Die Straubing Tigers müssen sich im zweiten Viertelfinalspiel bei den Eisbären Berlin knapp mit 1:2 geschlagen geben. Nach dem Ausgleich im ersten Drittel entwickelte sich eine intensive und körperbetonte Partie, in der die Tigers im Schlussabschnitt auf den Ausgleich drängten, ihre Chancen jedoch nicht nutzen konnten. Damit ist die Serie nach zwei Spielen ausgeglichen.
Spiel
Die Partie begann mit viel Intensität und körperlicher Präsenz auf beiden Seiten. Bereits nach gut drei Minuten gerieten Bergmann und Green aneinander und mussten jeweils wegen Cross-Checkings auf die Strafbank (03:15). Beide Teams suchten früh den Zugriff, wobei sich zunächst die Eisbären Berlin leichte Vorteile im Spielaufbau erarbeiteten. Straubing hatte phasenweise Probleme, sich aus dem eigenen Drittel zu befreien, verteidigte jedoch mit Einsatz. Chancen durch Ronning wurden unter anderem von Zac Leslie und Torhüter Henrik Haukeland entschärft. Auf der anderen Seite kamen auch die Tigers zu Abschlüssen, unter anderem durch Danjo Leonhardt und Nicolas Beaudin.In der Mitte des Drittels nutzte Berlin eine ihrer Druckphasen zur Führung: Nach starker Vorarbeit von Jonas Müller traf Ty Ronning zum 1:0 für die Gastgeber. Die Partie blieb in der Folge hitzig. Nach einem Gerangel vor dem Tor kam es zu mehreren Strafzeiten gleichzeitig: Kirk erhielt eine Fighting-Strafe, Scott wurde wegen Roughings bestraft, auch Seidl war in die Situation involviert und musste auf die Strafbank (14:01). Kurz darauf kam es erneut zu einer körperbetonten Szene, in deren Folge Bergmann und Scott jeweils fünf Minuten wegen Fighting erhielten (16:31). Straubing ließ sich davon jedoch nicht aus dem Konzept bringen und kam in der Schlussphase zurück ins Spiel. In der 18. Minute nutzte Stefan Loibl eine Gelegenheit und erzielte den Ausgleich zum 1:1 (17:21). Wenig später brachte eine Strafzeit gegen Veilleux (Halten) die Tigers in Überzahl, doch trotz einer weiteren Chance kurz vor Drittelende blieb es beim Unentschieden nach 20 Minuten.
Das zweite Drittel begann aus Straubinger Sicht denkbar ungünstig. Nach einer Strafzeit gegen Tim Brunnhuber wegen hohen Stocks (20:18) nutzten die Eisbären Berlin die Überzahlsituation konsequent: Ronning traf nach Vorarbeit von Wissmann und Tiffels zum 2:1 (20:57). In der Folge entwickelte sich ein intensiv geführtes Spiel mit vielen Zweikämpfen und körperbetonten Aktionen. Straubing hielt dagegen und setzte immer wieder offensive Nadelstiche. Eine starke Einzelaktion von Ryan Merkley, der sich durch die Berliner Defensive durcharbeitete, blieb jedoch ohne Torerfolg. Die Partie blieb hitzig. Nach einem harten Einsatz von Kretzschmar gegen Mike Connolly, bei dem dieser im Kopfbereich getroffen wurde, entschieden die Schiedsrichter auf Strafe gegen Berlin (31:08). Straubing agierte daraufhin mit sechs Feldspielern, konnte die Situation jedoch nicht in einen Treffer ummünzen. Auch das anschließende Powerplay brachte keinen Ertrag. Beide Teams schenkten sich weiterhin nichts, kämpften um jeden Zentimeter Eis und lieferten sich zahlreiche Checks. Tore fielen im weiteren Verlauf des Drittels jedoch nicht mehr, sodass es mit einem knappen Rückstand für die Tigers in die zweite Pause ging.
