Straubing Tigers besiegen die Adler Mannheim mit 4:1

Dienstag, 6. Januar 2026
6.01.2026

Die Straubing Tigers gewannen am Dreikönigstag mit 4:1 gegen die Adler Mannheim und rückten damit auf Tabellenplatz zwei vor. Die Hausherren legten den Grundstein für ihren Sieg bereits in den ersten acht Minuten, als sie die Gäste mit 3:0 überrollten. Nach dem zwischenzeitlichen Gegentor von Gilmour keimte bei den Adlern nochmals Hoffnung auf, doch Madden machte sechs Minuten vor Schluss alles klar.

Ausgangslage

Im Topspiel des 37. Spieltags traf am Dienstagabend der Drittplatzierte Straubing auf den Zweitplatzierten Mannheim, wobei die Gäste lediglich einen Punkt mehr als die Niederbayern hatten. Beide Teams waren jeweils mit einem Sieg und einer Niederlage ins neue Jahr gestartet. Die bisherigen Aufeinandertreffen mit den Tigers hatten die Adler mit 3:0 bzw. 4:0 für sich entschieden. Herausragende Akteure bei Kurpfälzern waren bisher der US-Amerikaner Anthony Greco mit 37 Punkten (13 Tore, 24 Vorlagen), Ex-Tiger Nicolas Mattinen (17 T., 18 V.) sowie die beiden Nationalspieler Matthias Plachta (10 T., 22 V.) und Marc Michaelis (6 T., 24 V.).

Bei den Straubing Tigers standen Mike Connolly (Reha), Zac Leslie, Wade Allison, Linus Brandl (verletzt), Florian Bugl, Tobias Schwarz und Filip Varejcka nicht im Aufgebot. Das Tor der Hausherren hütete Henrik Haukeland.

Bei den Gästen um Headcoach Dallas Eakins fehlten Maximilian Franzreb, Tobias Fohrler, Nick Mähler, Colin Schlenker, Tom Kühnhackl und Max Penkin. Im Tor der Gäste stand Johan Mattsson.

Spiel

Nach verhaltenem Beginn sorgte in der dritten Minute Adrian Klein für das erste Ausrufezeichen: Der Tigers-Verteidiger zog einfach mal ab und der Puck schlug an Freund und Feind vorbei im Mannheimer Tor ein (02:17). Gäste-Goalie Johan Mattsson war die Sicht verstellt. Simon Seidl steuerte den ersten Assist seiner noch jungen DEL-Karriere bei. Die frühe Führung gab den Hausherren Sicherheit, die das Gästetor in der Folge weiter unter Druck setzten. Zunächst sorgte eine Doppelchance durch Danjo Leonhardt und Tim Brunnhuber für Aufregung, doch diesmal war der Adler-Torhüter auf dem Posten. Dann brachte Alex Green nach einem klasse Pass von Nick Halloran den Puck nicht an Mattsson vorbei. Doch gleich nach nächsten Bully war es soweit: Stefan Loibl sah den freistehenden Tim Fleischer, der nicht lange fackelte, sondern direkt abzog und den Puck ins Netz hämmerte (07:52). Die Straubinger Fans waren noch gar nicht fertig mit dem ihrem Torjubel, als es schon zum nächsten Mal im Gästetor einschlug. Diesmal stand Mario Zimmermann goldrichtig und ließ Mattsson keine Chance (08:15). Elis Hede kreuzte im entscheidenden Moment vor dem Gästetor und verstellte dem Goalie die Sicht. Gleich darauf musste zudem Luke Esposito wegen Beinstellens eine Strafzeit absitzen, die für die Adler jedoch folgenlos blieb. Stattdessen hätte Kris Bennett beinahe die Chance auf einen Shorthander gehabt, aber Henrik Haukeland eilte aus dem Tor und spielte den Puck rechtzeitig weg. Kaum waren die Gäste wieder komplett, durften auch sie sich im Powerplay versuchen, denn Tim Brunnhuber musste wegen Haltens für zwei Minuten zuschauen. Matthias Plachta und Kristian Reichel hatten zwar gute Gelegenheiten, aber Henrik Haukeland ließ kein Gästetor zu. Ein Konter von Tim Fleischer und Stefan Loibl nach Ablauf der Strafzeit führte nicht zum Erfolg. Mit einer deutlichen Straubinger Führung ging es zum ersten Mal in die Kabine.

