Zuwachs im Tigers-Deckungsverbund: Sam Klassen kehrt in die DEL zurück

Freitag, 31. März 2017

Am 6. März 2016 absolvierte Sam Klassen sein letztes DEL-Spiel für die Hamburg Freezers. Dieses fand ausgerechnet am Straubinger Pulverturm statt und konnte mit 4:3 gewonnen werden. Zu diesem Zeitpunkt ahnte noch niemand, dass dies der letzte Auftritt der Hansestädter und damit auch von Sam Klassen in der höchsten deutschen Spielklasse war, denn im Mai wurde der Ausstieg der Anschutz-Entertainment Group am Standort Hamburg öffentlich.

Sam Klassen nahm dies zum Anlass, sich verstärkt seiner Familie zu widmen, da diese mit der Geburt des zweiten Kindes weiteren Zuwachs bekommen hatte. Deshalb kehrte er im Frühjahr 2016 in seine Heimatstadt Watrous (Saskatchewan, Kanada) zurück und brachte sich vorübergehend auf der Farm seines Vaters mit ein. Der Eishockeysport geriet aber keinesfalls in Vergessenheit: zusammen mit seinen beiden Brüdern hielt sich der Linksschütze im vergangen Jahr fit und spielte in seiner Heimat Saskatchewan. Für Weihnachten 2016 war eine Rückkehr nach Europa angedacht. Aus verschiedenen Gründen musste diese verschoben werden, vollzieht sich nun jedoch im Sommer 2017 mit dem Wechsel zu den Straubing Tigers.

Der 1,87-Meter-Hühne verfügt über eine solide Ausbildung in den kanadischen Juniorenligen und bringt die Erfahrung von 158 ECHL-Auftritten (davon 27 in den Playoffs) sowie 137 AHL-Spielen mit. Im Juli 2014 wagte Sam Klassen den Sprung über den großen Teich und fand in Hamburg eine neue sportliche Heimat (97 Einsätze, davon 7 in der Endrunde). In Deutschland wurde er anfangs kritisch beäugt, doch bereits nach der Vorbereitung war man nicht nur an der Alster voll des Lobes über ihn. Mit seiner kompromisslosen Spielweise mutierte der damals 26-jährige, der auch einen deutschen Pass besitzt, schnell zum Albtraum der gegnerischen Angreifer, zum Segen für die Freezers-Defensive und nicht zuletzt zum Publikumsliebling.

„Einen Spieler wie Sam zu bekommen, ist für die Straubing Tigers keine alltägliche Angelegenheit“, erklärt Jason Dunham, seines Zeichens Sportlicher Leiter bei den Gäubodenstädtern. „Mit ihm erhalten wir einen Stay-at-home-Defender, der die Drecksarbeit liebt, d. h. sich in Schüsse wirft, Checks zu Ende fährt, souverän in Unterzahl agiert und vieles mehr. Eben genau die Tugenden die wir brauchen um erfolgreich zu sein und die unser Umfeld sehen will. Zudem wird seine Erfahrung unser Abwehrverhalten weiter stabilisieren. Da Sam auf und abseits der Eisfläche eine vorbildliche Einstellung an den Tag legt, werden wir viel Freude an ihm haben“, lässt Jason Dunham abschließend verlauten.