Auswärtsniederlage in Schwenningen

Sonntag, 09. Oktober 2016

Im Sonntagsspiel der Straubing Tigers reiste man an den Neckarsprung zu den Schwenninger Wild Wings. Nach  der 2:4 (1:2, 0:2, 1:0)-Niederlage schauen die Niederbayern auf ein Null-Punkte-Wochenende.

Coach Larry Mitchell hat seine Reihen vor dem Spiel ordentlich umgestellt. Im Tor stand Dimitri Pätzold, der sich mit Ex-Tiger Dustin Strahlmeier im Schwenninger Gehäuse duellierte. Neben Steven Zalewski und Mike Hedden spielte Alex Oblinger. Der sonst dort spielende Adam Mitchell fand sich neben Mike Connolly und Jeremy Williams. Thomas Brandl centerte zwischen Niki Hartl und Stefan Loibl und die nominell erste Reihe bildeten Scott Timmins, Derek Whitmore und Tim Miller. Auch die Verteidigerpaare wurden gemischt. Max Renner begann neben Maury Edwards, Austin Madaisky neben Mike Cornell und James Bettauer neben René Röthke, der erneut in der Defensive spielen musste. Sandro Schönberger, Colton Jobke und Dylan Yeo sind nach wie vor verletzt.

Die Niederbayern begannen nicht schlecht und kamen in den ersten paar Minuten zu zwei kleinen Chancen. In der vierten Minute konnten die Hausherren zwei einfache Fehler der Straubinger Verteidigung nicht nutzen. Straubing hatte Glück, dass Jérôme Samson die Scheibe nicht richtig traf. Dann wurde es wild. In der 13. Minute drückt Marc El-Sayed die Scheibe über die Linie. Doch nach nur 15 Sekunden konnte Mike Hedden ausgleichen. Aber auch in der Folge war die Tigers-Abwehrabteilung nicht die sattelfesteste und gab die Scheibe immer wieder leicht ab. Pech in Minute 15. Ein Schuss von István Bartalis springt an den Schlittschuh von Jérôme Samson und von da ins Tor. Daniel Schmölz hatte auch kurz vor der ersten Pause die letzten beiden Chancen.

Die Tigers begannen druckvoll im Mitteldrittel und deckten „Strahli“ mit Schüssen ein. Straubing nun auch aggressiver gegen den Gegner. Nun schlichen sich auch bei den Schwänen Fehler ein. Fehlpass an Straubings blauer Linie, ein Konter, aber der Ausgleich ließ auf sich warten. Auch einen Fehler von Simon Gysbers vor dem eigenen Tor konnte Niki Hartl nicht nutzen. Mike Cornell wollte seinen Gegenspieler stoppen, doch dabei landet sein Schläger im Gesicht von István Bartalis. An der fünf plus Spieldauerstrafe gab es nichts zu rütteln. Damit war also noch ein Verteidiger aus dem Spiel. Schlimmer aber, dass Simon Gysbers nur 17 Sekunden bis zum Überzahltor brauchten. Weitere 16 Sekunden später holte sich Jake Hansen seinen eigenen Rebound und erhöhte. Damit war der Arbeitstag von Dimitri Pätzold beendet und Larry Mitchell brachte Matt Climie. Der wurde auch gleich mehrfach gefordert. Nach Ablauf der Strafe spielten die Schwenningen von weiter hinten, was es den Tigers doppelt schwer machte.

Doch noch waren zwanzig Minuten Zeit. In Überzahl spielten Mitchell, Zalewski und Hedden zusammen und die hatten sich etwas vorgenommen. 12 Sekunden waren im Schlussabschnitt gespielt und Adam Mitchell besorgt den Anschlusstreffer. Es ging gut weiter. Eine Minute später hatte Mike Connolly die nächste Chance. Straubing drückte weiter und hatte Schüsse im Minutentakt. Auch in der Defensive konnte man nun die blaue Linie besser halten und zwang die Hausherren zum dumpen oder zum Icing. Doch das Scheibenglück kam nicht zurück. Austin Madaiskys Rettungsversuch landete auf der Tribüne und er wegen Spielverzögerung auf der Strafbank. In Unterzahl wurde es brenzlig. Erst donnert Simon Gysbers den Puck gegen die Latte und dann verpassen die Wild Wings reihenweise. Bei fünf gegen fünf ging es zunächst wieder in Richtung Dustin Strahlmeier, der sich auszeichnen konnte. Schwenningen ging nicht mehr aufs Ganze, setzte aber immer wieder brandgefährliche Stiche. Immer wieder prüfte Jérôme Samson Matt Climie. In der 50. Minute hatte Uli Maurer den nächsten Lattentreffer. Schwenningen glänzte vor allem durch ein schnelles Umschaltspiel und hielt sich nicht lagen in der neutralen Zone auf. Larry Mitchell ging über drei Minuten vor Spielende aufs Ganze. Jérôme Samson zog eine Strafe und Straubing spielte mit sechs gegen vier Feldspielern. Die Strafe konnte aber nicht genutzt werden. Auch danach blieb Climie auf der Bank. Doch ein weiteres Tor wollte nicht fallen und es blieb beim Schwenninger Sieg.

Tore:
1:0 (13.) Marc El-Sayed ( Uli Maurer, Steven Billich), 1:1 (13.) Mike Hedden (Steven Zalewski, Alex Oblinger), 2:1 (15.) Jérôme Samson, 3:1 (28.PP) Simon Gysbers (Will Acton), 4:1 (29.PP) Jake Hansen (Will Acton, Marcel Kurth), 4:2 (41.PP) Adam Mitchell (Mike Hedden, Steven Zalewski)

Schiedsrichter: Stephan Bauer, Michael Klein

Linienrichter: Andreas Flad, Thorsten Lajoie

Strafen: Schwenningen 4, Straubing 9 + Spieldauer Mike Cornell

Nächster Gegner der Straubing Tigers sind am Freitag den 14. Oktober die Krefeld Pinguine. Spielbeginn im Stadion am Pulvertum ist 19.30 Uhr.