Die Gäste kamen energisch aus der Drittelpause und hatten durch Nicolas Mattinen sogleich eine dicke Chance. Der Ex-Tigers-Spieler kam aus kurzer Distanz freistehend zum Schuss, aber Haukeland wehrte reaktionsschnell mit dem Schoner ab. Ein verdeckter Schuss von Justin Schütz wenig später strich am Pfosten vorbei. Es ging nun rauf und runter: Zunächst fuhren Tim Brunnhuber und Justin Scott einen Konter. Der entscheidende letzte Pass kam jedoch nicht an. Auf der Gegenseite klärte Haukeland gegen den heranstürmenden Maximilian Heim, dann war Mattsson gegen Brandt auf dem Posten. Der Straubinger Verteidiger wurde dabei durch den zurückgelaufenen Heim abgeräumt, der dafür für zwei Minuten in die Kühlbox musste. Das Powerplay währte aber nur kurz, denn nach 33 Sekunden musste Leonhardt wegen Beinstellens ebenfalls auf die Strafbank. Der Straubinger hatte kaum Platz genommen, als John Gilmour zum 1:3 traf. Haukeland war bei dessen abgefälschtem Schuss chancenlos. Als beide Teams wieder komplett waren, stand Hede völlig frei, brachte den Puck aber ebensowenig an Mattsson vorbei wie kurz darauf Fleischer und Daschner. Gleich zwei Großchancen boten sich nach 33 Minuten Tyler Madden. Erst stand der Straubinger nach Pass von Hede völlig frei vor Mattsson, vergab jedoch aus kurzer Distanz. Kurz darauf kam er nochmals an den Puck und zielte aus der Halbdistanz über das Tor. Im direkten Gegenzug traf Dan Renouf. Die Schiedsrichter erkannten den Treffer nach Videobeweis jedoch wegen Torhüterbehinderung nicht an. Auf der anderen Seite zielte Justin Scott aus dem hohen Slot vorbei. Dann fuhren Nick Halloran und Elis Hede einen Konter. Halloran wurde allerdings noch abgedrängt und Hede, der vor dem Tor lauerte, wurde gegen das Torgestänge gecheckt. So ging es mit 3:1 in die zweite Pause.

Die erste Chance im letzten Drittel hatten die Gäste: Hayden Shaw fuhr weitgehend unbedrängt auf das Straubinger Tor zu, bei Haukeland war dann aber Endstation. Auf der Gegenseite wehrte Mattsson mit der Stockhand den Schuss von Ryan Merkley ab. Dann wurde es wieder gefährlich vor dem Straubinger Tor: Plachta versuchte Haukeland mit einem Schuss gegen die Laufrichtung zu überraschen, aber der Straubinger Goalie konnte mit dem Schoner klären. Der Mannheimer schnappte sich jedoch erneut den Puck. Sein Pass auf den einschussbereiten Esposito wurde aber von Klein unterbunden. Kurz darauf fuhren Loibl und Brunnhuber einen Konter. Letzterer traf jedoch lediglich den Außenpfosten. Bereits mehr als sechs Minuten vor Spielende nahm Adler-Trainer Dallas Eakins seinen Goalie vom Eis. Dies nutzte Tyler Madden nach Puckgewinn von Halloran für ein Empty-net-Tor (54:10) und sorgte damit für die Entscheidung. Brunnhuber und Fleischer hatten sogar noch das 5:1 auf dem Schläger. Da Fleischer bei seinem Schuss von Gilmour unfair behindert wurde, bekamen die Straubinger sogar noch einen Penalty zugesprochen. Der Gefoulte trat selbst an, zielte aber über das Adler-Tor.

Ausblick

Kommendes Wochenende stehen für die Straubing Tigers Partien gegen den EHC Red Bull München (Freitag, 09.01.2026, 19:30 Uhr, Eisstadion am Pulverturm, Straubing) und die Schwenninger Wild Wings (Sonntag, 11.01.2026, 19:00 Uhr, Helios Arena, Villingen-Schwenningen) auf dem Programm. In der Woche darauf geht es gegen den ERC Ingolstadt (Freitag, 16.01.2026, 19:30 Uhr, Saturn Arena, Ingolstadt) und die Augsburger Panther (Sonntag, 18.01.2026, 16:30 Uhr, Eisstadion am Pulverturm, Straubing).

Übertragung

Magenta Sport strahlt alle Partien der PENNY DEL live aus. Im Normalfall ist auch unser Fanradio „Straubing Tigers on Air“ bei allen Spielen vor Ort und sendet über die App „Mixlr“ sowie via Internet.

Ticketing

Tickets für die Heimspiele können über das Online-Ticketing der Straubing Tigers unter https://tickets.tigershockey.de/ sowie gebührenfrei an allen bekannten Vorverkaufsstellen erworben werden. Auch die Stadionkassen sind ab 90 Minuten vor Spielbeginn geöffnet.

Straubing Tigers vs. Adler Mannheim 4:1 (3:0, 0:1, 1:0)

Tore: 1:0 (02:17) Klein A. (Seidl S., Merkley R., EQ); 2:0 (07:52) Fleischer T. (Loibl S., Melnick J., EQ); 3:0 (08:15) Zimmermann M. (Halloran N., EQ); 3:1 (25:04) Gilmour J. (Reichel K., Shaw H., EQ); 4:1 (54:10) Madden T. (Halloran N., Brandt M., EQ-EN).

Straubing Tigers: Haukeland (Wieber) – Beaudin, Brandt, Halloran, Madden, Hede – Green, Zimmermann, Fleischer, Melnick, Loibl – Merkley, Klein, McKenzie, Leonhardt, Scott – Daschner, Seidl, Brunnhuber.

Adler Mannheim: Mattsson (Saffran) – Mattinen, Renouf, Ehl, Reichel, O’Donnell – Gawanke, Kälble, Plachta, Esposito, Heim – Shaw, Gilmour, Greco, Solow, Bennett – Proske, Michaelis, Schütz.

Strafen: Straubing: 4 Minuten – Mannheim: 4 Minuten

Zuschauer: 4.986

Schiedsrichter: M. Frano / C. Schadewaldt

Spielstätte: Eisstadion am Pulverturm, Straubing

Weitere Neuigkeiten

Mehr News

« »