Straubing Tigers verlieren Heimauftakt gegen Krefeld

Sonntag, 20. September 2026
20.09.2026

Die Straubing Tigers starten mit einem Null-Punkte-Wochenende in die neue DEL-Saison. Am Sonntagabend verloren die Niederbayern gegen Aufsteiger Krefeld Pinguine mit 3:6. Ein Doppelschlag der Gäste zu Beginn des zweiten Drittels brachte die Hausherren auf die Verliererstraße. Dabei stachen die Krefelder Routiniers Marcel Müller und Philip Gogulla mit je zwei Toren heraus.

Ausgangslage

Am Sonntag empfingen die Straubing Tigers am Pulverturm die Krefeld Pinguine – und damit einen Traditionsclub, der nach vier Jahren DEL2-Zugehörigkeit in die PENNY DEL zurückkehrt. Krefeld hatte sich im Frühjahr zunächst die Hauptrundenmeisterschaft gesichert und die Saison anschließend mit dem DEL2-Titel gekrönt, im Finale setzte sich das Team von Headcoach Thomas Popiesch souverän gegen die Kassel Huskies durch. Für die neue Saison wurde der Meisterkader prominent verstärkt: Mit Yannick Proske kam ein DEL-erfahrener Angreifer von den Adler Mannheim, in der Defensive verstärkten Max Gildon und Stuart Percy das Team, mit Juha Jatkola und Kevin Wall kamen ein neuer Torhüter sowie ein weiterer Offensivspieler hinzu. Für Straubing dürfte das Wiedersehen mit Mark Zengerle und Marcel Müller von besonderem Interesse sein. Die Stürmer liefen einst für die Tigers auf und gehörten zur Krefelder Meistermannschaft.

Beide Teams sind mit Niederlagen in die neue Saison gestartet: Straubing unterlag zum Auftakt bei den Eisbären Berlin mit 2:4, Krefeld musste sich bei seiner emotionalen DEL-Rückkehr vor eigenem Publikum den Fischtown Pinguins Bremerhaven mit 1:3 geschlagen geben. Immerhin hatte der Aufsteiger zuvor in der Vorbereitung mit fünf Siegen aus sechs Testspielen überzeugt, unter anderem gegen die Düsseldorfer EG und die Iserlohn Roosters.

Bei den Straubingern fehlten Taro Jentzsch (Unterkörperverletzung), Moritz Kukuk (erkrankt) sowie Florian Bugl, JC Beaudin und Hudson Elynuik. Zwischen den Pfosten des Tigers-Gehäuses stand Jakub Škarek.

Bei den Gästen aus Krefeld standen Juha Jatkola, Ole Blumenkamp, Yannick Proske, Erik Buschmann, Carl Konze, Mark Zengerle und Kevin Wall nicht in der Aufstellung. Im Tor setzte Coach Thomas Popiesch auf Felix Bick.

Spiel

Gerade einmal zweieinhalb Minuten waren gespielt, als Krefelds Luca Hauf eine Strafzeit wegen Beinstellens aufgebrummt bekam, und sofort klingelte es im Pinguine-Kasten. Eine klasse Einzelleistung von Nick Halloran sorgte für die Straubinger Führung. Der Tigers-Stürmer nahm an der Mittellinie den Puck auf und spazierte ungehindert durch die gesamte gegnerische Abwehr. Mit einer Körpertäuschung ließ er auch Felix Bick keine Chance und legte den Puck durch dessen Schoner (03:02). Wenig später hatte Alexander Weiß eine riesige Chance, aber Jakub Škarek im Tigers-Tor war mit dem Schoner zur Stelle. Ein Gerangel vor dem Straubinger Tor, nachdem Adam Payerl gegen Škarek nachgestochert hatte, führte zu Strafen auf beiden Seiten: Sowohl Payerl als auch Green mussten für zwei Minuten in die Kühlbox. Krefeld gewann das folgende Bully. Der Puck kam zu Mathew Santos und der ließ Škarek keine Chance (06:04). Nach dem Powerbreak kamen die Tigers etwas besser in Fahrt und setzten sich im gegnerischen Drittel fest. Allerdings liefen sie nach einem Fehlpass an der blauen Linie in einen Konter und Škarek musste sein ganzes Können aufbieten, um gegen Daniel Bruch die Krefelder Führung zu verhindern. Eine Strafe wegen Beinstellens gegen Max Newton ermöglichte den Tigers nach 15 Spielminuten ihr zweites Powerplay. Die Hausherren kamen durchaus zu guten Chancen, aber eine Strafzeit gegen Nicolas Beaudin wegen Stockschlags beendete die Überzahlsituation vorzeitig. Kurz darauf mussten nach einer weiteren Auseinandersetzung auch noch Adrian Klein und Adam Payerl wegen unnötiger Härte auf die Strafbank. Nach Newtons Rückkehr auf das Eis hatten die Gäste noch eineinhalb Minuten Powerplay, die sie jedoch nicht nutzen konnten. Kaum waren die Straubinger wieder komplett, gerieten sie durch einen verdeckten Schuss von Ex-Tiger Marcel Müller dennoch in Rückstand (18:47). Mit 1:2 ging es auch in die erste Pause.

