Packendes Hauptrunden-Finale: 4:6 in Ingolstadt

Sonntag, 03. März 2019

Oliver Strisch/Johannes Traub.

Der letzte Spieltag der Saison 2018/19 hatte es für die Straubing Tigers wahrlich in sich: Derby in Ingolstadt, hunderte Fans hatten das Team nach Oberbayern begleitet, um die Mannschaft zum Sieg gegen die „Schanzer“ zu peitschen und der direkten Qualifikation für das Viertelfinale beizuwohnen. Leider sollte es am Ende aber nicht ganz reichen, da der ERCI in einem wahren Torfestival mit 6:4 die Oberhand behielt.

Der Spielverlauf
Ex-Tiger Maury Edwards eröffnete den Reigen, indem er Jeff Zatkoff im Gehäuse der Straubing Tigers per Sonntagsschuss überwinden konnte (5.). Davon ließen sich die Gäubodenstädter aber keinesfalls irritieren: nach zehn gespielten Minuten in Durchgang eins übernahmen die Pokel-Schützlinge das Ruder und drängten auf den Ausgleich. Leider wurde daraus nichts, auch weil ein Zweikampf zwischen Darin Olver (Ingolstadt) und Sena Acolatse (16.) eine „Spieldauer“ für den Defender der Straubing Tigers nach sich zog (Check gegen Kopf/Nacken). ERCI-Routinier Thomas Greilinger fackelte nicht lange und erhöhte im daraus resultierenden Powerplay auf 2:0 (20.).

Im Mitteldrittel sahen die 4.815 Zuseher ein weitestgehend ausgeglichenes Spiel und – in dieser torreichen Partie allemal eine Erwähnung wert – lediglich einen Treffer. Das 1:2 (40.), wie auch der Ausgleich zu Beginn von Abschnitt drei (42.), gingen auf das Konto von Kael Mouillierat, der sich an alter Wirkungsstätte diebisch darüber freute. Nun waren wieder die Gastgeber an der Reihe: Maury Edwards schnürte seinen Doppelpack (44.), stellte auf 3:2 und markierte in diesem Zuge den zweiten Überzahltreffer der Schanzer an diesem Nachmittag.

Die Antwort der Straubing Tigers folgte prompt, als Sven Ziegler im Powerplay mit einem „Tunnel“ den ansonsten gut aufgelegten Jochen Reimer überwinden konnte (46.). Im weiteren Verlauf des Schlussdrittels trafen die Gastgeber zum dritten Mal in Überzahl (Greilinger, 49.) und zum ersten Mal in das verwaiste Gehäuse der Gäubdodenstädter (D'Amigo, 59.). Beim Stand von 5:3 für den ERC Ingolstadt schien die Messe bereits gelesen, aber die Schützlinge von Tom Pokel wollten keinesfalls die Segel streichen: Steven Seigo verkürzte auf 4:5 und gab dem mitgereisten Anhang der Gäubodenstädter neue Hoffnung (59.).

Diese machte Jerry D'Amigo mit dem zweiten „Empty-Net-Goal“ an diesem Nachmittag ein paar Sekunden vor der Schlusssirene endgültig zunichte (60.). Damit stand der ERCI Ingolstadt als Sieger fest und landete im Gesamtklassement auf Platz fünf. Die Straubing Tigers beendeten die Hauptrunde ihrer 13. DEL-Saison als achter, da die Fischtown Pinguins Bremerhaven mit der besseren Tordifferenz ins Ziel kamen und den Gäubodenstädtern somit Rang sieben stibitzten.

Fazit: die Mannschaft der Straubing Tigers hat aufopferungsvoll gekämpft, mehrmals einen Rückstand ausgeglichen und bis zur Schlusssirene dagegengehalten. Auf diese Leistung kann man, wenn es in der 1. Playoff-Runde gegen die Eisbären Berlin geht, allemal aufbauen.

ERC Ingolstadt: Reimer (Pielmeier) - Edwards, Sullivan, Greilinger, Garbutt, Mashinter - Kohl, Koistinen, Collins, Cannone, D'Amigo - Friesen, Wagner, Kelleher, Olver, Wohlgemuth - Jobke, Elsner, Olson und Ramoser.

Straubing Tigers: Zatkoff (Vogl) – Acolatse, Eriksson, Williams, Connolly, Mouillierat - Renner, Brandt, Ziegler, Mulock, Laganiere - Daschner, Schopper, Pfleger, Loibl, Filin - Seigo, Brandl, Aulin und Schönberger.

ERC Ingolstadt vs. Straubing Tigers 6:4 (2:0,0:1,4:3)

Tor: 1:0 (04:02) Edwards (Collins, EQ); 2:0 (19:13) Greilinger (Edwards, PP1); 2:1 (39:27) Mouillierat (Eriksson, Connolly, EQ); 2:2 (41:44) Mouillierat (Eriksson, Seigo, EQ); 3:2 (43:52) Edwards (Kelleher, Cannone, PP1); 3:3 (45:02) Ziegler (Connolly, Williams; PP1); 4:3 (48:10) Greilinger (Kelleher, Koistinen, PP1); 5:3 (58:17) D'Amigo (Collins, EQ, EN); 5:4 (58:43) Seigo (Williams, Eriksson, EQ, EA) und 6:4 (59:48) D'Amigo (Cannone, EQ; EN).

Strafen:
Ingolstadt: 8 Minuten.
Straubing: 31 Minuten.

Schiedsrichter: Daniel Piechaczek und Marian Rohatsch.

Linienschiedsrichter: Gabriel Gaube und Kilian Hinterdobler.

Zuschauer: 4.815 (ausverkauft).

Spielstätte: Saturn Arena, Ingolstadt.