Straubing Tigers gewinnen Derby gegen Ingolstadt mit 6:3

Sonntag, 4. Januar 2026
4.01.2026

Die Straubing Tigers setzten sich im Derby Niederbayern gegen Oberbayern verdient mit 6:3 durch. Zwar ging das Team von Craig Woodcroft mit einem 1:2-Rückstand aus dem ersten Abschnitt, drehte das Spiel aber mit zwei Toren im Mitteldrittel und sorgte mit drei weiteren Treffern im Schlussabschnitt für klare Verhältnisse. Mann des Spiels auf Seiten der Straubinger war Nick Halloran mit einem Tor und drei Assists. Durch diesen Sieg schieben sich die Niederbayern auf Tabellenplatz drei vor.

Ausgangslage

Zum ersten Heimspiel des Jahres 2026 waren die Panther aus Ingolstadt am Pulverturm zu Gast. In den bisherigen 80 DEL-Begegnungen beider Teams konnten die Straubing Tigers das Eis 35-mal als Sieger verlassen. Die letzten beiden Aufeinandertreffen in dieser Saison gingen jeweils an Ingolstadt, zuletzt Ende Oktober mit 6:4.

Bei den Straubing Tigers konnten neben den Langzeitverletzten Mike Connolly und Zac Leslie auch Wade Allison und Linus Brandl noch nicht wieder mitwirken. Nach ihren Einsätzen bei der U20-WM standen Simon Seidl und Tobias Schwarz nicht im Lineup, ebenso war Florian Bugl nicht aufgeboten. Im Tor setzte Headcoach Craig Woodcroft auf Henrik Haukeland.

Gästetrainer Mark French konnte personell aus dem Vollen schöpfen. In der Aufstellung der Ingolstädter fehlten Devin Williams, Philipp Preto, Samir Kharboutli, Myles Powell und Nico Pertuch. Brett Brochu stand im Tor der Panther.

Spiel

Die erste Chance des Spiels gehörte den Hausherren, als Tyler Madden nach anderthalb Minuten vor das gegnerische Tor zog, mit seinem Schuss das Ziel aber knapp verfehlte. Eine Minute später gingen die Tigers in Führung: Danjo Leonhardt blieb mit seinem ersten Versuch noch an Brett Brochu hängen, setzte aber nach und traf aus spitzem Winkel (3. Spielminute). Mit ihrer ersten Torgelegenheit glichen die Ingolstädter jedoch direkt aus: Riley Sheen kam im Angriffsdrittel etwas glücklich an den Puck, fackelte nicht lange und tunnelte Henrik Haukeland (6. Min.). In der zehnten Minute ließen die Tigers gleich zwei aussichtsreiche Möglichkeiten liegen: Zunächst scheiterte Tim Fleischer mit einem Rückhandschuss, und auch Nick Halloran brachte die Hartgummischeibe nicht an Brett Brochu vorbei. Auf der Gegenseite wurde Chris Jandric von hinter dem Tor bedient, Henrik Haukeland war aber auf dem Posten (13. Min.). Für Straubing probierte es Stefan Loibl mit einer Direktabnahme von der blauen Linie, die allerdings ebenso abgewehrt wurde. Justin Scott startete zusammen mit Skyler McKenzie einen Zwei-auf-Eins-Konter, entschied sich für den Schuss, aber erneut war Brett Brochu die Endstation. Das Auslassen der zahlreichen Torgelegenheiten sollte sich rächen: Im direkten Gegenzug konnte Henrik Haukeland einen Schuss von Daniel Schmölz nicht festhalten und Riley Barber drückte den Puck über die Linie. Nach Überprüfung des Videobeweises wurde das Tor gegeben (19. Min.). Die Tigers mussten also mit einem 1:2-Rückstand zum ersten Seitenwechsel, obwohl sie mehr Spielanteile und auch die besseren Chancen gehabt hatten.

Mit einem feinen Spielzug stellten die Gastgeber gleich zu Beginn des Mittelabschnitts alles wieder auf Anfang: Danjo Leonhardt schnappte sich den Puck in der eigenen Zone, ließ Freund und Feind stehen und hatte vor dem Tor das Auge für den mitgelaufenen Skyler McKenzie. Dieser vollendete aus nächster Nähe zum 2:2-Ausgleich (21. Min.). In den folgenden Minuten setzten beide Teams durchaus offensive Akzente, kamen aber nicht zu vielversprechenden Abschlüssen – auch, da die Defensivreihen gut standen und alles abfingen. Skyler McKenzie hatte zur Hälfte des Spiels das leere Tor vor sich, aus spitzem Winkel brachte er den Puck aber nicht im Gehäuse unter. In der Folge setzten sich die Niederbayern minutenlang im gegnerischen Drittel fest, die Panther konnten nicht wechseln und bekamen zusehends schwere Beine. Schließlich gelang den Gästen die Befreiung. Doch direkt im nächsten Angriff gingen die Straubinger wieder in Führung: Tyler Madden passte auf den langen Pfosten, wo Marcel Brandt lauerte und den Puck sehenswert durch die eigenen Beine an Brett Brochu vorbeischob (33. Min.). In der 34. Spielminute bekamen die Gäubodenstädter die erste Strafzeit der Partie auferlegt: Justin Scott wanderte wegen eines Stockchecks für zwei Minuten auf die Strafbank. Die Panther fanden zwar schnell in ihre Aufstellung, fanden aber kein Durchkommen. Ein Handgelenkschuss von Riley Sheen, der am Tor vorbeistrich, war noch die beste Möglichkeit. Wenig später waren die Tigers wieder komplett und starteten ihren nächsten Angriff über Josh Melnick, der auf den freistehenden Tim Fleischer ablegte. Allerdings war Brett Brochu rechtzeitig zur Stelle (37. Min.). Für Ingolstadt versuchte es Daniel Schmölz mit einem Alleingang, aber auch Henrik Haukeland war auf dem Posten. Kurz vor Drittelende musste Alex Green noch einmal Kopf und Kragen riskieren, um einen Konter der Schanzer zu unterbinden. Er schmiss sich in den Querpass und somit blieb es zur zweiten Pause bei der knappen 3:2-Führung für die Tigers.

