Die Playoffs haben längst begonnen -Wie ein Spiel sieben: Düsseldorfer EG kämpft um letzte Chance

Freitag, 10. Februar 2017

Abhaken, nicht mehr an die verschenkten Punkte denken, nach vorne schauen. Für die Straubing Tigers geht es im Liga- Endspurt, trotz eines immer noch respektablen Vorsprungs, nur darum, die Nerven zu bewahren, sich nicht im letzten Moment die Butter vom Brot nehmen zu lassen. Somit ist die Partie am Sonntag gegen die Düsseldorfer EG fast so entscheidend wie ein Spiel sieben in den Playoffs. Ein Showdown im hoffentlich randvoll gefüllten Stadion am Pulverturm.

Derzeit tauchen die DEG-Spieler von einem Wechselbad der Gefühle in das nächste. Am letzten Januar-Wochenende noch euphorisch nach zwei Heimsiegen, nur eine Woche später tieftraurig nach zwei Auswärtspleiten in Schwenningen (1:4) und München (2:5). Wenn Düsseldorf am Sonntag kommt, dann haben sie nur noch ein Spiel weniger als die Tigers, die am Freitag spielfrei hatten. Im Match am Freitagabend gegen die Adler Mannheim musste sich die Truppe um Trainer Christoph Kreutzer mit 2:7 geschlagen geben, doch wer um seine letzten Chancen kämpft, der setzt zusätzliche Kräfte frei.  Die DEG wird alle Kräfte mobilisieren.   

Dabei kommt der DEG-Ikone Daniel Kreutzer eine entscheidende Rolle zu: Der Routinier wird all seine Erfahrung aus vergangenen Playoff-Tagen in die Waagschale werfen und die Vielzahl der ebenfalls routinierten Mitstreiter wie Rob Collins, Chris Minard oder Norm Milley wissen sehr wohl, was in entscheidenden Partien zu tun ist. Da werden die Tigers über die ganze Spielzeit  wie gegen Köln mit hoher Konzentration spielen  müssen, um keine zweite unliebsame Überraschung, wie beim völlig unnötigen 2:3 nach Penalty-Schießen im ersten Heimspiel gegen die DEG, quittieren zu müssen. 

Ob Tigers-Neuzugang Josh Nicholls da schon Akzente setzen kann? Es wäre dem 24-jährigen kanadischen Angreifer jedenfalls zu wünschen, sich auch gleich für die neue Saison zu empfehlen. So bringt er im Training auf alle Fälle den Konkurrenzkampf auf Touren in der Frage, wer den verletzen Jeremy Williams auf die Tribüne begleiten wird.

Vor diesem entscheidenden Wochenende bangt die DEG um den Einsatz etlicher Spieler. Zumindest am Freitag fehlt sicher Stürmer Brandon Yip, der sich in München eine Matchstrafe eingehandelt hatte, die allerdings nur mit einem Spiel Sperre geahndet wurde. Das heißt: gegen Straubing ist der erfahrene Crack wieder mit dabei. Angeschlagen sind noch die Verteidiger Tim Schüle und Stephan Daschner sowie Stürmer Alexander Preibisch. Doch im Playoff-Endspurt wird jeder auf die Zähne beißen und sich in den Dienst seiner Mannschaft stellen. Einer wird sich dabei am Pulverturm besonders ins Zeug legen: Ex-Tigers-Crack Marcel Brandt, in Düsseldorf zum Leistungsträger gereift, bringt eine  extra Portion Motivation aufs Eis. 

Bei den Tigers fehlen die verletzten Austin Madaisky und Jeremy Williams, ein zweiter überzähliger Kontingentspieler sowie mindestens ein deutscher Spieler. Werbung für die Playoffs machen: Gegen die DEG bietet sich für Sandro Schönberger & Co. die beste Plattform dazu.

Tickets sind wie gewohnt an den bekannten Vorverkaufsstellen sowie online unter www.straubing-tigers.de erhältlich.