Straubing unterliegt trotz Aufholjagd in Köln

Freitag, 2. Januar 2026
2.01.2026

Die Straubing Tigers zeigen in Köln Moral und kämpfen sich nach einem Zwei-Tore-Rückstand noch einmal zurück in die Partie, müssen sich am Ende jedoch mit 2:4 bei den Kölner Haie geschlagen geben. Trotz guter Phasen und intensiver Schlussminuten belohnen sich die Niederbayern nicht für ihren Aufwand.

Spiel

Der Start in die Partie verlief aus Straubinger Sicht alles andere als ideal. Die Kölner Haie nutzten ihre erste gute Möglichkeit. Bereits nach 1:45 Minuten brachte Maximilian Kammerer die Gastgeber früh in Führung. Die Tigers wirkten in der Anfangsphase noch unsortiert und fanden zunächst nur schwer ins Spiel. Eine erste große Chance auf den Ausgleich bot sich Mario Zimmermann, dessen Abschluss jedoch genau im Handschuh von Felix Brückmann landete. Mit zunehmender Spielzeit wurde Straubing aktiver. Besonders Nick Halloran sorgte mit seinem Tempo immer wieder für Unruhe in der Kölner Defensive, die Tigers kamen nun besser in den Spielaufbau und hielten sich vermehrt im Drittel der Haie auf. Trotz der steigenden Spielanteile blieb die Effizienz auf Seiten der Gastgeber. Eine große Straubinger Möglichkeit blieb ungenutzt und im direkten Gegenzug schlug Köln erneut zu. Nate Schnarr erhöhte in der 16:22 Minute auf 2:0. Kurz vor der ersten Pause musste Marcel Brandt wegen hohen Stocks auf die Strafbank (19:12), sodass die Tigers mit einem Rückstand in die erste Drittelpause gingen.

Das zweite Drittel begann für die Tigers erneut in Unterzahl. In dieser Phase erspielte sich Köln mehrere Möglichkeiten, ehe Straubing wieder vollzählig wurde. Kurz darauf blieb Stephan Daschner nach einem hohen Stock kurz liegen, Parker Tuomie musste dafür in der 21:43 Minute auf die Strafbank. Das anschließende Powerplay der Tigers brachte jedoch keine klaren Torchancen. Kaum wieder komplett, schlugen die Gastgeber zu: Frederik Storm erhöhte in der 23:51 Minute auf 3:0. In der Folge blieb Köln zunächst spielbestimmend und kam zu Chance um Chance. Straubing hatte jedoch ebenfalls gute Möglichkeiten, unter anderem durch Ryan Merkley, der stark durch die Kölner Defensive skatet und noch den Pass auf Tyler Madden sucht. Auch Stefan Loibl kam nach starker Puckeroberung gemeinsam mit Tim Fleischer zum Abschluss, verfehlte das Tor jedoch knapp. Madden hatte wenig später ebenfalls eine große Gelegenheit. Dann folgte die beste Phase der Tigers. In der 29:19 Minute erzielte Nick Halloran den ersten Straubinger Treffer und brachte sein Team zurück ins Spiel. Nur 24 Sekunden später war es Justin Scott, der nach Zuspiel von Danjo Leonhardt auf 3:2 verkürzte. Die Tigers waren nun voll im Spiel und drängten auf den Ausgleich. Halloran legte wenig später mustergültig für Loibl auf, der jedoch erneut knapp verzog. In dieser Phase zeigte auch Straubings Goalie Bugl starke Paraden, während Abschlüsse von Fleischer, Zimmermann und erneut Loibl für Gefahr sorgten. Doch kurz vor der zweiten Pause nutzte Köln eine schnelle Passfolge eiskalt aus: Nate Schnarr stellte in der 37:42 Minute den alten Zwei-Tore-Abstand wieder her. Mit einem 4:2-Rückstand ging es für die Tigers in die zweite Drittelpause.

