Straubing Tigers mit 5:4-Zittersieg gegen Frankfurt

Freitag, 23. Januar 2026
23.01.2026

Am Freitagabend war Zittern angesagt beim Raubkatzenduell am Pulverturm – und das nicht unbedingt wegen der kühlen Außentemperaturen. Die Straubing Tigers führten zwar zwischenzeitlich durch Tore von Zac Leslie (zwei), Skyler McKenzie und den ersten DEL-Treffer von Youngster Simon Seidl mit 4:1, doch die Löwen Frankfurt kamen wieder heran und sorgten auch nach dem 5:3 durch Justin Scott wieder für Spannung. Letztlich brachten die Hausherren den knappen Vorsprung aber über die Zeit und beendeten so ihre vier Spiele währende Niederlagenserie.

Ausgangslage

Am 42. Spieltag der PENNY DEL-Saison 2025/26 waren die Löwen Frankfurt am Pulverturm zu Gast. Aus den bisherigen 32 Aufeinandertreffen beider Teams in der DEL gingen die Straubing Tigers 17-mal als Sieger hervor, 15-mal gewannen die Löwen Frankfurt. Die letzten drei Duelle in dieser Spielzeit entschieden die Tigers allesamt für sich, so auch das letzte Spiel Mitte Dezember mit 7:3. Vor dem Spiel wurde Tom Pokel, langjähriger Trainer in Straubing und jetzt Trainer in Frankfurt, wegen seiner Verdienste um die Tigers geehrt.

Bei den Straubing Tigers kehrten die zuletzt verletzten Filip Varejcka und Linus Brandl ins Aufgebot zurück. Wade Allison, Danjo Leonhardt und Tyler Madden standen dagegen weiterhin verletzungsbedingt nicht zur Verfügung. Außerdem verzichtete Tigers-Headcoach Craig Woodcroft in der Aufstellung auf Ryan Merkley und Tobias Schwarz. Im Tor der Straubing Tigers erhielt heute erneut Henrik Haukeland den Vorzug vor Florian Bugl.

Bei den Gästen aus Frankfurt waren Carter Proft, Matthew Wedman, Sebastian Cimmermann, Dustin Tokarski, Philipp Bidoul und Dennis Lobach nicht im Lineup. Das Tor der Löwen hütete Mirko Pantkowski.

Spiel

Die erste Torchance des Spiels gehörte den Gästen: Nach einem geblockten Schuss kam der Puck zu Cameron Brace, der aus spitzem Winkel abzog, aber Henrik Haukeland war rechtzeitig zur Stelle (1. Spielminute). In der nächsten Situation hatten die Hausherren Glück, dass Ty Glover nach einem Pass aus der Verteidigung heraus nicht an die Hartgummischeibe kam – er wäre auf und davon gewesen. Die Tigers ihrerseits versuchten sich in den ersten Minuten hauptsächlich mit Schüssen aus der Distanz, die aber allesamt in der Defensive der Löwen hängen blieben oder von Goalie Mirko Pantkowski gehalten wurden. Nach gut fünf Minuten wurde eine Strafe gegen Ryan McKiernan wegen Halten des Stocks ausgesprochen. Dieser hatte kaum auf der Strafbank Platz genommen, da zappelte der Puck auch schon im Netz: Nach gewonnenem Bully von Tim Fleischer legte Nicolas Beaudin auf Zac Leslie ab, der den Onetimer nahm und somit auf 1:0 stellte (6. Min.). Und die Niederbayern legten nach: Zac Leslie zog ab, der abgefälschte Schuss wurde noch von Mirko Pantkowski abgewehrt, doch Skyler McKenzie stand goldrichtig vor dem Tor und drückte den Rebound zum 2:0 über die Linie (10. Min.). Mit einem abgefälschten Schuss kamen die Frankfurter zum Anschlusstreffer: Maksim Matushkin hielt von der blauen Linie drauf und Linus Fröberg gab dem Puck vor dem Tor eine entscheidende Richtungsänderung (13. Min.). Straubings Torwart war zudem die Sicht verstellt. Die Tigers zeigten sich davon unbeeindruckt: Nach feinem Pass in den Slot war Mike Connolly durch, Mirko Pantkowski entschärfte den Schuss jedoch. Michael Joyaux leistete sich dabei aber einen Stockschlag und musste für zwei Minuten in der Kühlbox Platz nehmen. Im zweiten Powerplay der Hausherren traf Stefan Loibl den Außenpfosten, ansonsten waren keine nennenswerten Torgelegenheiten zu verzeichnen. Zweieinhalb Minuten vor Drittelende kurvte Filip Varejcka vor das gegnerische Tor, der Abschluss wurde allerdings gerade noch rechtzeitig von einem Frankfurter Verteidiger unterbunden. Sowohl Elis Hede als auch Nick Halloran verfehlten bei einem Angriff wenige Sekunden vor Ende des ersten Abschnitts ihr Ziel knapp, somit blieb es beim Zwischenstand von 2:1 zur ersten Drittelpause.

