Mit der lautstarken Unterstützung von rund 800 Straubinger Fans, die per Sonderzug ins Sauerland gereist waren, haben die Gäubodenstädter bei den Iserlohn Roosters einen umkämpften 4:2-Auswärtssieg gefeiert. In einer intensiven Partie bewiesen die Niederbayern vor allem im Schlussdrittel Moral und Effizienz.
Spiel
Die Hausherren aus Iserlohn erwischten einen temporeichen Start in das erste Drittel und kamen früh zu ersten Abschlüssen. Unter anderem prüfte Matias Lassen in der 5. Spielminute Tigers-Torhüter Henrik Haukeland mit einem Direktschuss von der blauen Linie. Kurz darauf gerieten die Straubinger erstmals in Unterzahl, als Filip Varejcka wegen Hakens für zwei Minuten auf die Strafbank musste. Das folgende Powerplay nutzten die Roosters konsequent: Anthony Camara traf mit einem platzierten Schuss ins Kreuzeck zur Führung der Gastgeber. In der Folge blieb die Partie intensiv und schnell, wobei Iserlohn phasenweise Druck ausübte. In der 16. Minute hatte Erik Salsten nach Zuspiel von Daniel Fischbuch eine gute Gelegenheit, scheiterte jedoch erneut an Haukeland.In den letzten Minuten des Drittels konnten sich auch die Straubinger weitere Chancen erspielen, aber Andreas Jenike hielt seinen Kasten stets sauber.
Die Gastgeber starteten erneut mit Power ins zweite Drittel, sodass sie in der 23. Minute eine sehr gute Möglichkeit hatten, ihre Führung auszubauen, doch die Scheibe landete am Pfosten. Die niederbayerischen Gäste waren nun aber wacher, nutzten einen guten Wechsel: Elis Hede war vor dem Iserlohner Schlussmann völlig frei und konnte zum Ausgleich eiskalt einnetzen. Die Straubinger waren auch danach mit Druck im Angriffsdrittel unterwegs, sodass sich Josh Melnick auch danach wieder eine hervorragende Chance erarbeitete – unglücklicherweise konnte diese aber nicht für sich genutzt werden. Die Hausherren ließen sich davon allerdings nicht einschüchtern und so gelang es Anthony Camara in der 29. Spielminute, die Führung der Sauerländer wieder herzustellen. Nachdem die Roosters die Partie teilweise wieder dominierten konnten sich die Straubinger erneut im Drittel der Iserlohner festsetzen: Zuerst konnte sich Tim Brunnhuber in eine gute Position bringen, scheiterte allerdings an Jenike (35.). Direkt danach versuchte es Justin Scott mit dem „Bauerntrick“, konnte die Scheibe aber nicht über die Linie bringen (36.). Nach einer kleinen Strafe gegen Iserlohns Lassen gab es die erste Überzahl-Situation für die Gäubodenstädter, die allerdings ungenutzt blieb, obwohl man sich teilweise vor dem Gehäuse der Roosters festsetzen konnte.
Zu Beginn des Schlussdrittels sorgte Nick Halloran mit einem ersten Abschluss für Gefahr, Roosters-Keeper Andreas Jenike konnte die Scheibe jedoch sicher entschärfen. Die Straubing Tigers blieben in der Anfangsphase offensiv ausgerichtet und hielten den Druck im Angriffsdrittel aufrecht, auch wenn zunächst keine weiteren zwingenden Abschlüsse zustande kamen. In der 47. Spielminute kam es dann zu einer spielentscheidenden Szene: Alex Green fuhr einen Check gegen Anthony Camara, der im Anschluss mit übertriebener Härte gegen den niederbayerischen Verteidiger reagierte. Die Unparteiischen ahndeten die Aktion mit einer doppelten Strafzeit gegen den Iserlohner, wodurch sich für die Tigers eine vierminütige Überzahl ergab. Diese nutzten die Gäubodenstädter konsequent: Kurz vor Ablauf der ersten Strafe setzte sich Straubing nachhaltig vor dem Tor der Sauerländer fest, ehe Nick Halloran den verdienten Ausgleich erzielte. Nachdem es in den Folgeminuten zu Chancen auf beiden Seiten kam, gab es ein Anspiel vor Andreas Jenike. Nach dem Bullygewinn legte Nick Halloran auf Zac Leslie, der sein Team per Schlagschuss erstmals in Führung bringen konnte (15). Etwa zwei Minuten vor Ablauf der Spielzeit ging der Roosters-Goalie vom Eis und Colin Ugbekile erarbeitete sich eine gute Chance. Schließlich befreiten sich die Niederbayern und Filip Varejcka konnte den Sieg mit seinem Emty-Net-Tor befestigen.
Ausblick
Weiter geht es für die Straubing Tigers am Dienstag mit dem Heimspiel gegen die Nürnberg Ice Tigers am Pulverturm (Di., 27.01.2026, 19:30 Uhr, Eisstadion am Pulverturm). Anschließend folgt die Olympia-Pause, bevor die Tigers Ende Februar bei den Eisbären Berlin antreten (Mi., 25.02.2026, 19:30 Uhr, Uber Arena). Zwei Tage später steht das nächste Heimspiel an, wenn die Grizzlys Wolfsburg am Freitagabend in Straubing zu Gast sind (Fr., 27.02.2026, 19:30 Uhr, Eisstadion am Pulverturm).
Die Partien der PENNY DEL werden live bei MagentaSport übertragen. Im Normalfall ist auch unser Fanradio „Straubing Tigers on Air“ bei allen Spielen vor Ort und sendet über die App „Mixlr“ sowie via Internet.
Ticketing
Tickets für die Heimspiele können über das Online-Ticketing der Straubing Tigers unter https://tickets.tigershockey.de sowie gebührenfrei an allen bekannten Vorverkaufsstellen erworben werden. Auch die Stadionkassen sind ab 90 Minuten vor Spielbeginn geöffnet.
Iserlohn Roosters vs. Straubing Tigers 2:4 (1:0, 1:1, 0:3)
Tore: 1:0 (07:28) Camara A. (Wood K., Fischbuch D., PP1); 1:1 (26:42) Hede E. (Halloran N., EQ); 2:1 (28:36) Camara A. (Cornel E., Fischbuch D., EQ); 2:2 (48:13) Halloran N. (Daschner S., PP1); 2:3 (55:00) Leslie Z. (Halloran N., EQ); 2:4 (19:07) Varejcka F. (EN).
Iserlohn Roosters: Jenike (Hane) – Norell, Ugbekile, Thomas, Eisenmenger, Boland – Wood, Niehus, Fischbuch, Cornel, Camara – Huss, Lassen, Jentzsch, Salsten, Napravnik – —, Radionovs, Törnqvist, Neumann, Geiger.
Straubing Tigers: Haukeland (Bugl) – Beaudin, Brandt, Halloran, Melnick, Hede – Green, Leslie, Seidl, Loibl, Connolly – Merkley, Klein, Fleischer, Brunnhuber, Varejcka – —, Daschner, Scott, McKenzie, —.
Strafen: Iserlohn: 6 Minuten – Straubing: 2 Minuten
Zuschauer: 4.967
Schiedsrichter: Martin Frano / Andreas Huber
Spielstätte: Eissporthalle Iserlohn

