Straubing und Wolfsburg stehen im Finale des Gäubodencups

Freitag, 21. August 2026
21.08.2026

Die Straubing Tigers setzten sich am Freitagabend mit 3:2 gegen die Nürnberg Ice Tigers durch und zogen damit ins Finale des heimischen Vorbereitungsturniers ein. Gegner sind dort am Sonntagabend die Grizzlys Wolfsburg, die sich mit 6:4 gegen die Löwen Frankfurt durchgesetzt hatten.

Ausgangslage

Die Straubing Tigers bestritten am Freitagabend ihr erstes Testspiel der Saison 2026/27. Für die Fans, aber auch das Trainerteam bestand die Möglichkeit, das durch zahlreiche Neuzugänge veränderte Team beim Gäubodencup erstmals unter Wettkampfbedingungen zu sehen.

Im Tor steht künftig neben Florian Bugl und Sebastian Wieber Jakub Škarek. In der Verteidigung kamen Joseph Duszak und Moritz Kukuk hinzu und Taro Jentzsch, Hudson Elynuik, Spencer Kersten und Jamieson Rees sollen für Gefahr vor dem gegnerischen Kasten sorgen.

Bei den Straubing Tigers um Trainer Craig Woodcroft standen Florian Bugl, Stephan Daschner, Tyler Madden und Simon Seidl nicht im Aufgebot. Das Tor der Hausherren hütete Neuzugang Jakub Škarek.

Spiel

Die erste nennenswerte Torgelegenheit des Spiels landete sogleich in den Maschen: Nach einem Straubinger Missverständnis im Spielaufbau reagierte Noah Samanski am schnellsten und zog aus der Halbdistanz ab. Seinen Schuss konnte Jakub Škarek noch abwehren, war dann aber gegen den Nachschuss von Jackson Cates chancenlos (03:21). Ab der achten Minute durften sich die Hausherren erstmals in Überzahl versuchen. Evan Barratt musste wegen Beinstellens in die Kühlbox. Zunächst zielte Nick Halloran noch knapp am Pfosten vorbei. Sekunden später traf Jean-Christophe Beaudin aus dem Gewühl zum Ausgleich (8:28). Kaum war Nürnberg wieder komplett, tauchte Skyler McKenzie völlig frei vor dem Tor der Gäste auf, doch Niklas Treutle war mit dem Schoner zur Stelle. Nach einem langen Pass von Nick Halloran stand Danjo Leonhardt in der 15. Minute goldrichtig und traf zur Straubinger Führung (14:32).

Die Straubinger starteten mit viel Schwung ins zweite Drittel und kamen kurz hintereinander durch Halloran, Loibl und Varejcka zu guten Gelegenheiten. In der 24. Minute musste Austin Magera nach einem Stockschlag in die Kühlbox. Zählbares brachten die Hausherren jedoch in Überzahl nicht zustande. Gegen Mitte des zweiten Abschnitts konnte Taro Jentzsch auf 3:1 erhöhen. Den Schuss von Hudson Elynuik wehrte Treutle noch zur Seite ab. Der Puck landete allerdings bei Jentzsch, der aus spitzem Winkel vollstrecken konnte (28:28). Im Anschluss kam es zu einer kurzen Meinungsverschiedenheit zwischen Evan Barratt und Filip Varejcka, die beide auf die Strafbank mussten (übertriebene Härte bzw. Stockschlag). In der Folge gingen beide Teams robuster zu Werke und fuhren nun auch ihre Checks zu Ende. In der 33. Minute erzielten die Gäste den Anschlusstreffer. Einen Schuss von Austin Magera von der blauen Linie fälschte Greg Meireles gefährlich ab. Škarek konnte den Puck daher nicht festhalten und Thomas Heigl staubte zum 3:2 ab (32:20). Kurz darauf bekam Elynuik eine kleine Strafe wegen Stockschlags aufgebrummt, wodurch nun auch die Franken erstmals in Überzahl spielen konnten. Die Niederbayern ließen aber nur wenige Schüsse zu. Die besten Gelegenheiten hatten Jakob Weber und Jackson Cates, doch Škarek war auf dem Posten. Kurz darauf hielt der Neuzugang zudem stark gegen Evan Barratt und Tyler Spezia. In der letzten Minute des zweiten Drittels kam Stefan Loibl frei zum Schuss, scheiterte aber an Treutle. So ging es mit einer knappen Führung der Straubinger in die Pause.

