Niederlage an der Küste

Mittwoch, 15. Februar 2017

Trotz des ersten Saisontreffers von Neuzugang Josh Nicholls wurde es mit dem erhofften Dreier im hohen Norden nichts. Dabei ging man mit einer zwischenzeitlich verdienten 3:2-Führung in den Schlussabschnitt, konnte dort aber den immer stärker aufkommenden Gastgebern nicht mehr Paroli bieten.

Personelles:
Am heutigen Abend fehlten auf Seiten der Gäubodenstädter Austin Madaisky und Jeremy Williams verletzt, während Dylan Yeo die Reise nach Bremerhaven nicht angetreten hatte, da seine Frau ihr erstes Kind erwartet. 

Die Partie begann denkbar schlecht für Straubing, denn mit dem ersten Torschuss erzielte Bremerhaven bereits das 1:0 durch Jordan George. Es dauerte ein paar Minuten, bis sich die Tigers sortiert hatten und ins Spiel fanden. Dann ging es allerdings schnell: James Bettauer konnte einen Schuss anbringen, dieser wurde noch abgefälscht und schlug hinter Jerry Kuhn im Pinguins-Gehäuse ein (10. Min.). Im weiteren Verlauf des ersten Durchgangs hatte "Fischtown" ein leichtes optisches Übergewicht, münzte dieses aber nicht in Zählbares um.

Im Mitteldrittel schlugen die Gastgeber zurück und markierten durch einen Schuss aus dem Halbfeld, von "König Drosselbart" Cody Lampl, das 2:1 (24. Min.). Doch die Tigers ließen sich davon nicht aus der Ruhe bringen: Erst besorgte Josh Nicholls den Ausgleich (25. Min.), dann zauberte Mike Connolly die kleine Hartgummischeibe zum 3:2 über die Torlinie (38. Min.). Dieser Treffer war, aufgrund des Verlaufs von Drittel zwei, hochverdient und bedeutete zugleich den Pausenstand.

Im Schlussabschnitt hatte Bremerhaven mehr Spielanteile und erzielte folglich das 3:3 durch Jordan George (46. Min.). Doch damit nicht genug, vier Minuten später machte Jeremy Welsh mit dem "Game-Winner" alles klar. Larry Mitchell nahm zwar Matt Climie zugunsten eines zusätzlichen Feldspielers vom Eis, aber Fischtown gab den Sieg nicht mehr aus der Hand und sattelte noch das 5:3 in Person Kevin Lavallée drauf. Die Gastgeber konnten in den letzten 20 Minuten zwei zusätzliche Pfostentreffer verzeichnen, deshalb muss man die Überlegenheit der Popiesch-Schützling an diesem Abend anerkennen.

Fazit: 
Leider gab man erneut eine Führung aus der Hand. Nun gilt es wieder zurück in die Spur zu finden und bereits am Freitag bei den Grizzlys Wolfsburg zu bestehen.

Stimmen zum Spiel:

Jordan George (Bremerhaven): "In den beiden ersten Dritteln waren wir quasi nicht vorhanden, da wir sehr müde waren. Im letzten Abschnitt sind wir zu uns gekommen und haben eiskalt zugeschlagen. Unser Trainer Thomas Popiesch hat uns die Bedeutung der Partie in der zweiten Pause noch mal aufgezeigt. Dann sind wir aus der Kabine, haben einfach gespielt und schon waren wir erfolgreich."

Sandro Schönberger (Straubing): "Leider haben wir nach dem Gegentor zum 3:3 komplett den Faden verloren. Das dritte und vierte Gegentor haben wir uns selbst ins Nest gelegt. Deshalb ist es umso bitterer. Danach haben wir nichts mehr auf die Reihe bekommen."

Ausblick: 
Am Freitag sind die Tigers ab 19.30 Uhr in Wolfsburg zu Gast. Das nächste Heimspiel geht am Sonntag gegen die Augsburger Panther über die Bühne (16.30 Uhr). Tickets für das Derby sind an den bekannten Vorverkausstellen sowie hier online erhältlich.

Fischtown Pinguins Bremerhaven  5:3  Straubing Tigers  (1:1,1:2,3:0)

Tore:
- 1:0 (01:39) Jordan George (Assist: Jason Bast & Ross Mauermann)
- 1:1 (09:35) James Bettauer
- 2:1 (23:22) Cody Lampl (Assist: Ross Mauermann & Jordan George)
- 2:2 (24:50) Josh Nicholls (Assist: Tim Miller & Mike Connolly)
- 2:3 (37:25) Mike Connolly (Assist: Josh Nicholls)
- 3:3 (45:59) Jordan George (Assist: Mike Hoeffel & Kevin Lavallée)
- 4:3 (50:10) Jeremy Welsh (Assist: Wade Bergman & Jack Combs)
- 5:3 (59:22) Kevin Lavallée (Assist: Rob Bordson & Jeremy Welsh) 

Fischtown Pinguins Bremerhaven: Kuhn (Nieminen) - Lavallée, Moore; Lampl, Bergman; Pentikäinen, Tiffels; Maschmeyer - Bordson, Combs, Welsh; Quirk, Hooton, Owens; Bast, Mauermann, George; Hoeffel, Körner und Dejdar.

Straubing Tigers: Climie (Pätzold) – Sullivan, Bettauer; Edwards, Jobke; Cornell, Renner – Mitchell, Brandl, Hedden; Connolly, Nicholls, Miller; Zalewski, Röthke, Schönberger; Timmins, Oblinger, Whitmore und Loibl.

Torschüsse:
Bremerhaven: 34
Straubing: 23

Strafen:
Bremerhaven: 4 (2 x 2 Minuten)
Straubing: 2 (1 x 2 Minuten)

Schiedsrichter: Rainer Köttstorfer & Marc Iwert

Linienschiedsrichter: Thomas Gemeinhardt & Jan-Christian Müller

Zuschauer: 4.626

Text: Jürgen Eichbauer
Foto: Sven Peter