Straubing verliert 1:4 gegen Augsburg

Sonntag, 18. Januar 2026
18.01.2026

Die Straubing Tigers verlieren ihr Sonntagsspiel gegen die Augsburger Panther mit 1:4. Nach dem Führungstreffer durch Stephan Daschner Mitte des ersten Drittels glichen die Gäste im zweiten Abschnitt aus und machten mit drei Treffern im dritten alles klar. Alexander Blank traf in einer phasenweise recht zerfahrenen Partie doppelt. Auch die Anwesenheit zahlreicher Spieler-Legenden der 90er-Jahre sowie das erste Heimspiel von Mike Connolly und Zac Leslie nach monatelanger Verletzungspause brachten den Tigers kein Glück.

Ausgangslage

Die Straubing Tigers richteten am Sonntagnachmittag zusammen mit dem „Verein zum Erhalt der Eishockey Historie Straubing e. V.“ einen Traditionsspieltag aus. Die Spieler trugen zu diesem Anlass ein Sondertrikot, das an die Saison 1994/95 angelehnt war, in der der EHC Straubing erstmals offiziell unter dem Beinamen „Die Tiger“ antrat. Außerdem wurde auf dem Stadionvorplatz ein Fanfest veranstaltet mit einem Infostand zur Straubinger Eishockeyhistorie und einer Trikotverlosung.

Die Augsburger Panther hatten ihr Freitagsspiel gegen die Löwen Frankfurt mit 6:3 gewonnen und standen vor dem 41. Spieltag mit 48 Punkten auf Rang elf und damit außerhalb der Playoff-Ränge. Allerdings betrug der Abstand auf den Zehntplatzierten Schwenningen lediglich drei Punkte.

Bei den Straubing Tigers standen Wade Allison, Danjo Leonhardt, Filip Varejcka, Linus Brandl, Tyler Madden und Tobias Schwarz nicht im Aufgebot. Das Tor der Hausherren hütete Henrik Haukeland.

Bei den Gästen um Bill Peters fehlten Alexandre Grenier (gesperrt), Liron Pellizzari, Leon van der Linde, Anthony Louis und T. J. Trevelyan. Im Tor der Gäste stand Peyton Jones.

Spiel

Nach zerfahrenem Beginn ohne echte Torchance bot sich den Gästen ab der fünften Minute die erste Powerplay-Gelegenheit. Die Strafe wegen zu vielen Spielern auf dem Eis saß Mike Connolly ab. Zudem musste kurz darauf auch noch Justin Scott wegen hohen Stocks in die Kühlbox, sodass die Panther mit fünf gegen drei weiterspielen konnten. Alexander Blank und Thomas Schemitsch nahmen zwar das Tigers-Tor aus der Halbdistanz unter Feuer, aber Henrik Haukeland war auf dem Posten und so verstrich das doppelte Überzahlspiel der Augsburger ungenutzt. Wieder komplett hatte Riley Damiani eine Riesenchance: Der Stürmer fing einen Straubinger Pass in deren Vorwärtsbewegung ab und lief alleine auf Haukeland zu, der aber auch im eins gegen eins nicht zu überwinden war. Die erste richtige Straubinger Torchance führte gleich zum Erfolg: Ein kapitaler Fehlpass der Gäste ging genau auf die Kelle von Marcel Brandt, der von der blauen Linie direkt abzog. Stephan Daschner fälschte den Puck vor dem Tor stehend noch unhaltbar für Peyton Jones ab (10:18). Der Tigers-Verteidiger erzielte damit das 1600. Heimspiel-Tor der Straubinger in ihrer DEL-Historie. Gleich nach dem Bully schickten die Schiedsrichter auch noch Fabrizio Pilu wegen Spielverzögerung für zwei Minuten vom Eis. Die Strafzeit blieb für die Schwaben jedoch folgenlos. In den Schlussminuten des ersten Drittels gelang es den Tigers erstmals, gehörig Druck auf das Gästetor aufzubauen. Zunächst hatten Zac Leslie, Nick Halloran und Justin Scott gute Gelegenheiten, die Führung auszubauen, aber bei Jones war jeweils Endstation. Dann kam Alex Green dreimal hintereinander zum Schuss, brachte den Puck aber nicht am Augsburger Keeper vorbei bzw. traf die Querlatte. So ging es mit 1:0 in die erste Pause.

Gleich nach Wiederbeginn lief Stefan Loibl frei auf das Gästetor zu, konnte aber nur aus spitzem Winkel abschließen und Jones schnappte sich den Puck mit der Fanghand. Doch Sekunden später bekam Ryan Button eine Strafzeit wegen Haltens aufgebrummt, wodurch die Tigers zum zweiten Mal in Überzahl spielen konnten. Die Hausherren hatten gute Chancen durch Connolly und Melnick. Dann brachte Schemitsch Elis Hede zu Fall und wurde mit zwei Strafminuten wegen Beinstellens bestraft. So waren die Tigers 42 Sekunden mit zwei Mann mehr auf dem Eis. Craig Woodcroft nahm eine Auszeit und stellte seine Spieler ein. Die Niederbayern machten jedoch zu wenig aus dieser guten Gelegenheit. Lediglich zwei Schüsse von Marcel Brandt und Nick Halloran sorgten für Gefahr, landeten aber in den Armen von Jones. Wieder komplett liefen die Gäste einen Zwei-auf-eins-Konter. Damianis Schuss wurde aber von Haukeland abgewehrt und Bast zielte bei seinem Nachschuss vorbei. Auf der Gegenseite hatte Adrian Klein bei einem schnellen Gegenstoß freie Schussbahn. Der Puck sprang aber von Jones´ Schulter über das Tor. In der Folge spielten sich die Tigers im gegnerischen Drittel fest und hatten kurz hintereinander mehrere gute Gelegenheiten – die beste vergab Justin Scott, der nach klasse Pass von Nicolas Beaudin mutterseelenalleine vor dem halbleeren Augsburger Tor stand, aber den Puck an den Schoner des Gäste-Goalies schoss. Gegen Ende des zweiten Abschnitts bekamen die Schwaben Oberwasser und prompt klingelte es im Straubinger Gehäuse. Damiani zog von der blauen Linie einfach mal ab und der Puck schlug – noch abgefälscht von einem Tigers-Verteidiger – im Tor ein (36:26). Haukeland war zudem durch viel Verkehr vor seinem Tor die Sicht verstellt. Mit 1:1 ging es in die zweite Pause.

