Straubing Tigers halten die Serie mit zweitem Sieg am Leben

Donnerstag, 2. April 2026
2.04.2026

Die Straubing Tigers erkämpften sich am Donnerstag mit viel Engagement und Leidenschaft einen vollauf verdienten 2:1-Sieg nach Verlängerung gegen die Eisbären Berlin und kamen damit in der Serie wieder auf 2:3 heran. Ein unglückliches Straubinger Eigentor im ersten Drittel glich Wade Allison im zweiten Abschnitt aus. In der Verlängerung sorgte Elis Hede für den umjubelten Siegtreffer.

Ausgangslage

Nach furiosem Start in die Playoffs mit einem 5:1-Heimsieg mussten die Straubing Tigers zuletzt drei knappe Niederlagen in Folge hinnehmen. Die Eisbären Berlin hatten daher am Gründonnerstag bereits die erste Möglichkeit, die Serie für sich zu entscheiden. Wieder einmal herausragend ist auf Seiten der Gäste Ty Ronning mit vier Toren und drei Vorlagen. Einen großen Unterschied machten bisher die Special Teams aus: Während die Eisbären in drei von elf Überzahlsituationen erfolgreich waren, trafen die Tigers nur ein Mal in 16 Powerplays.

Bei den Straubing Tigers standen Stephan Daschner, Zac Leslie, Linus Brandl, Josh Melnick und Tobias Schwarz nicht im Aufgebot. Das Tor der Hausherren hütete Henrik Haukeland.

Bei den Gästen um Cheftrainer Serge Aubin fehlten Korbinian Geibel, Mitch Reinke, Kai Wissmann, Blaine Byron und Patrick Khodorenko. Im Tor der Gäste stand Jonas Stettmer.

Spiel

Schon nach wenigen Sekunden sorgte Marcel Noebels für einen Schreckmoment, als er völlig alleingelassen vor Henrik Haukeland auftauchte. Sein Puck wurde vom Straubinger Goalie gerade noch mit dem Stock am Pfosten vorbeigelenkt. Es dauerte dreieinhalb Minuten, ehe auch die Tigers erstmals vor das Gästetor kamen. Tyler Madden zog von Höhe des Bullypunktes ab. Sein verdeckter Schuss wurde vom Schlittschuh von Markus Niemeläinen noch gefährlich abgelenkt, ging aber neben das Tor. Auch die Schussversuche von Ryan Merkley und Wade Allison wurden von Berliner Spielern geblockt und fanden nicht den Weg in die Maschen. Dies gelang im Gegenzug Eric Mik, dessen Schlenzer von der blauen Linie unglücklich durch einen Straubinger Spieler ins eigene Tor abgefälscht wurde (09:47). Die Hausherren blieben am Drücker und kombinierten sich in der Folge auch oftmals schnell ins gegnerische Drittel, zwingende Aktionen vor dem Tor blieben jedoch Mangelware. Die beste Gelegenheit zum Ausgleich hatte in der 18. Minute Elis Hede, der nach klasse Pass von Adrian Klein seinen Schuss aus kurzer Distanz an den Außenpfosten setzte. Da die Tigers trotz enormem Einsatz zu wenig aus ihren Chancen machten, ging es mit einer knappen Gästeführung zum ersten Mal in die Kabine.

Das zweite Drittel wurde durch einen Schuss von der blauen Linie von Marcel Brandt eingeleitet, der aber am Pfosten vorbeistrich. Großes Pech hatten die Tigers Sekunden später, als ein Schuss von Stefan Loibl Stettmer zwischen Schoner und Fanghand durchrutschte, aber am Tor vorbeitrudelte. Ein verdeckter Schuss von Merkley wurde vom Berliner Goalie abgewehrt. In der 27. Minute dann endlich die Erlösung: Wade Allison zog vom Bullypunkt ab und der Puck schlug über der Stockhand von Stettmer, dem durch zwei Spieler die Sicht verstellt war, im Netz ein (26:11). Jonas Müller versuchte wenig später mit einem Bauerntrick, sein Team wieder in Front zu bringen, doch Haukeland ließ sich davon nicht überraschen. Nach dem zweiten Powerbreak fälschte Jean-Sébastien Dea einen Schuss von Andreas Eder gefährlich ab, aber auch diesmal war der Straubinger Goalie auf dem Posten. Nach einem langen Pass lief Tim Fleischer alleine auf das gegnerische Tor zu, wurde aber im letzten Moment von Moritz Kretzschmar umgerissen. Die Schiedsrichter entschieden jedoch sehr zum Ärger des Straubinger Publikums nicht auf Penalty. Das gellende Pfeifkonzert war noch nicht verklungen, als sich Merkley gut durchtankte, am Ende aber nicht mehr genug Druck hinter seinen Schläger brachte und mit seinem Schussversuch am Schoner von Stettmer scheiterte. Auf der Gegenseite wehrte Haukeland einen verdeckten Schuss von Jonas Müller ab. Somit endete das zweite Drittel mit dem Spielstand von 1:1.

