Aufklärung - Artikel "Im Kriechgang" von Wolfgang Karl vom 09.01.2018 im Straubinger Tagblatt

Donnerstag, 11. Januar 2018

Foto: City-Press GmbH

Zum Artikel "Im Kriechgang" von Wolfgang Karl vom 09.01.2018 im Straubinger Tagblatt möchten wir hiermit gerne aufklären:

"Zuschauerzahlen" -
Aktuell liegt die Hallenauslastung in Straubing lt. DEL-Statistik bei 67%. Es gibt 4 DEL-Clubs mit einer geringeren Auslastung, obwohl Straubing der kleinste DEL-Standort ist. Es ist in dieser Saison ein genereller Zuschauerrückgang in der Liga zu verzeichnen. Auch in Straubing liegen wir unter den Planzahlen.

Die Gründe hierfür sind vielfältig: der in dieser Saison komprimierte Spielplan mit vermehrten Spieltagen an Werktagen aufgrund der Olympiapause, mehrere Heimspiele in kurzen Abständen und Heimspiel-Doppelwochenenden, weniger Heimspiele rund um die Weihnachtszeit (3 Heimspiele am Stück, 4 Auswärtsspiele am Stück), das Telekom-Sport- sowie das Sport1-Angebot mit der Vorgabe von bestimmten Spielzeiten (siehe dazu auch die Clubinformation vom 10.01.18 „Änderung Spielbeginn am 21. Januar“), aber selbstverständlich und ehrlicherweise auch oder vor allem natürlich die sportliche Situation.

"Saison garniert mit Eskapaden und Pannen"
Speziell in dieser Saison kann man beobachten, dass es bei mehreren Clubs sportlich anders läuft als geplant, erhofft oder erwartet. Hiervon sind auch die Straubing Tigers betroffen, die aufgrund des niedrigen Etats mit ihren Entscheidungen daher oftmals verstärkt ins Risiko gehen müssen. Mutige Entscheidungen mussten korrigiert werden, da sich nicht der gewünschte Erfolg eingestellt hatte. Kurzfristige Kurskorrekturen kommen im Sport häufig vor und sind deshalb keinesfalls als Eskapaden oder gar Pannen zu bezeichnen.

Wir befinden uns aber bereits in unserer 12. DEL-Saison und sollten stolz auf das bisher Erreichte sein. Auch oder speziell dann, wenn es eine Saison mal nicht so gut läuft. Die Gesellschafter stehen auch weiterhin zu 100% hinter den Straubing Tigers und ihrem Sportlichen Leiter Jason Dunham. Die gleiche Unterstützung wünschen wir uns und brauchen wir auch von allen Eishockeyfreunden in unserer Region.

"Umgang mit langjährigen Akteuren"
Kann man ehrlicher mit langjährigen Spielern und Publikumslieblingen umgehen, als ihnen in Absprache mit ihren Agenten so früh als möglich mitzuteilen, dass ein Vertrag nach Saisonende nicht verlängert werden wird? Damit erhalten sie frühzeitig die Chance, sich für andere Clubs zu empfehlen. Wir könnten auch Hinhaltetaktiken bis zum Saisonende praktizieren, aber genau das halten wir NICHT für fair. Daher werden wir auch in Zukunft immer offen und ehrlich mit unseren Spielern kommunizieren.

Eine Bekanntgabe solcher Entscheidungen während der laufenden Saison ist nicht zielführend, da dies der Mannschaft schadet. Auch im aktuellen Fall war dies in unseren Augen kontraproduktiv, speziell in einer Phase, in der es sportlich bergauf ging. Informationen zu auslaufenden Verträgen wären auch deshalb falsch, da man sich damit die Chance nimmt, ggf. Entscheidungen während der laufenden Saison zu aktualisieren. Unruhe entsteht durch solche Statements nicht nur in der Mannschaft, sondern auch in der Öffentlichkeit, wie kürzlich erlebt. Wir haben Verständnis für öffentliches Interesse gerade in Bezug auf Kaderplanungen, werden unsere Kommunikationsstrategie hierzu aus verständlichen Gründen aber wie bisher beibehalten.

"Pamphlet auf der eigenen Homepage"
Laut Duden wird der Ausdruck "Pamphlet" mit "Schmähschrift" erklärt, bei der "eine sachliche Argumentation in den Hintergrund tritt und Personen herabgesetzt werden sollen". So etwas wäre absolut unprofessionell und ist nicht der Stil der Straubing Tigers. Solche Texte werden auf unserer Homepage keinen Platz finden.

"Protest nach Auswärtsspiel in Iserlohn am 05.01.2018 und Kommunikation mit Medien"
Die Sportliche Leitung befand sich während des Spiels in Iserlohn im Flugzeug auf dem Weg zum Scouting im Ausland und hatte somit keine Gelegenheit, das Spiel live zu verfolgen. Sie hat sich - als eine Verbindung wieder möglich war – anhand der kompletten Spielaufzeichnung umgehend eine Meinung gebildet. Im Anschluss wurde sofort das Gespräch mit der Ligenleitung gesucht. Ein offizieller Protest konnte für diese Situation lt. Spielordnung der DEL nicht eingelegt werden. Zum Zeitpunkt der Anfragen diverser Medien waren die Gespräche zwischen der DEL und den Straubing Tigers noch nicht abgeschlossen, weswegen noch keine finalen Aussagen getroffen werden konnten.

Die anfragenden Medienvertreter wurden aber stets informiert und auch darauf vorbereitet, dass man sich am Nachmittag offiziell dazu äußern werde. Was schließlich auch im Rahmen des avisierten Zeitrahmens mit einem Statement der Sportlichen Leitung (als sich die DEL bereits geäußert hatte), erfolgte. Das Statement wurde über den üblichen Medienverteiler an alle Medien versandt, wie dies auch mit allen sonstigen Medieninformationen praktiziert wird.

Für eine professionellere Außendarstellung wurde vor Saisonbeginn explizit ein erfahrener Medienbeauftragter eingestellt, der sämtliche Pressekonferenzen betreut, Medienanfragen bearbeitet und Interviewtermine - egal ob am Spieltag oder außerhalb - koordiniert. Andererseits ist festzustellen, dass bei offiziellen Presseterminen oftmals kaum Interesse seitens einzelner Redakteure der lokalen Presse zu erkennen ist.

"Aufstellungen bei Spielen und Angaben zu Verletzungen"
Es besteht ligenweit Einigkeit darüber, Verletzungen von Spielern nicht genau zu definieren und zu kommunizieren. Dies gilt einzig und allein dem Schutz der Spieler und deren Gesundheit. Kaderaufstellungen werden sowohl aus taktischen Gründen als auch zur Erhaltung der nötigen Flexibilität nicht vorab bekanntgegeben. Dies sollte eigentlich jeder, der etwas Ahnung von Eishockey hat, wissen.

 

Von unserer Seite ist der Wille zur Zusammenarbeit und Kommunikation eindeutig vorhanden, wir erwarten aber auch Fairness und Objektivität.