Die Straubing Tigers mussten sich in Spiel 6 der Viertelfinalserie bei den Eisbären Berlin mit 5:6 nach Overtime geschlagen geben. In einer intensiven und torreichen Partie kämpfte sich das Team nach Rückstand eindrucksvoll zurück, glich im Schlussdrittel aus und erzwang die Verlängerung. Dort fiel schließlich die Entscheidung zugunsten der Gastgeber, die damit ins Halbfinale einziehen.
Spiel
Die Straubing Tigers fanden gut in die Partie und setzten sich früh im Drittel der Berliner fest. Bereits im ersten Powerplay erspielte sich das Team gute Möglichkeiten, unter anderem durch Stefan Loibl und Tim Fleischer, konnte diese jedoch nicht nutzen. Auch im weiteren Verlauf blieb Straubing das aktivere Team, störte den Spielaufbau der Gastgeber konsequent und kam immer wieder zu Abschlüssen. Loibl prüfte den Berliner Goalie mehrfach. Auf der anderen Seite war Henrik Haukeland mit starken Paraden zur Stelle und hielt seine Mannschaft im Spiel. Zwei Unterzahlsituationen überstanden die Tigers souverän und belohnten sich schließlich in der 17. Minute: Marcel Brandt traf in der 16:19 Minute zur 1:0-Führung. Die Antwort der Berliner folgte jedoch prompt: Yannick Veilleux glich in der 17:19 Minute aus. Kurz vor der Pause drehten die Gastgeber die Partie, Andreas Eder traf in der 19:35 Minute zum 2:1.
Das zweite Drittel begann denkbar ungünstig für die Straubing Tigers: Smith erhöhte in der 22:05 Minute auf 3:1 für Berlin. Die Tigers ließen sich davon jedoch nicht aus der Ruhe bringen und kamen im Powerplay zurück ins Spiel. Nick Halloran verkürzte in der 27:38 Minute auf 2:3, nachdem er einen Aufbau über Marcel Brandt und Ryan Merkley erfolgreich abschloss. Nur kurze Zeit später folgte der Ausgleich: Adrian Klein traf in der 29:15 Minute zum 3:3, vorbereitet von Tyler Madden und Mike Connolly. In der Schlussphase des Drittels schlug Berlin jedoch erneut zu. Ty Ronning brachte die Gastgeber in der 36:19 Minute wieder in Führung, bevor Jonas Müller nach Videobeweis in der 39:52 Minute auf 5:3 erhöhte.
Die Eisbären kamen mit viel Druck aus der Kabine und erspielten sich früh mehrere hochkarätige Chancen, doch Henrik Haukeland sowie die Defensive der Tigers hielten stark dagegen und blockten zahlreiche Abschlüsse. Auch offensiv suchten die Straubing Tigers immer wieder den Weg nach vorne, trafen jedoch auf einen wachsamen Berliner Goalie. In Überzahl gelang schließlich der wichtige Anschluss: Tim Fleischer traf in der 48:57 Minute zum 4:5. In der Folge blieb die Partie intensiv. Eine weitere Unterzahlsituation überstanden die Tigers, bevor sie in der Schlussphase alles auf eine Karte setzten. Mit gezogenem Torhüter drückte Straubing auf den Ausgleich und wurde belohnt: Nick Halloran erzielte in der 57. Minute das 5:5. Damit ging eine hochintensive Partie in die Verlängerung.
In der Verlängerung entwickelte sich ein intensiver und offener Schlagabtausch. Die Eisbären setzten Straubing früh unter Druck, doch die Tigers verteidigten mit großem Einsatz, warfen sich in jeden Schuss und hatten in Henrik Haukeland weiterhin einen starken Rückhalt. Gleichzeitig erspielte sich Straubing immer wieder eigene Möglichkeiten und setzte gefährliche Nadelstiche. Die Tigers blieben dran, arbeiteten sich Chancen heraus und suchten aktiv die Entscheidung. Beide Teams kämpften um jeden Zentimeter Eis, ehe die Partie in der 77. Minute entschieden wurde: Markus Vikingstad traf in der 76:30 Minute zum 6:5 für Berlin und beendete damit die Serie.
Übertragung
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Ticketing
Tickets für die Heimspiele können über das Online-Ticketing der Straubing Tigers unter https://tickets.tigershockey.de sowie gebührenfrei an allen bekannten Vorverkaufsstellen erworben werden. Auch die Stadionkassen sind ab 90 Minuten vor Spielbeginn geöffnet.
Eisbären Berlin vs. Straubing Tigers 6:5 (2:1; 3:2; 0:2; 1:0)
Tore: 0:1 (16:19) Brandt M. (McKenzie S., EQ); 1:1 (17:12) Veilleux Y. (Bergmann L., Wissmann K., EQ); 2:1 (19:35) Eder A. (Vikingstad M., EQ); 3:1 (22:05) Smith A. (Ronning T., Tiffels F., EQ); 3:2 (27:38) Halloran N. (Merkley R., Brandt M., PP1); 3:3 (29:15) Klein A. (Connolly M., Loibl S., EQ); 4:3 (36:19) Ronning T. (Pfoederl L., Wissmann K., EQ); 5:3 (39:52) Muller J. (Ronning T., EQ); 5:4 (48:57) Fleischer T. (Hede E., Merkley R., PP1); 5:5 (58:12) Halloran N. (Merkley R., Leonhardt D., EQ); 6:5 (76:30) Vikingstad M. (Bergmann L., Smith A., EQ).
Eisbären Berlin: Stettmer (Hildebrand) – Wissmann, Müller, Ronning, Pföderl, Tiffels – Lancaster, Mik, Dea, Eder, Kirk – Smith, Niemeläinen, Bergmann, Vikingstad, Veilleux – Kretzschmar, Nieleck, Wiederer, Hördler
Straubing Tigers: Haukeland (Bugl) – Zimmermann, Brandt, Madden, Leonhardt, Hede – Green, Beaudin, Halloran, Loibl, Connolly – Merkley, Klein, Fleischer, Scott, Varejcka – Seidl, Allison, Brunnhuber, McKenzie
Strafen: Berlin: 8 Minuten – Straubing: 10 Minuten
Schiedsrichter: André Schrader / Jackson Kozari
Spielstätte: Uber Arena, Berlin