Das zweite Drittel begann mit einem Doppelpass zwischen Elis Hede und Nick Halloran in der Offensivzone, aber bei Mirko Pantkowski war Endstation. Mit seinem ersten DEL-Tor sorgte Simon Seidl für das 3:1: Ein Querpass von Adrian Klein erreichte den Youngster, der den Puck unhaltbar für Pantkowski in den Winkel jagte (24. Min.). Minuten später schnappte sich Nick Halloran den Puck im eigenen Drittel und überlief Freund und Feind, kam aber nicht mehr zum Abschluss (27. Min). Auf der Gegenseite musste Henrik Haukeland bei einem Schuss von Daniel Wirt eingreifen, der einschussbereite Cameron Brace kam zum Glück für die Tigers nicht mehr an den Abpraller. Nick Beaudin bekam bei einem Schuss den Puck an den Kiefer, konnte wenig später aber wieder mitwirken. Wie einfach Eishockey manchmal sein kann, zeigte Zac Leslie in der 32. Spielminute: An der blauen Linie kam der Tigers-Verteidiger an die Scheibe, er hatte drei Spieler als Screen vor dem Torwart und so fand sein Handgelenkschuss den Weg in die Maschen zum 4:1 (32. Min.). Unmittelbar nach dem Wiederanspiel musste Henrik Haukeland einen Torversuch von Ty Glover mit der Stockhand abwehren. Kurz darauf kamen die Löwen zu ihrem zweiten Torerfolg: Diesmal hatte Haukeland keine Sicht und musste den Schuss von Daniel Wirt passieren lassen (35. Min.). Wegen Spielverzögerung musste Justin Scott für zwei Minuten von der Strafbank aus zuschauen. Die Hessen nutzten ihr Powerplay auch zum Anschlusstreffer, als Nathan Burns seinen Schläger in einen Blueliner von Maksim Matushkin hielt und den Puck damit ins Tor abfälschte (38. Min.). Die Löwen drängten nun auf den Ausgleich und hatten eine halbe Minute vor Drittelende die Riesenchance dazu: Timo Kose kam völlig frei vor Henrik Haukeland zum Abschluss, traf jedoch nur das Gestänge. Mit Glück retteten die Tigers den knappen Vorsprung in die Kabine.

Craig Woodcroft hatte in seiner Kabinenpredigt scheinbar die richtigen Worte gefunden, denn eine Minute nach Wiederbeginn erhöhte seine Mannschaft auf 5:3. Tim Fleischer spielte Justin Scott an, der frei auf Mirko Pantkowski zulief, sich den Puck auf die Rückhand legte und ihn von dort ins Tor beförderte. Kurz darauf krachte Skyler McKenzie Kopf voran in die Bande und blieb benommen liegen. Auch er konnte aber nach einem Wechsel Pause wieder mitwirken. Stephan Daschner nahm das Tor von der blauen Linie aus unter Beschuss, der Puck strich allerdings knapp am Kreuzeck vorbei. Mit Timo Kose (Stockschlag) und Nicolas Beaudin (unnötige Härte) musste von beiden Teams je ein Akteur auf der Sünderbank Platz nehmen, die Strafen ersetzten sich aber und somit wurde mit fünf gegen fünf weitergespielt. In Minute 48 wurde ein Puck von Filip Varejckas Schlittschuh gefährlich abgefälscht, Pantkowski wehrte mit dem Schoner ab. Tim Fleischer leistete sich ein Haken, das mit einer kleinen Strafe geahndet wurde. Und die Löwen Frankfurt nutzten auch ihr zweites Powerplay: Linus Fröberg brachte seine Farben mit einer Direktabnahme aus halbrechter Position auf 5:4 heran (49. Min.). In Straubings Hintermannschaft war nun die Verunsicherung greifbar. Nach dem Powerbreak versuchte es Nick Halloran mit einem Fernschuss, den Mirko Pantkowski aber problemlos mit dem Schoner am Tor vorbei lenken konnte. Nachdem Chris Wilkie Elis Hede mit seinem Schläger im Gesicht getroffen hatte, wurde der Frankfurter Spieler für zwei Minuten auf die Strafbank geschickt. Für die Tigers ergab sich damit sechs Minuten vor Spielende die Möglichkeit, in ihrem dritten Powerplay des Abends für die Vorentscheidung zu sorgen. Allerdings fanden sie nicht die Lücke für den Abschluss, konnten hier überhaupt nur zwei Schüssen anbringen. Wieder komplett bliesen nun die Löwen zur Jagd auf den neuerlichen Ausgleich. Bei einem Offensivbully zwei Minuten vor dem Ende verließ Mirko Pantkowski sein Gehäuse zugunsten eines sechsten Feldspielers. Cameron Brace probierte es aus halblinker Position, Henrik Haukeland war aber zur Stelle und hielt den knappen Vorsprung fest. Sowohl Marcel Brandt als auch Nathan Burns mussten wegen unnötiger Härte zum Abkühlen auf die Strafbank. Für Frankfurt verbuchten in der Folge Carter Rowney und Cameron Brace hervorragende Möglichkeiten zum Ausgleich, aber mit Glück und Geschick brachten die Tigers das knappe 5:4 über die Zeit.