Die erste Chance im letzten Abschnitt hatten die Gäste, als nach einem Puckverlust hinter dem Straubinger Tor Markus Niemeläinen aus zentraler Position frei zum Schuss kam. Haukeland war aber mit der Fanghand zur Stelle. Wenig später zog Niemeläinen erneut ab. Der Puck sprang von der Bande zurück und Kretzschmar versuchte ihn über die Linie zu drücken. Doch bei Haukeland war wiederum Endstation. Im Gegenzug brachte Mike Connolly seinen Nachschuss – nach einem Brandt-Hammer von der blauen Linie – nicht an Stettmer vorbei. Filip Varejcka passte kurz darauf auf den im Slot freistehenden Simon Seidl, dessen Schuss in der Fanghand des Berliner Goalies landete. Das Momentum lag nun eindeutig auf Straubinger Seite. Trotzdem sorgten die Gäste auch immer wieder für Gefahr. In der 48. Minute fuhren etwa Jean-Sébastien Dea und Les Lancaster einen Konter und versuchten Haukeland auszuspielen. Der letzte Pass kam dann aber nicht an. In der 52. Minute verhängte das Schiedsrichtergespann die erste Strafzeit des Spiels gegen Skyler McKenzie wegen Checks gegen den Kopf, die aber für die Hausherren folgenlos blieb. Kaum waren die Straubinger wieder komplett, kam es zu einem Gerangel zwischen Marcel Brandt und Lean Bergmann, weswegen beide wegen unnötiger Härte in die Kühlbox mussten. Vier Minuten vor Ende erarbeiteten sich Allison und Connolly eine weitere Großchance. Wieder war aber Stettmer nicht zu überwinden. Im Gegenzug bewahrte Haukeland mit einem Monstersafe gegen Liam Kirk seine Mannen vor dem Rückstand. In der letzten Spielminute versuchten Ryan Merkley und Tyler Madden noch vergeblich, den Siegtreffer für die Straubinger zu erzwingen. So musste die Verlängerung die Entscheidung bringen.

Die Hausherren bauten in der Overtime sogleich wieder Druck auf. Connolly, Loibl, Madden und Hede prüften kurz hintereinander den Gästegoalie. Ein Beinstellen von Ty Ronning gegen Stefan Loibl bescherte den Tigers in der 67. Minute ihr erstes Powerplay und das sorgte für die vielumjubelte Entscheidung: Elis Hede nahm nach einem klasse Querpass von Danjo Leonhardt genau Maß und hämmerte den Puck in den Winkel (67:24).

Ausblick

Am Samstag treten die Tigers zum sechsten Viertelfinalspiel in Berlin an (04.04., 16:30 Uhr, Uber Arena, Berlin). Im Falle eines Straubinger Sieges findet das entscheidende siebte Spiel am Ostermontag (06.04., 19:00 Uhr, Eisstadion am Pulverturm, Straubing) statt.

Übertragung

Magenta Sport strahlt alle Partien der PENNY DEL live aus. Im Normalfall ist auch unser Fanradio „Straubing Tigers on Air“ bei allen Spielen vor Ort und sendet über die App „Mixlr“ sowie via Internet.

Ticketing

Sofern noch Tickets für die Heimspiele verfügbar sind, können diese über das Online-Ticketing der Straubing Tigers unter https://tickets.tigershockey.de/ sowie gebührenfrei an allen bekannten Vorverkaufsstellen erworben werden. Auch die Stadionkassen sind ab 90 Minuten vor Spielbeginn geöffnet.

Straubing Tigers vs. Eisbären Berlin 2:1 n. V. (0:1, 1:0, 0:0, 1:0)

Tore: 0:1 (09:47) Mik E. (Niemeläinen M., Eder A., EQ); 1:1 (26:11) Allison W. (EQ); 2:1 (67:24) Hede E. (Leonhardt D., Brandt M., PP1).

Straubing Tigers: Haukeland (Bugl, Wieber) – Zimmermann, Brandt, Madden, Leonhardt, Hede – Green, Beaudin, Halloran, Loibl, Connolly – Merkley, Klein, Fleischer, Scott, Varejcka – Seidl, Allison, Brunnhuber, McKenzie.

Eisbären Berlin: Stettmer (Neiße, Hildebrand) – Lancaster, Müller, Pföderl, Kirk, Tiffels – Niemeläinen, Mik, Ronning, Eder, Noebels – Smith, Kretzschmar, Dea, Vikingstad, Veilleux – Nieleck, Bergmann, Wiederer, Hördler.

Strafen: Straubing: 4 Minuten – Berlin: 4 Minuten

Zuschauer: 5.635 (ausverkauft)

Schiedsrichter: Andre Schrader – Jackson Kozari

Spielstätte: Eisstadion am Pulverturm, Straubing

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