Das letzte Drittel begann denkbar schlecht für die Hausherren: Alexander Blank schnappte sich an der eigenen blauen Linie den Puck und konnte weitgehend ungehindert auf das Straubinger Tor zulaufen, wo er den Puck mit einem trockenen Schuss ins Kreuzeck versenkte – 1:2 (40:34). Gästekeeper Jones bekam den Assist gutgeschrieben. Daschner hatte gleich darauf den Ausgleich auf dem Schläger, zielte aber auf Vorlage von Klein am Pfosten vorbei. In der 45. Minute bekamen die Gäste ihr zweites Powerplay zugesprochen, da Brandt wegen Hakens in die Kühlbox musste. Der Puck lief schnell durch die gegnerischen Reihen, aber Haukeland war gegen Schemitsch auf dem Posten. Nach Ablauf der Strafe drängten die Niederbayern auf den Ausgleich. Unter anderem scheiterte Simon Seidl auf Zuspiel von Ryan Merkley an Peyton Jones. Doch die Offensivbemühungen wurden durch eine Strafe gegen Tim Fleischer wegen Stockschlags gebremst. Im folgenden Überzahlspiel mussten Haukeland und Green gemeinsam gegen D.J. Busdeker klären. Auch gegen den auf ihn zustürmenden Blank war der Straubinger Goalie zur Stelle. Nach Ende der Strafzeit drängten die Tigers wieder auf den Ausgleich, liefen dabei aber im Anschluss an eine Merkley-Chance in einen Konter, den Busdeker eiskalt abschloss (52:48). Ein Aufbäumen gegen die drohende Niederlage gelang den Tigers angesichts schwindender Kräfte nicht mehr. Stattdessen musste Haukeland gleich zweimal in höchster Not gegen Moritz Elias klären. Straubings Trainer Craig Woodcroft nahm 2:45 Minuten vor Spielende seinen Goalie für einen sechsten Feldspieler vom Eis. Dies nutzten die Gäste Sekunden vor Schluss durch Blank zu einem Schuss ins verwaiste Tigers-Tor.

Ausblick

Für die Straubing Tigers stehen vor der Länderspielpause noch drei Spiele auf dem Programm. Kommendes Wochenende geht es zunächst gegen die Löwen Frankfurt (Freitag, 23.01.2026, 19:30 Uhr, Eisstadion am Pulverturm, Straubing) und die Iserlohn Roosters (Sonntag, 25.01.2026, 14:00 Uhr, Balver Zinn Arena, Iserlohn). Am Dienstag spielen die Tigers dann zuhause gegen die Nürnberg Ice Tigers (Dienstag, 27.01.2026, 19:30 Uhr, Eisstadion am Pulverturm, Straubing).

Übertragung

Magenta Sport strahlt alle Partien der PENNY DEL live aus. Im Normalfall ist auch unser Fanradio „Straubing Tigers on Air“ bei allen Spielen vor Ort und sendet über die App „Mixlr“ sowie via Internet.

Ticketing

Tickets für die Heimspiele können über das Online-Ticketing der Straubing Tigers unter https://tickets.tigershockey.de/ sowie gebührenfrei an allen bekannten Vorverkaufsstellen erworben werden. Auch die Stadionkassen sind ab 90 Minuten vor Spielbeginn geöffnet.

Straubing Tigers vs. Augsburger Panther 1:4 (1:0, 0:1, 0:3)

Tore: 1:0 (10:18) Daschner S. (Brandt M., EQ); 1:1 (36:26) Damiani R. (Bast J., EQ); 1:2 (40:34) Blank A. (Jones P., EQ); 1:3 (52:48) Busdeker D. (Kunyk C., EQ); 1:4 (59:47) Blank A. (EQ-EN).

Straubing Tigers: Haukeland (Bugl, Wieber) – Beaudin, Brandt, Halloran, Melnick, Hede – Green, Zimmermann, Fleischer, Loibl, Connolly – Merkley, Klein, Seidl, Brunnhuber, Scott – Leslie, Daschner, McKenzie.

Augsburger Panther: Jones (Garteig) – Schemitsch, Button, Blank, Wohlgemuth, Cramarossa – Bowey, Mayhew, Busdeker, Kunyk, Elias – Pilu, Renner, Bast, Damiani, Zwickl – Hanke, Henriquez-Morales, Wirth.

Strafen: Straubing: 8 Minuten – Augsburg: 6 Minuten

Zuschauer: 5.635 (ausverkauft)

Schiedsrichter: A. Ansons / Z. Pálkövi

Spielstätte: Eisstadion am Pulverturm, Straubing

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