Straubing Tigers verlieren Spiel drei gegen Berlin mit 2:4

Sonntag, 29. März 2026
29.03.2026

Durch eine 2:4-Heimspielniederlage am Sonntagnachmittag liegen die Straubing Tigers mit 1:2 in der Serie gegen die Eisbären Berlin zurück. Die Gäste präsentierten sich dabei abgezockt und nutzten die Fehler in der Tigers-Defensive konsequent aus. Zwar konnten die Niederbayern einen zweimaligen Rückstand egalisieren, doch mit einem Doppelschlag im Mittelabschnitt stellte der amtierende Meister die Weichen auf Sieg.

Ausgangslage

Nach dem 5:1-Heimsieg der Straubing Tigers im ersten Playoff-Viertelfinalspiel und der knappen 1:2 Niederlage auswärts in Berlin war aus dem „Best of Seven“ ein „Best of Five“ geworden. Am Palmsonntag kehrte die Serie für Spiel drei an den Pulverturm zurück.

Bei den Straubing Tigers waren Wade Allison, Linus Brandl, Skyler McKenzie, Mario Zimmermann und Tobias Schwarz nicht mit von der Partie. Im Tor der Niederbayern stand erneut Henrik Haukeland.

Die Eisbären Berlin traten ohne Jake Hildebrand, Mitch Reinke, Korbinian Geibel, Markus Niemeläinen, Blaine Byron, Marco Nowak und Patrick Khodorenko an. Das Tor der Eisbären hütete Jonas Stettmer.

Spiel

Die erste dicke Chance des Spiels gehörte den Gästen aus Berlin bereits nach 25 Sekunden: Die Tigers verpassten die Befreiung aus der eigenen Zone, der Puck kam zum freistehenden Andreas Eder, der aber mit der Rückhand an Henrik Haukeland scheiterte. Nach dreieinhalb Minuten tauchten auch die Hausherren zum ersten Mal gefährlich vor dem gegnerischen Gehäuse auf: Nick Halloran tankte sich durch, doch auch Jonas Stettmer war auf dem Posten. Im Gegenzug gingen die Eisbären in Führung: Ein abgefälschter Schuss von Les Lancaster erwischte Haukeland auf dem falschen Fuß (4. Min.). Nach einem Crosscheck von Ryan Merkley und anschließender übertriebener Härte von Yannick Veilleux füllten sich die Strafbänke zum ersten Mal – weiter gespielt wurde aber mit fünf gegen fünf. Auch in der Folge wurde jeder Check zu Ende gefahren und keine Gelegenheit ausgelassen, körperliche Duftmarken zu setzen: Justin Scott und Eric Mik gesellten sich in der Kühlbox dazu. Nach einem schönen Spielzug von Tyler Madden bekam Elis Hede die Gelegenheit zum Abschluss, seine Direktabnahme war jedoch zu zentral auf den Berliner Goalie Stettmer (6. Min.). In der nächsten Situation vor dem Berliner Gehäuse konnte Stettmer den Puck jedoch nicht sichern, Danjo Leonhardt und Mike Connolly arbeiteten gut vor dem Tor nach und der Kapitän der Tigers beförderte die Hartgummischeibe zum Ausgleich in die Maschen (7. Min.). Nick Halloran spielte die nächste gute Tormöglichkeit für die Niederbayern heraus, allerdings kam Stefan Loibl im hohen Slot nicht mehr rechtzeitig an den Puck. Zwei Fehlpässe im Straubinger Aufbauspiel bestraften die Berliner mit der erneuten Führung: Marcel Noebels fälschte den abschließenden Schuss von Les Lancaster unmittelbar vor Haukeland unhaltbar zum 1:2 ab (11. Min.). Gegen Tim Brunnhuber wurde eine zweiminütige Strafe wegen Behinderung verhängt und damit mussten die Tigers zum ersten Mal an diesem Nachmittag in Unterzahl agieren. Justin Scott hätte da um ein Haar einen Shorthander erzielt, doch Stettmer entschärfte den Schuss. Die Eisbären zogen in der Folge ihr Powerplay auf, mit vereinten Kräften und Henrik Haukeland im Tor verhinderten die Gastgeber aber einen höheren Rückstand. Wieder komplett brachte Zac Leslie einen Fernschuss an, der knapp am Eisbären-Tor vorbei strich (17. Min.). Drei Minuten vor der Drittelpause offenbarten die Tigers arge Auflösungserscheinungen in ihrer Defensive, der völlig alleingelassene Manuel Wiederer verpasste es jedoch, den dritten Treffer für seine Farben zu markieren. Die Tigers-Offensive tauchte indes immer wieder gefährlich vor Stettmer auf – ohne dass der Ausgleichstreffer fallen wollte. Mit einem 1:2-Rückstand ging das Team von Craig Woodcroft zum ersten Seitenwechsel.

