Von wegen "staade Zeit"

Freitag, 25. Dezember 2015

Die besinnlichen Tage sind für die Straubing Tigers nur von kurzer Dauer. Am zweiten Weihnachtsfeiertag beginnt für die Mannschaft ein der alljährliche "Marathon" zum Jahreswechsel. Innerhalb von zwei Wochen stehen für die Jungs von Trainer Larry Mitchell sechs Partien auf dem Programm. Davon vier am heimischen Pulverturm (26. und 28. Dezember sowie 05. und 10. Januar). 

 

Der Spielplan sieht als Erstes das Heimduell am 26.12. gegen die Hamburg Freezers für die Tigers vor. "Spiele am zweiten Weihnachtsfeiertag sind immer etwas ganz besonderes", frohlockt Jason Dunham bereits im Vorfeld. "Für solche Tage übt man den Beruf eigentlich aus", so der sportliche Leiter weiter. "Leider sind die Wetterverhältnisse aktuell alles andere als winterlich. Aber wie wir unsere Fans kennen, macht ihnen das gar nichts aus. Wir zählen auf ihre gewohnte Unterstützung und wollen gemeinsam so viele Punkte wie nur möglich holen", gibt sich der 45-Jährige gewohnt kämpferisch. 

 

Ob der verletzte Verteidiger Austin Madaisky gegen die Hansestädter mitwirken kann, steht weiterhin in den Sternen. "Bei ihm entscheiden wir von Tag zu Tag", gibt Jason Dunham Aufschluss über den Status des Offensivverteidigers. Straubing konnte zwei der letzten drei Heimspiele siegreich gestalten. Dies stimmt für die anstehenden Partien vor heimischer Kulisse durchaus positiv. Tickets sind an den bekannten Vorverkaufsstellen sowie online unter http://www.straubing-tigers.de/ticketsstadion/online-ticketing.html erhältlich. 

 

Der Gegner im Fokus: 

Die Hamburg Freezers konnten in den letzten drei Spielzeiten die Vorrunde jeweils mit einer beachtlichen Platzierung abschließen. Man zog als Fünfter (2013), Erster (2014) und Vierter (2015) mit nicht unbegründeten Titelhoffnungen in die Endrunde ein. Doch nur 2014 konnte man sich im Viertelfinale durchsetzen und das Halbfinale erreichen. Dort war gegen den späteren Titelträger Ingolstadt Endstation. 

 

Zur neuen Saison wurde der ohnehin qualitativ hochwertig besetzte Kader nur geringfügig verändert. Die Abgänge der beiden Schlüsselspieler Matt Pettinger und Kevin Clark wurden mit David Wolf (Calgary, NHL), Michael Davies (DEG) und Marcel Müller (Krefeld) adäquat kompensiert. Auch die Abwehr wurde mit Sean Sullivan und Jonas Liwing verstärkt. Die beiden wurden von den Iserlohn Roosters "losgeeist" und zählten in der vergangenen Saison mit 35 beziehungsweise 29 Scorerpunkten zu den offensiv stärksten Vertretern ihrer Zunft. Das Team wurde zudem mit hoffnungsvollen deutschen Talenten wie Dominik Tiffels (Heilbronn) sowie Benjamin Zientek (Rosenheim) sinnvoll ergänzt. 

 

Bei Redaktionsschluss belegten die Hansestädter Rang neun. Dies hängt unter anderem auch mit dem enormen Verletzungspech der Freezers zusammen. Die wohl größte Hiobsbotschaft ereilte Chefanweiser Serge Aubin Mitte Oktober. Die medizinische Abteilung der "Kühlschränke" diagnostizierte bei Torhüter Sébastien Caron einen Bandscheibenvorfall. Die geschätzte Ausfalldauer betrug seinerzeit ca. vier Monate. Sportdirektor Stéphane Richer reagierte prompt auf dem Transfermarkt und lotste mit Cal Heeter einen NHL-erfahrenen Schlussmann an die Alster. Dieser teilt sich die Einsätze, wie auch "Vorgänger" Caron mit Dimitrij Kotschnew. Heeter stand bereits 15 Mal im Kasten (Fangquote 90 Prozent), sein Kollege Kotschnew hat in 11 Partien 92,2 Prozent der Schüsse auf seinen Kasten entschärfen können. Am Dienstag war Caron bei der 3:5-Heimniederlage gegen die Eisbären Berlin bereits wieder im Einsatz, konnte jedoch die Niederlage gegen den Tabellenführer nicht verhindern. 

 

Die Scorerliste der Hanseaten wird von Jerome Flaake (22 Zähler), Thomas Oppenheimer (21) und Philippe Dupuis (18) angeführt. 14/15 behielt die Mannschaft von Trainer Aubin gegen Straubing zweimal die Oberhand (5:2, 3:2). Ebenfalls zweimal musste man sich den Gäubodenstädtern geschlagen geben (4:5, 3:6). In bisher zwei Aufeinandertreffen 15/16 gingen die Freezers jeweils als Sieger vom Eis (3:1 und 7:4). 

 

Freezers-Coach Serge Aubin im Vorfeld der Partie: „In Straubing ist es immer sehr schwer zu spielen. Vor ihren eigenen Fans sind sie ein unangenehmer Gegner. Sie haben zu Hause Mannheim geschlagen und kürzlich in Köln gewonnen. Trotzdem wollen wir unbedingt punkten. Wir brauchen die Zähler.“