Die Hausherren kamen druckvoll aus der Kabine. Und sie wurden für ihre Bemühungen belohnt, wenn auch etwas glücklich: Ein Distanzschuss von Mario Zimmermann wurde von einem Verteidiger der Panther unhaltbar für Brett Brochu ins eigene Netz abgefälscht (44. Min.). Die Oberbayern mühten sich, zum Anschlusstreffer zu kommen, obwohl sie zusehends schwere Beine hatten. In der 50. Spielminute hatte Riley Sheen freie Bahn, aber Henrik Haukeland zuckte kurz mit seiner Fanghand und wehrte den Schuss ab. Für Straubing scheiterte Nick Halloran zunächst an der Fanghand von Brett Brochu, wenige Augenblicke später zappelte die Scheibe doch im Netz. Wiederum war ein Schuss (diesmal von Halloran) von einem eigenen Spieler abgefälscht worden und senkte sich hinter Brochu zum 5:2 ins Tor. Adrian Klein musste wegen Spielverzögerung eine weitere Zwei-Minuten-Strafe absitzen und so kam Ingolstadt zu seinem zweiten Powerplay (53. Min.). Gäste-Coach Mark French nutzte das, um dazu einen sechsten Feldspieler für seinen Torwart zu bringen, die Schanzer agierten also in doppelter Überzahl. Nick Halloran hatte nach einer Befreiung das 6:2 auf dem Schläger, setzte den Puck aber bei verwaistem Tor an den Pfosten. Kurze Zeit später hatten die Straubinger die Unterzahlsituation überstanden. Brett Brochu blieb auf der Bank, und nach einer weiteren Spielverzögerung musste Mario Zimmermann für zwei Minuten in die Kühlbox (56. Min.). Und tatsächlich kamen die Panther durch Riley Barber auf 5:3 heran (56. Min.). Die Ingolstädter probierten weiter, mit dem zusätzlichen Angreifer den Zwei-Tore-Rückstand zu egalisieren, jedoch lief ihnen nun die Zeit davon. 29 Sekunden vor Schluss beseitigte Elis Hede mit einem Schuss ins leere Tor letzte Zweifel.

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Mehr Informationen
Die Highlights des Spiels auf Magenta Sport

Ausblick

Die Straubing Tigers bestreiten in der kommenden Woche zwei weitere Heimspiele: Am Dreikönigstag empfangen die Niederbayern die Adler aus Mannheim (06.01.2026, 19:00 Uhr, Eisstadion am Pulverturm, Straubing) und am Freitag bietet der Spielplan mit dem EHC Red Bull München ein weiteres Derby (09.01.2026, 19:30 Uhr, Eisstadion am Pulverturm, Straubing). Am Sonntag treten die Tigers dann auswärts bei den Schwenninger Wild Wings an (11.01.2026, 19:00 Uhr, Helios-Arena, Schwenningen).

Übertragung

Die Partien der PENNY DEL werden live bei MagentaSport übertragen. Im Normalfall ist auch unser Fanradio „Straubing Tigers on Air“ bei allen Spielen vor Ort und sendet über die App „Mixlr“ sowie via Internet.

Ticketing

Tickets für die Heimspiele können über das Online-Ticketing der Straubing Tigers unter https://tickets.tigershockey.de sowie gebührenfrei an allen bekannten Vorverkaufsstellen erworben werden. Auch die Stadionkassen sind ab 90 Minuten vor Spielbeginn geöffnet.

Straubing Tigers vs. ERC Ingolstadt 6:3 (1:2, 2:0, 3:1)

Tore: 1:0 (02:34) Leonhardt D. (Halloran N., Green A., EQ); 1:1 (05:54) Sheen R. (Huttl L., Breton A., EQ); 1:2 (18:34) Barber R. (Schmölz D., EQ); 2:2 (20:44) McKenzie S. (Leonhardt D., Beaudin N., EQ); 3:2 (32:17) Brandt M. (Madden T., Merkley R., EQ); 4:2 (43:51) Zimmermann M. (Halloran N., EQ); 5:2 (51:07) Halloran N. (Madden T., EQ); 5:3 (56:35) Barber R. (PP1-EA); 6:3 (59:32) Hede E. (Halloran N., EQ-EN).

Straubing Tigers: Haukeland (Wieber) – Beaudin, Brandt, Halloran, Madden, Hede – Green, Zimmermann, Fleischer, Melnick, Loibl – Merkley, Klein, McKenzie, Leonhardt, Scott – Daschner, Brunnhuber, Varejcka.

ERC Ingolstadt: Brochu (Oswald) – Ellis, Breton, Girduckis, Keating, Agostino – Huttl, Ruopp, Barber, Abbandonato, Schmölz – Tropmann, Jandric, Krauß, Pietta, Sheen – Spornberger, Krauß, Smallwood, Hauf.

Strafen: Straubing: 4 Minuten – Ingolstadt: keine

Zuschauer: 5.635 (ausverkauft)

Schiedsrichter: A. Polaczek / R. Gofman

Spielstätte: Eisstadion am Pulverturm, Straubing

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