26 Sekunden waren im zweiten Abschnitt gespielt, als es erneut im Straubinger Tor klingelte. Ein schneller Spielzug hebelte die Verteidigung der Hausherren aus und Krefelds Routinier Philip Gogulla vollstreckte mit einem platzierten Schuss zwischen Schoner und Fanghand des Straubinger Torhüters hindurch (20:26). Und nur 21 Sekunden später erhöhten die Gäste sogar auf 1:4: Nach einem langen Pass von C.J. Suess stand Marcel Müller völlig frei vor Škarek und hatte keine Mühe, den Goalie zu überwinden (20:45). Linus Brandl hatte die erste Straubinger Chance im zweiten Drittel, Bick konnte dessen Schuss aus kurzer Distanz aber abwehren. Nach 27 Spielminuten musste Tanner Kero wegen Beinstellens in die Kühlbox. Rees und Madden sorgten für Verkehr vor dem Gästetor und ein ein Hammer von Brandt strich knapp am Pfosten vorbei. Der Anschlusstreffer wollte den Niederbayern aber nicht gelingen. Die Strafzeit war kaum abgelaufen, als Roope Mäkitalo von den Schiedsrichtern für zwei Minuten wegen Haltens rausgeschickt wurde. Bick hielt auch diesmal sein Tor sauber. Kurz darauf hatte zunächst Gogulla eine gute Chance, wurde aber von Škarek und zwei Verteidigern abgedrängt. Im direkten Gegenzug traf Jamieson Rees mit einem schnellen Vorstoß zum 2:4 (34:43). Der Straubinger Neuzugang verzögerte, täuschte einen Pass auf Halloran an und schoss den Puck dann selbst ins Tor. Die Gäste legten aber umgehend nach. Einen Schuss von Mathew Santos von der blauen Linie fälschte Max Newton unmittelbar vor Škarek zum 2:5 ab (35:49). Diesmal konterten die Hausherren sofort: Danjo Leonhardt fälschte einen Schuss von Nicolas Beaudin unhaltbar für Bick ab (36:45). Mit einem 3:5-Rückstand ging es zum zweiten Mal in die Kabine.

Die Tigers kamen mit viel Energie zurück auf das Eis und hatten sogleich mehrere gute Gelegenheiten. Die beste vergab in den Anfangsminuten Tim Brunnhuber, der eine scharfe Hereingabe von Alex Green um Haaresbreite nicht mehr erreichen konnte. Doch auch die Gäste hatten gute Chancen. Gogulla behauptete in der 48. Minute stark den Puck und legte auf Gildon ab, der freistehend das Spielgerät nicht an Skarek vorbeibekam. Wenig später wurde Halloran in guter Position vor dem Tor angespielt, aber von Payerl am Schuss gehindert, sodass Bick den Puck wegspitzeln konnte. Der Krefelder Stürmer musste dafür in die Kühlbox, was den Tigers neun Minuten vor Ende eine weitere Powerplaychance ermöglichte. Zählbares sprang jedoch nicht heraus. Stattdessen erhöhten die Gäste wenig später sogar auf 3:6. Eine scharfe Hereingabe von Max Newton fälschte Gogulla unhaltbar für Škarek ins Straubinger Tor ab (55:31).

Ausblick

Am Freitagabend ist der ERC Ingolstadt in Straubing zu Gast (Freitag, 25.09.2026, 19:30 Uhr, Eisstadion am Pulverturm, Straubing). Zwei Tage später steht eine Partie gegen die Nürnberg Ice Tigers auf dem Plan (Sonntag, 27.09.2026, 16:30 Uhr, PSD Bank Nürnberg ARENA, Nürnberg).

Übertragung

Die Partien der PENNY DEL werden live bei MagentaSport übertragen. Im Normalfall ist auch unser Fanradio „Straubing Tigers on Air“ bei allen Spielen vor Ort und sendet über die App „Mixlr“ sowie via Internet.

Ticketing

Tickets für die Heimspiele können über das Online-Ticketing der Straubing Tigers unter https://tickets.tigershockey.de sowie gebührenfrei an allen bekannten Vorverkaufsstellen erworben werden. Auch die Stadionkassen sind ab 90 Minuten vor Spielbeginn geöffnet.

Straubing Tigers vs. Krefeld Pinguine 3:6 (1:2, 2:3, 0:1)

Tore: 1:0 (03:02) Halloran N. (Leonhardt D., PP1); 1:1 (06:04) Santos M. (EQ); 1:2 (18:47) Müller M. (Suess C. J., Percy S., EQ); 1:3 (20:26) Gogulla P. (Santos M., Newton M., EQ); 1:4 (20:45) Müller M. (Suess C. J., Mebus O., EQ); 2:4 Rees J. (Madden T., EQ); 2:5 (35:49) Newton M. (Santos M., EQ); 3:5 (36:45) Leonhardt D. (Beaudin N., Kersten S., EQ); 3:6 (55:31) Gogulla P. (Newton M., Santos M., EQ).

Straubing: Škarek (Wieber) – Zimmermann, Brandt, Halloran, Madden, Rees – Green, N. Beaudin, Kersten, Leonhardt, Varejcka – Duszak, Klein, Seidl, Loibl, McKenzie – Bleicher, Daschner, Brunnhuber, Brandl

Krefeld: Bick (Schulte) – Vandane, Percy, Santos, Newton, Gogulla – Gildon, Mebus, Müller, Mäkitalo, Suess – Dybowski, Köhler, Bruch, Kero, Weiß – Schütz, Payerl, Hauf

Strafen: Straubing: 6 Minuten – Krefeld: 14 Minuten

Zuschauer: 5.189

Schiedsrichter: Christopher Schadewaldt – Marius Wölzmüller

Spielstätte: Eisstadion am Pulverturm, Straubing

Weitere Neuigkeiten

Mehr News

«