Der Mittelabschnitt begann mit einem Powerplay für Straubing: Nach einem Halten wanderte Jonas Müller auf die Sünderbank. Und das Special Team der Niederbayern stach: Tim Fleischer passte quer durch die Box und fand in Marcel Brandt einen Abnehmer, der im ersten Anlauf zwar noch an Stettmer hängen blieb, den Nachschuss aber zum neuerlichen Ausgleich verwandelte (23. Min.). Doch die Tigers mussten einen neuerlichen Nackenschlag hinnehmen: Nachdem über einen längeren Zeitraum die Befreiung aus der eigenen Zone nicht gelang, fälschte Lean Bergmann einen Schlenzer von Eric Hördler vor Haukeland zum 2:3 aus Straubinger Sicht ab (27. Min.). Und es kam noch schlimmer für die Niederbayern, denn nach einem Schlägerbruch bei einem Schlagschuss der Tigers eröffnete sich ein Zwei-auf-Eins Konter für die Eisbären, den Ty Ronning zum 4:2 abschloss (29. Min.). Die Eisbären verlagerten sich nun darauf, aus einer sicheren Defensive Konter zu fahren – und erarbeiteten sich damit ein ums andere Mal gefährliche Torchancen. Doch nach einem sehenswerten Solo von Ryan Merkley in der 36. Minute wusste sich Ty Ronning nur mit einem Beinstellen zu helfen und musste dafür die beiden folgenden Minuten von der Strafbank aus zuschauen. Das folgende Überzahlspiel konnten die Tigers allerdings nicht nutzen. Die restliche Spielzeit in diesem zweiten Drittel verlief ohne nennenswerte Höhepunkte, sodass es bis zur zweiten Pausensirene beim Zwischenstand von 2:4 blieb.

Nach einem Beinstellen durch Les Lancaster hatten die Tigers nach einer Minute im dritten Drittel erneut Powerplay. Durch Stefan Loibl und Elis Hede hatten die Tigers auch zwei gute Gelegenheiten auf den Anschlusstreffer, doch Jonas Stettmer gab keine Lücke her. Moritz Kretzschmar war der nächste Eisbären-Spieler, der nach einem Crosscheck eine Zwei-Minuten-Strafe aufgebrummt bekam. Dazu gesellten sich auf Seiten der Tigers Danjo Leonhardt und Adam Smith bei den Berlinern. Damit erneut Powerplay für Straubing. Nicolas Beaudin zog nach einem Pass von Tim Fleischer auch schön vor das gegnerische Tor – allein der Abschluss war zu unplatziert. Durch den Schuss von Tyler Madden war Stettmer ebenfalls nicht zu bezwingen und kurze Zeit später waren die Eisbären wieder komplett. Auch bei einer Strafe gegen Yannick Veilleux wegen hohen Stocks schafften die Niederbayern den Anschluss nicht. Zwar lief die Scheibe gut durch die Reihen, allerdings fehlte vor dem Tor die Durchschlagskraft. Langsam aber sicher lief den Hausherren die Zeit davon. Viereinhalb Minuten vor Ende zielte Stefan Loibl bei einem Schuss aus halbrechter Position neben das Tor. Bei noch drei Minuten auf der Uhr verließ Henrik Haukeland sein Tor zugunsten eines sechsten Feldspielers. Doch wie schon gehabt fanden die Straubinger auch mit einem Mann mehr kein Durchkommen und so war die Niederlage besiegelt.

Ausblick

Das vierte Spiel der „Best of Seven“-Serie findet am kommenden Dienstag in Berlin statt (31.03.2026, 19:30 Uhr, Uber Arena, Berlin), Spiel fünf am Gründonnerstag wiederum in Straubing (02.04.2026, 19:30 Uhr, Eisstadion am Pulverturm, Straubing). Ein mögliches sechstes Spiel steigt am Karsamstag in der Bundeshauptstadt (04.04.2026, 16:30 Uhr, Uber Arena, Berlin). Sollte ein siebtes Spiel am Ostermontag erforderlich sein, dann haben die Tigers Heimrecht – die genaue Anspielzeit steht noch nicht fest (06.04.2026, Eisstadion am Pulverturm, Straubing).

Übertragung

Die Partien der PENNY DEL werden live bei MagentaSport übertragen. Im Normalfall ist auch unser Fanradio „Straubing Tigers on Air“ bei allen Spielen vor Ort und sendet über die App „Mixlr“ sowie via Internet.

Ticketing

Tickets für die Heimspiele können über das Online-Ticketing der Straubing Tigers unter https://tickets.tigershockey.de sowie gebührenfrei an allen bekannten Vorverkaufsstellen erworben werden. Sollten noch Tickets verfügbar sein, sind die Stadionkassen in den Playoffs ab 90 Minuten vor Spielbeginn geöffnet.

Straubing Tigers vs. Eisbären Berlin 2:4 (1:2, 1:2, 0:0)

Tore: 0:1 (03:43) Lancaster L. (Eder A., EQ); 1:1 (06:29) Connolly M. (Loibl S., Leonhardt D., EQ); 1:2 (10:01) Noebels M. (EQ); 2:2 (22:01) Brandt M. (Fleischer T., Beaudin N., PP1); 2:3 (26:54) Bergmann L. (Hördler E., EQ); 2:4 (28:04) Ronning T. (EQ).

Straubing Tigers: Haukeland (Bugl, Wieber) – Leslie, Brandt, Halloran, Madden, Hede – Green, Beaudin, Loibl, Leonhardt, Connolly – Merkley, Klein, Fleischer, Brunnhuber, Varejcka – Daschner, Seidl, Melnick, Scott.

Eisbären Berlin: Stettmer (Neiße, Wolter) – Wissmann, Müller, Pföderl, Kirk, Tiffels – Lancaster, Mik, Ronning, Eder, Noebels – Smith, Kretzschmar, Dea, Vikingstad, Veilleux – Bergmann, Wiederer, Hördler.

Strafen: Straubing: 8 Minuten – Berlin: 16 Minuten

Zuschauer: 5.635 (ausverkauft)

Schiedsrichter: A. Ansons / G. Hebert

Spielstätte: Eisstadion am Pulverturm, Straubing

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