Im Schlussdrittel drängten die Tigers auf den erneuten Anschluss, fanden jedoch immer wieder ihren Meister im Kölner Torhüter Felix Brückmann, der mehrere gute Abschlüsse entschärfte. Straubing investierte viel in den Spielaufbau und kam nach längeren Angriffssequenzen zu Möglichkeiten durch Mario Zimmermann, Alex Green und Elis Hede, doch der Puck wollte nicht den Weg ins Tor finden. Nach einer Stockschlag-Strafe gegen Vittasmäki (49:09) bot sich den Tigers nochmals eine Überzahlgelegenheit. Auch hier gelang es jedoch nicht, entscheidenden Druck zu erzeugen oder den Rückstand zu verkürzen. Die Kölner Haie verteidigten kompakt und ließen nur wenig zu. In der Schlussphase nahm Straubing noch einmal alles Risiko: 3:07 Minuten vor dem Ende verließ Torhüter Bugl zugunsten eines zusätzlichen Feldspielers das Eis. Trotz intensiver Druckphase und viel Präsenz im Kölner Drittel blieb ein weiterer Treffer aus. So blieb es im dritten Abschnitt torlos, und die Tigers mussten sich am Ende geschlagen geben.


Ausblick

Am kommenden Sonntag steht für die Straubing Tigers das nächste Heimspiel am Pulverturm an, wenn der ERC Ingolstadt in Straubing zu Gast ist (04.01.2026, 16:30 Uhr, Eisstadion am Pulverturm). Bereits zwei Tage später folgt das nächste Heimspiel, wenn die Adler Mannheim ihre Visitenkarte in Niederbayern abgeben (06.01.2026, 19:00 Uhr, Eisstadion am Pulverturm). Den Abschluss der Heimspielserie bildet das Duell mit dem EHC Red Bull München, der am Freitagabend am Pulverturm gastiert (09.01.2026, 19:30 Uhr, Eisstadion am Pulverturm).

Übertragung

Die Partien der PENNY DEL werden live bei MagentaSport übertragen. Im Normalfall ist auch unser Fanradio „Straubing Tigers on Air“ bei allen Spielen vor Ort und sendet über die App „Mixlr“ sowie via Internet.

Ticketing

Tickets für die Heimspiele können über das Online-Ticketing der Straubing Tigers unter https://tickets.tigershockey.de sowie gebührenfrei an allen bekannten Vorverkaufsstellen erworben werden. Auch die Stadionkassen sind ab 90 Minuten vor Spielbeginn geöffnet.

Kölner Haie vs. Straubing Tigers 4:2 (2:0; 2:2; 0:0)

Tore: 1:0 (01:45) Kammerer M. (Aubry L., Storm F., EQ); 2:0 (16:22) Schnarr N. (Kero T., EQ); 3:0 (23:51) Storm F. (Tuomie P., Muller Mor., EQ); 3:1 (29:19) Halloran N. (Madden T., Brandt M., EQ); 3:2 (29:43) Scott J. (Leonhardt D., Green A., EQ); 4:2 (37:42) Schnarr N. (Kaski O., Kero T., EQ).

    Kölner Haie: Brückmann (Ancicka) – Kaski, Austin, Russell, Schnarr, Kero – Müller, Vittasmäki, Bokk, Aubry, Tuomie – Kemiläinen, Sennhenn, Storm, Tyrväinen, Kammerer – —, Glötzl, Van Calster, MacInnis, Münzenberger.

    Straubing Tigers: Bugl (Haukeland) – Beaudin, Brandt, Halloran, Madden, Loibl – Green, Zimmermann, McKenzie, Leonhardt, Scott – Merkley, Klein, Fleischer, Brunnhuber, Varejcka – Daschner, —, —, Melnick, Hede.

    Strafen: Köln: 4 Minuten – Straubing: 2 Minuten

    Zuschauer: 18.600

    Schiedsrichter: Andre Schrader / David Cespiva

    Spielstätte: Lanxess Arena, Köln

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