Mit zwei Strafzeiten ging es ins letzte Drittel: Greg Meireles (unsportliches Verhalten) und Hudson Elynuik (Stockschlag) mussten zugleich in die Kühlbox. Die größte Chance in den Anfangsminuten hatte Skyler McKenzie, der aus kurzer Distanz nur den Pfosten traf. Kaum zurück auf dem Eis musste Meireles erneut in die Kühlbox. Nach einer Diskussion mit dem Schiedsrichtergespann bekam der Nürnberger 2 + 2 + 10 wegen Beschimpfung von Offiziellen aufgebrummt. Die Straubinger konnten ihr langes Powerplay allerdings nicht nutzen, um die Führung auszubauen. Zwei Minuten vor Spielende nahm Gästetrainer Mitch O´Keefe seinen Goalie für einen zusätzlichen Feldspieler vom Eis. Der Ausgleich gelang jedoch nicht mehr.

Ausblick

Am Sonntagnachmittag messen sich die Nürnberg Ice Tigers im kleinen Finale des Gäubodencups mit den Löwen Frankfurt (23.08., 14:30 Uhr, Eisstadion am Pulverturm, Straubing). Die Hessen hatten ihr Halbfinale mit 4:6 gegen die Grizzlys Wolfsburg verloren. Im Finale um 18:00 Uhr treffen Straubing und Wolfsburg aufeinander.

Am kommenden Wochenende spielen die Tigers zweimal gegen die Steinbach Black Wings Linz. Am Freitag treten die Niederbayern zunächst auswärts an (28.08., 18:30 Uhr, LINZ AG Eisarena, Linz), am Sonntag steht dann das Heimspiel auf dem Programm (30.08., 16:30 Uhr, Eisstadion am Pulverturm, Straubing).

Ticketing

Tickets für die beiden Sonntagsspiele können über das Online-Ticketing der Straubing Tigers unter https://tickets.tigershockey.de/ sowie gebührenfrei an allen bekannten Vorverkaufsstellen erworben werden. Die Stadionkassen sind ab 30 Minuten vor Spielbeginn geöffnet.

Straubing Tigers vs. Nürnberg Ice Tigers 3:2 (2:1, 1:1, 0:0)

Tore: 0:1 (03:21) J. Cates (N. Samanski, EQ); 1:1 (08:28) J. C. Beaudin (H. Elynuik, D. Leonhardt; PP1); 2:1 14:32 D. Leonhardt (N. Halloran, M. Kukuk); 3:1 (28:28) T. Jentzsch (H. Elynuik, J. Rees, EQ); 3:2 (32:20) T. Heigl (G. Meireles, A. Magera, EQ).

Straubing Tigers: Škarek (Wieber) – Zimmermann, Brandt, Halloran, Leonhardt, McKenzie – Green, N. Beaudin, Jentzsch, Elynuik, Rees – Duszak, Klein, J.C. Beaudin, Loibl, Varejcka – Kukuk, Bleicher, Kersten, Brandl, Brunnhuber.

Nürnberg Ice Tigers: Treutle (Janett) – Headrick, Karrer, Barratt, Cates, Spezia – Jandric, Jones, Meireles, Magera, T. Heigl – J. Weber, M. Weber, Bakos, N. Heigl, Eham – Merkl, Samanski.

Strafen: Straubing: 4 Minuten – Nürnberg: 20 Minuten

Schiedsrichter: Christopher Schadewaldt – Marius Wölzmüller

Spielstätte: Eisstadion am Pulverturm, Straubing

Löwen Frankfurt vs. Grizzlys Wolfsburg 4:6 (1:2, 1:2, 2:2)

Tore: 1:0 (06:21) K. Abeltshauser (EQ); 1:1 (13:13) L. Schinko (M. Bowey, EQ); 1:2 (15:50) D. Willhöft (EQ); 2:2 (32:28) T. Kose (EQ); 2:3 (33:29) B. Lynch (T. Morley); 2:4 (39:59) B. Lynch (T. Morley, EQ); 3:4 (46:38) K. Abeltshauser (T. Glover, EQ); 4:4 (55:32) N. Dunham (M. Matushkin, EQ); 4:5 (58:09) J. Feser (S. Ziegler, PP1); 4:6 (59:52) B. Lynch (EQ-EN).

Löwen Frankfurt: Scheel (Pertuch) – Krupp, Joyaux, Biro, Romano, Schweiger – Abeltshauser, Matushkin, Kose, Pfaffengut, Wagner – Fröberg, Wirt, van Calster, Wedman, Brace – Bidoul, Dunham, Glover, Uba, Leden.

Grizzlys Wolfsburg: Strahlmeier (Weitzmann) – Melchiori, Lanchaster, Chrobot, Lynch, Feser – Bowey, Pfohl, Willhöft, Schinko, Morley – Thompson, Pasanen, Veber, Ziegler, Choupani – Möser, Hafenrichter, Raab, Ramoser, Ruckdäschel.

Strafen: Frankfurt: 8 Minuten – Wolfsburg: 10 Minuten

Schiedsrichter: Andris Ansons – Andreas Gawlik

Spielstätte: Eisstadion am Pulverturm, Straubing

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