Das Schlussdrittel blieb weiterhin von hoher Intensität und vielen Zweikämpfen geprägt. Eine zentrale Szene ereignete sich, als Marcel Brandt nach einem harten Bandencheck gegen Kretzschmar eine Fünf-Minuten-Strafe erhielt. Gleichzeitig wurde gegen Adam Smith wegen unnötiger Härte eine Strafzeit ausgesprochen, sodass Berlin mit einem verkürzten Powerplay agierte. Die Tigers verteidigten die Unterzahlsituationen mit großem Einsatz. Immer wieder lag der Fokus auf der Arbeit vor dem eigenen Tor, wo sich die Scheibe über weite Strecken im Berliner Powerplay in gefährlichen Zonen befand. Henrik Haukeland war mehrfach gefordert und hielt sein Team mit wichtigen Paraden im Spiel. Die Partie blieb hitzig. Nach einer weiteren Szene vor dem Tor wurde gegen Andi Eder wegen Stockschlags eine Strafzeit ausgesprochen. Dennoch gelang es Straubing, sich immer wieder zu befreien und eigene Akzente zu setzen. In der Schlussphase erhöhten die Tigers nochmals den Druck. Elis Hede hatte eine große Gelegenheit, scheiterte jedoch an Jonas Stettmer, der mit mehreren starken Paraden einen weiteren Straubinger Treffer verhinderte. In den letzten Minuten nahm Straubing den Torhüter zugunsten eines zusätzlichen Feldspielers vom Eis und spielte mit hohem Risiko auf den Ausgleich. Trotz guter Aufbauphasen und weiterer Abschlüsse gelang es den Tigers jedoch nicht mehr, die Scheibe im Tor unterzubringen. Berlin brachte die knappe Führung über die Zeit, sodass die Serie nun ausgeglichen ist.
Ausblick
Im Viertelfinale geht es für die Straubing Tigers mit Spiel 3 am Sonntag in Straubing weiter (29.03.2026, 14:00 Uhr). Zwei Tage später folgt Spiel 4 in Berlin (31.03.2026, 19:30 Uhr). Spiel 5 findet am Donnerstag wieder am Pulverturm statt (02.04.2026, 19:30 Uhr). Ein mögliches Spiel 6 würde am Samstag in Berlin ausgetragen werden (04.04.2026), ehe ein mögliches entscheidendes Spiel 7 am Montag erneut in Straubing stattfinden würde (06.04.2026).
Übertragung
Magenta Sport strahlt alle Partien der PENNY DEL live aus. Im Normalfall ist auch unser Fanradio „Straubing Tigers on Air“ bei allen Spielen vor Ort und sendet über die App „Mixlr“ sowie via Internet.
Ticketing
Tickets für die Heimspiele können über das Online-Ticketing der Straubing Tigers unter https://tickets.tigershockey.de sowie gebührenfrei an allen bekannten Vorverkaufsstellen erworben werden. Auch die Stadionkassen sind ab 90 Minuten vor Spielbeginn geöffnet.
Eisbären Berlin vs. Straubing Tigers 2:1 (1:1; 1:0; 0:0)
Tore: 1:0 (13:40) Ronning T. (Muller J., Wissmann K., EQ); 1:1 (17:21) Loibl S. (Connolly M., Klein A., EQ); 2:1 (20:57) Ronning T. (Wissmann K., Tiffels F., PP1).
Eisbären Berlin: Stettmer (Neisse) – Wissmann, Müller, Pföderl, Kirk, Tiffels – Lancaster, Mik, Ronning, Eder, Veilleux – Smith, Kretzschmar, Dea, Vikingstad, Noebels – Bergmann, Wiederer, Hördler
Straubing Tigers: Haukeland (Bugl) – Leslie, Brandt, Halloran, Madden, Hede – Green, Beaudin, Loibl, Leonhardt, Connolly – Merkley, Klein, Fleischer, Brunnhuber, Varejcka – Daschner, Seidl, Melnick, Scott
Strafen: Berlin: 17 Minuten – Straubing: 18 Minuten
Schiedsrichter: Martin Frano / Jackson Kozari
Spielstätte: Uber Arena, Berlin

