Thomas Brandl im Interview: „Ich bin dankbar für meine Zeit in Straubing“

Montag, 18. März 2019

Bild: Fotoatelier am Hafen / German Popp.

Angreifer Thomas Brandl hat sechs Jahre das Trikot der Straubing Tigers getragen und dabei dreimal die Endrunde der Deutschen Eishockey Liga erreicht. Insgesamt hat der gebürtige Landshuter 303 DEL-Pflichtspiele für den Club vom Pulverturm absolviert und in diesem Zuge 84 Scorerpunkte (30 Tore und 54 Vorlagen) gesammelt.

Unvergessen bleiben Momente wie sein Treffer zum zwischenzeitlichen 4:1 am 9. März 2016 in Ingolstadt. An diesem Tag erzielte „Thommy“ Brandl sein erstes DEL-Playoff-Tor! Das 4:1 in Spiel eins der 1. Playoff-Runde sollte den Weg zum späteren Sieg ebnen, denn bei Ablauf der regulären Spielzeit zeigte das Scoreboard in der Saturn Arena einen 4:3-Auswärtssieg der Straubing Tigers gegen den ERC Ingolstadt an.

Im Interview blickt der 28-Jährige auf seine Zeit im Gäuboden zurück und erklärt auch, wem er von Club- sowie Fanseite am meisten zu verdanken hat.

Thomas, nun steht fest, dass du dich zur Saison 2019/2020 einer neuen Aufgabe widmen wirst. Wie blickst du auf deine Zeit am Pulverturm zurück?
„Rückblickend kann ich sagen, dass ich in Straubing sechs wunderschöne Jahre hatte. Ich durfte mit hervorragenden Teamkollegen zusammenspielen. Gemeinsam haben wir viel Positives erlebt und auch ein paar Tiefen erfolgreich gemeistert. Aber ich hatte nicht nur auf dem Eis viele schöne Momente, sondern auch außerhalb des Eisstadions. Ich habe meine Zeit in Straubing sehr genossen und dabei viele tolle Erinnerungen gesammelt.“

Was waren deine persönlichen Highlights während der letzten sechs Jahre?
„Ein Highlight war es natürlich immer, die Playoffs zu erreichen oder die packenden Derbys gegen München zu bestreiten. Ebenfalls anführen möchte ich meine zweite Saison am Pulverturm (14/15 Anm. d. Red.). Obwohl wir lange Zeit abgeschlagen auf dem letzten Platz lagen, sind zu jedem Heimspiel fast 5000 Zuschauer gekommen, um uns lautstark den Rücken zu stärken. Die Fankultur ist in Straubing ganz besonders und das hat wirklich gezeigt, dass die Anhänger nicht nur in guten sondern auch in schlechten Zeiten hinter der Mannschaft stehen.“

Mit über 300 DEL-Einsätzen für Straubing hast du dich in den DEL-Annalen der Gäubodenstädter nachhaltig verewigt. Was bedeutet dieser Wert für dich?
„Ich sehe es als große Ehre, dass ich so viele Spiele für die Straubing Tigers bestreiten durfte. Darauf bin ich sehr stolz.“

2016/17 hattest du mit Adam Mitchell und Mike Hedden in einer Reihe deine beste DEL-Hauptrunde nach Punkten. Was hat Euer Zusammenspiel so erfolgreich gemacht?
„Zwischen uns hat es einfach gepasst. Auf dem Eis wusste jeder, welchen Laufweg der andere wählt und wie wir uns am besten ergänzen. Abseits der Kabine hat die Chemie zwischen uns ebenso gestimmt, was mit Sicherheit auch viel dazu beigetragen hat, dass es damals sehr gut für mich gelaufen ist.“

Wem hast du von Club- und auch Fanseite rückblickend am meisten zu verdanken?
„Zu allererst natürlich Jason Dunham, der mir die Chance gegeben hat, für die Straubing Tigers in der DEL zu spielen. Des Weiteren auch Dan Ratushny und Larry Mitchell, die mich beide sehr stark gefördert haben. Zudem sind da noch die Mitarbeiter der Geschäftsstelle und Gaby Sennebogen zu erwähnen, die mir immer mit Rat und Tat zur Seite gestanden sind. Last but not least natürlich die Fans, die mich und die Mannschaft im Laufe der letzten Jahre überragend unterstützt haben und mir persönlich stets mit gutem Feedback das Leben hier erleichtert haben.“

Im Laufe der vergangenen Spielzeiten hast du mit verschiedenen Cracks zusammengespielt. Wer ist dir besonders in Erinnerung geblieben und warum?
„Da gibt es einige, die ich nennen könnte (lacht). Sebastian Osterloh war ein besonderer Teamkollege, der mit seinem Kampfgeist immer vorangegangen ist. Mit Andy Canzanello hatte ich ebenfalls ein tolles Verhältnis – wir stehen immer noch regelmäßig in Kontakt. Aber ganz besonders werden mir wahrscheinlich Stefan Loibl und Sandro Schönberger in Erinnerungen bleiben. Stefan, der es als Einheimischer geschafft hat, einen sehr erfolgreichen Weg zu gehen und in Straubing zum Nationalspieler heranzuwachsen und Sandro, der mit seiner aufopferungsvollen, selbstlosen Spielweise die Mannschaft jederzeit angeführt hat. Zudem sind beide auch ganz besondere Menschen, die zu guten Freunden geworden sind."

Die Straubing Tigers bedanken sich bei Thomas Brandl für seinen Einsatz auf und abseits der Eisfläche. „Thomas Brandl war während der letzten sechs Jahre ein wichtiger Spieler der Straubing Tigers. Wir wünschen ihm privat und natürlich auch beruflich alles Gute“, so Jason Dunham, der Sportliche Leiter der Straubing Tigers.