Verlängerungs-Krimi

Samstag, 04. März 2017

Vor einer tollen Kulisse von knapp 5.700 Zuschauern haben die Straubing Tigers ihr längstes Spiel seit der DEL-Zugehörigkeit durch ein Overtime-Gegentor in der 104. Minute verloren. Damit geht auch die Serie mit 2:0 an die Eisbären Berlin, diese ziehen in das Playoff-Viertelfinale ein und für die Gäubodenstädter ist damit die Spielzeit leider beendet.

Personelles:

Austin Madaisky und Jeremy Williams fehlten weiterhin verletzungsbedingt, Scott Timmins kam heute zu seinem ersten Playoff-Einsatz für die Gäubodenstädter, dafür musste Josh Nicholls weichen.


Spielverlauf:

Straubing erwischte einen guten Start und konnte nach fünf Minuten in Überzahl die Führung vorlegen: Erneut war es Sean Sullivan, der sich in die Torschützenliste eintragen konnte. Der Tigers-Anhang hatte noch gar nicht richtig aus gejubelt, da folgte die kalte Dusche, denn Alex Roach erzielte den Ausgleich der Hauptstädter. In der Folge wurde die Partie intensiver, d. h. beide Teams konnten Chancen verzeichnen. Eisbären-Dauerbrenner Florian Busch machte in dieser Phase auf sich Aufmerksam, da er das Tor von Matt Climie mit einem bedachten Schlenzer nur knapp verfehlte. Dann nahmen die Gäubodenstädter das Heft wieder in die Hand und erhöhten durch Scott Timmins auf 2:1 (12. Min.). Larry Mitchell hatte mit der Entscheidung pro Timmins einen guten Riecher bewiesen, weil dieser das in ihn gesetzte Vertrauen sogleich mit einem Powerplaytreffer zurückzahlte.

Abschnitt zwei gehörte, auch wenn Straubing zu vereinzelten Tormöglichkeiten kam, über weite Strecken den Gästen. Logische Konsequenz war der Berliner-Ausgleich durch Spencer Machacek. Das 2:2 war zugleich Überzahltor Nummer drei an diesem Abend und in der Summe spiegelte dieser den Spielverlauf des zweiten Drittels wider. Die Tigers durften sich während der zweiten 20 Minuten mehrfach in Überzahl versuchen, konnten hier aber keine entscheidenden Akzente setzen.

Im letzten Drittel erlebten die Zuschauer zunächst ein schnelles Spiel, ohne Großchancen auf beiden Seiten. Dann übernahm Straubing das Kommando und schnürte Berlin minutenlang in der eigenen Zone ein. Petri Vehanen war hier stets der Turm in der Schlacht und musste reihenweise parieren. Mike Connolly, Sean Sullivan, James Bettauer und Mike Hedden machten es ihm dabei nicht grade leicht, doch der routinierte Finne im Eisbären-Gehäuse ließ im dritten Drittel kein Gegentor zu.


Da nach der regulären Spielzeit ein Remis stand, musste die Overtime die Entscheidung bringen. Hier spannten die beiden Mannschaften die Besucher auf die sprichwörtliche Folter, denn es dauerte bis zur 104. Minute ehe die Hauptstädter in Person von Jamie MacQueen den Sack zu machen konnten. Dass beide Clubs Zusatzschichten schieben mussten, lag auch an den starken Leistungen der Schlussmänner Petri Vehanen und Matt Climie. Beide präsentierten sich am heutigen Abend als Meister ihres Fachs.

Fazit: 
Ein hochspannendes Duell wurde am Ende zur Lotterie mit dem besseren Ausgang für die Jungs von Uwe Krupp. Die Tigers haben alles gegeben und sich nichts vorzuwerfen.

Die Straubing Tigers bedanken sich bei den Fans, Partnern & Sponsoren, allen Helfern usw. für die Unterstützung während der Saison. Der Termin der Abschlussfeier wird demnächst bekannt gegeben.

Straubing Tigers  2:3 n.V.  Eisbären Berlin  (2:1,0:1,0:0,0:0,0:0,0:1)

Tore:
- 1:0 (04:43) Sullivan (Bettauer, Timmins, PP1)
- 1:1 (05:14) Roach
- 2:1 (12:00) Timmins (Connolly, Bettauer, PP1)
- 2:2 (30:22) Machacek (Gervais, PP1)
- 2:3 (103:17) MacQueen (Braun C.)

Eisbären Berlin: Vehanen (Cüpper) - Gervais, Müller; DuPont, Hördler; Roach, Baxmann; Braun C. - Aubry, Busch, Fischbuch; Petersen, Olver, Rankel; Machacek, Talbot, Noebels, MacQueen, Wilson und Braun L.

Straubing Tigers: Climie (Pätzold) – Sullivan, Bettauer; Edwards, Yeo; Cornell, Renner; Jobke – Whitmore, Nicholls, Connolly; Brandl, Mitchell, Hedden; Zalewski, Röthke, Schönberger; Loibl, Oblinger und Miller.

Torschüsse:
Berlin: 70
Straubing: 59 

Strafen:
Berlin: 26 (13 x 2 Minuten)
Straubing: 14 (7 x 2 Minuten)

Schiedsrichter: Daniel Piechaczek & Marian Rohatsch

Linienschiedsrichter: Lukas Kohlmüller & Pascal Kretschmer

Zuschauer: 5.614