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Die Highlights des Spiels auf Magenta Sport

Ausblick

Am Sonntagnachmittag reisen die Straubing Tigers zu den Iserlohn Roosters ins Sauerland (25.01.2026, 14:00 Uhr, Eissporthalle Iserlohn). Begleitet werden sie dabei von einem Fan-Sonderzug. Gegen die Nürnberg Ice Tigers bestreiten die Niederbayern am kommenden Dienstag ihr letztes Heimspiel vor der Olympia-Spielpause (27.01.2026, 19:30 Uhr, Eisstadion am Pulverturm, Straubing). In den Hauptrunden-Endspurt starten die Straubing Tigers dann am Mittwoch, den 25. Februar bei den Eisbären Berlin (25.02.2026, 19:30 Uhr, Uber Arena, Berlin).

Übertragung

Die Partien der PENNY DEL werden live bei MagentaSport übertragen. Im Normalfall ist auch unser Fanradio „Straubing Tigers on Air“ bei allen Spielen vor Ort und sendet über die App „Mixlr“ sowie via Internet.

Ticketing

Tickets für die Heimspiele können über das Online-Ticketing der Straubing Tigers unter https://tickets.tigershockey.de sowie gebührenfrei an allen bekannten Vorverkaufsstellen erworben werden. Auch die Stadionkassen sind ab 90 Minuten vor Spielbeginn geöffnet.

Straubing Tigers vs. Löwen Frankfurt 5:4 (2:1, 2:2, 1:1)

Tore: 1:0 (05:15) Leslie Z. (Beaudin N., Hede E., PP1); 2:0 (09:12) McKenzie S. (Leslie Z., Brandl L., EQ); 2:1 (12:01) Matushkin M. (Fröberg L., Brace C., EQ); 3:1 (23:01) Seidl S. (Klein A., Loibl S., EQ); 4:1 (31:27) Leslie Z. (Melnick J., Halloran N., EQ); 4:2 (34:20) Uba E. (Wirt D., Dunham N., EQ); 4:3 (37:57) Burns N. (Matushkin M., Wilkie C., PP1); 5:3 (41:12) Scott J. (Fleischer T., Varejcka F., EQ); 5:4 (48:02) Fröberg L. (Matushkin M., PP1).

Straubing Tigers: Haukeland (Bugl, Wieber) – Daschner, Brandt, Halloran, Melnick, Hede – Green, Beaudin, Seidl, Loibl, Connolly – Leslie, Klein, Fleischer, Brunnhuber, Varejcka – Zimmermann, Brandl, Scott, McKenzie.

Löwen Frankfurt: Pantkowski (Brenner) – McKiernan, McNeill, Wilkie, Rowney, Schweiger – Joyaux, Matushkin, Kose, Pfaffengut, Lilja – Wirt, Kose, Uba, Burns, Dunham – Pasanen, Brace, Fröberg, Glover.

Strafen: Straubing: 8 Minuten – Frankfurt: 10 Minuten

Zuschauer: 5.208

Schiedsrichter: S. Hunnius / D. Todam

Spielstätte: Eisstadion am Pulverturm, Straubing

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