Tim Brunnhuber – als frischgebackener Zweitligameister nach Straubing

Dienstag, 30. April 2019

Foto: Enderle / Ravensburg.

Der 20-Jährige Niederbayer Tim Brunnhuber darf sich seit kurzem Zweitligameister 2019 nennen. Mit den Ravensburg Towerstars konnte sich der Linksschütze im Finale gegen die Löwen Frankfurt mit vier zu zwei Siegen durchsetzen und damit den Fans der Oberschwaben die Meisterschaft bescheren.

Im Interview beschreibt der Stürmer seine derzeitige Gefühlslage und blickt natürlich auch auf sein Engagement bei den Gäubodenstädtern voraus.

Hallo Tim, herzlichen Glückwunsch zum DEL2-Titelgewinn mit den Ravensburg Towerstars. Sind die Feierlichkeiten bereits abgeebbt oder geht es unvermindert weiter?
„Heute Nachmittag geht es mit dem Bus in die Stadt, von dort starten wir einen Autokorso und fahren in die Eishalle zurück. Dort wird mit unseren Fans noch einmal kräftig die Meisterschaft gefeiert. Mit der Mannschaft werden wir ebenfalls einen kleinen Ausflug machen, aber das Ziel steht noch nicht fest.“

Hast du schon realisiert, was Euch gelungen ist?
„Es wird uns langsam bewusst. Am Sonntag konnte ich es noch gar nicht fassen, aber je mehr man darüber spricht und je mehr Zeit vergeht, desto klarer wird es einem.“

Für dich war es der erste große Titel auf Clubebene. Macht diese Tatsache die Meisterschaft zu etwas ganz besonderem für dich?
„Ja, natürlich. Viele Sportler erzählen immer wieder, dass die erste Meisterschaft etwas ganz spezielles ist. Das kann ich nur bestätigen.“

Ihr habt Euch als Tabellendritter mit einem 4:0- und 4:1-Seriensieg souverän ins Finale vorgekämpft und auch dort mit 4:2 die Oberhand behalten. Was hat die Towerstars in den Playoffs so stark gemacht?
„Wir waren durch unseren Trainer Rich Chernomaz immer ideal auf den Gegner eingestellt. Durch die Videoanalysen wussten wir in jeder Runde, was auf uns zukommt. Für die gegnerischen Teams waren wir stets schwer auszurechnen, was auch auf die jeweilige Taktik der Towerstars zurückzuführen ist. Die Special-Teams haben ebenfalls – vor allem im Viertel- und Halbfinale – sehr gut funktioniert und häufig den Unterschied gemacht. Im Finale gegen Frankfurt war es einfach der pure Wille.“

Was war dein persönliches Saisonhighlight 2018/19?
„Das letzte Finalspiel gegen Frankfurt und der dazugehörige Titelgewinn sowie der Aufstieg mit der U20-Nationalmannschaft in die A-Gruppe.

Wie hältst du dich während deines Sommers fit?
„In Kürze fliege ich mit meinen beiden besten Freunden für eine Woche nach Barcelona in den Urlaub. Im Anschluss werde ich nach Straubing umziehen und dort mit der Trainingsgruppe von Fitnesstrainer Giovanni Willudda arbeiten.“

Hat Coach Tom Pokel bereits mit dir gesprochen?
„Bisher hat sich der Sportliche Leiter Jason Dunham regelmäßig mit mir ausgetauscht, aber wir haben vereinbart, dass ich nach den Meisterfeierlichkeiten Tom Pokel kennenlernen werde.“

Hattest du schon Kontakt mit zukünftigen Teamkollegen und falls ja, mit welchen?
„Marco Baßler kenne ich von sämtlichen DEB-Maßnahmen und auch mit Stefan Loibl habe ich schon gemeinsam für das Top Team Peking gespielt. Ich weiß nicht, ob sich Benedikt Schopper noch an mich erinnern kann, aber wir sind uns beim Inlinehockey bei Pleystein Piranhas schon mal begegnet.“

Was hast du dir für deine erste DEL-Saison vorgenommen?
„Mich im Kader festzubeißen und so viel möglich zu spielen.“

Steckbrief:

Geburtsdatum: 19.01.1999

Größe: 1,82 Meter

Gewicht: 95 Kilogramm

Familienstand: ledig.

Bisherige Clubs: 1. EV Weiden, EV Regensburg, EV Lindau und Ravensburg Towerstars.