeit.

Ausblick

Nach der Olympiapause treten die Tigers Ende Februar auswärts bei den Eisbären Berlin an (Mittwoch, 25.02.2026, 19:30 Uhr, Uber Arena, Berlin). Zwei Tage später steht das nächste Heimspiel an, wenn die Grizzlys Wolfsburg am Freitagabend in Straubing zu Gast sind (Freitag, 27.02.2026, 19:30 Uhr, Eisstadion am Pulverturm). Anschließend müssen sich die Niederbayern mit den Adlern aus Mannheim auseinandersetzen (Sonntag, 01.03.2026, 16:30 Uhr, SAP Arena, Mannheim).

Übertragung

Magenta Sport strahlt alle Partien der PENNY DEL live aus. Im Normalfall ist auch unser Fanradio „Straubing Tigers on Air“ bei allen Spielen vor Ort und sendet über die App „Mixlr“ sowie via Internet.

Ticketing

Tickets für die Heimspiele können über das Online-Ticketing der Straubing Tigers unter https://tickets.tigershockey.de/ sowie gebührenfrei an allen bekannten Vorverkaufsstellen erworben werden. Auch die Stadionkassen sind ab 90 Minuten vor Spielbeginn geöffnet.

Straubing Tigers vs. Nürnberg Ice Tigers 3:1 (1:0, 1:0, 1:1)

Tore: 1:0 (12:53) Madden T. (Halloran N., Merkley R., EQ); 2:0 (30:50) Fleischer T. (Hede E., Leslie Z., PP1); 3:0 (40:59) Halloran N. (Leslie Z., Hede E., EQ); 3:1 (51:13) Dove-McFalls S. (Karrer J., Spezia T., EQ).

Straubing Tigers: Haukeland (Bugl, Wieber) – Beaudin, Brandt, Halloran, Madden, Hede – Green, Leslie, Melnick, Loibl, Connolly – Merkley, Klein, Fleischer, Brunnhuber, Varejcka – Zimmermann, Seidl, Scott.

Nürnberg Ice Tigers: Treutle (Ganz) – Headrick, Karrer, Barratt, Dove-McFalls, Murray – Haiskanen, Akdağ, Spezia, Meireles, Graber – Weber, Weber, Gerard, Maier, Heigl – Böttner, Eham, Kechter, Ustorf.

Strafen: Straubing: 6 Minuten – Nürnberg: 6 Minuten

Zuschauer: 4.399

Schiedsrichter: K. Hinterdobler / C. Schadewaldt

Spielstätte: Eisstadion am Pulverturm, Straubing

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