Betreuer Jeff Maxwell im Interview

Dienstag, 07. Mai 2019

Der 34-jährige US-Amerikaner bildet ab sofort mit Michael Litterbach, der in seine dritte Spielzeit am Pulverturm geht, das Betreuerduo der Straubing Tigers. Am Montag wurde Jeffrey Maxwell offiziell vorgestellt und im Anschluss hat er im Interview unter anderem verraten, was sein bisheriges Karrierehighlight war.

Was weißt du bereits über dein neues Team, die Organisation und die Stadt Straubing?
„Da ich erst ein paar Tage hier bin, ehrlich gesagt nicht viel. Derzeit bin ich mit meinem Betreuerkollegen Michael Litterbach unterwegs, er zeigt mir alles. Während meinem ersten Jahr bei Medveščak Zagreb haben wir im Sommer 2015 am Gäubodenvolksfest-Cup teilgenommen. Daran habe ich zwar ein paar Erinnerungen, aber grundsätzlich ist noch alles sehr frisch für mich.“

Kennst du schon ein paar Spieler des aktuellen Kaders?
„Ein paar Namen sagen mir aus früheren ECHL-Tagen schon etwas, aber zu sagen, dass ich jemanden tatsächlich kenne, wäre übertrieben. Kael Mouillierat beispielsweise ist mir ein Begriff.“

Wann und warum hast du den Entschluss gefasst, hauptberuflich als Equipment Manager zu arbeiten?
„Einen Bezug zum Eishockeysport hatte ich schon immer, aber als ich vor 16 Jahren nur mal aushelfen sollte, bis ein neuer Betreuer gefunden ist, habe ich am zweiten Tag gefragt, ob ich hauptamtlich bleiben kann. Das hat geklappt und seitdem bin an der Bande bzw. in der Kabine.“

Welche Fähigkeiten sind erforderlich, um als Equipment Manager zu arbeiten?
„Man muss leidensfähig sein (lacht). Handwerkliches Geschick ist natürlich wichtig und einen kameradschaftlichen Umgang mit den Spielern, Trainern usw. sollte man ebenfalls pflegen. Wenn die Saison läuft, muss man auch private bzw. familiäre Dinge häufig hinten anstellen.“

Sie haben für viele Teams in verschiedenen Ländern gearbeitet - bitte nennen Sie uns Ihre persönlichen Highlights?
„Bei bisher acht Teams – verteilt auf drei verschiedene Länder - habe ich tatsächlich schon einiges erlebt, aber mein persönliches Highlight war, als mein kleiner Sohn Vuk das erste Mal bei einem Spiel in der Halle war.“

Worin liegt der Unterschied zwischen einem Betreuerjob in Nordamerika und in Europa?
„Im Grunde unterscheiden sich die Tätigkeiten nicht, nur die Gegebenheiten in den jeweiligen Ländern und natürlich auch die Sprache variieren meistens.“

Welche Unterschiede siehst du zwischen DEL/KHL und EBEL?
"Der größte Unterschied für mich als Equipment Manager ist das Reisen. Die Teams DEL und EBEL sind alle relativ nahe beieinander. In der KHL waren wir jeweils 10 bis 14 Tage unterwegs und mussten bis nach Peking, um Spiele auszutragen.“

Wie lauten deine Erwartungen für die neue Saison? Persönlich und für das Team?
„Mit der Mannschaft wollen wir gewinnen und von Verletzungen verschont bleiben, ich persönlich will mich gut in Straubing einfügen, indem ich saubere Arbeit abliefere.“