Pinguine am Pulverturm zu Gast

Sonntag, 25. Oktober 2015

Nach dem unglücklichen Ausscheiden aus den Pre-Playoffs im Frühjahr 2015 (Niederlage gegen den späteren Halbfinalisten Wolfsburg) verlief auch der Sommer alles andere als ruhig für die Seidenstädter: Nur durch eine sechsstellige (!!!) Finanzspritze seitens der Gesellschafter konnte der "Patient" Krefeld Pinguine am Leben gehalten werden. In Folge dieser "Reanimierungsmaßnahme" konnte man sich an die sportliche Planung für die neue Saison machen.

 

Es galt folgende Abgänge zu kompensieren bzw. adäquat zu ersetzen: Joshua Meyers (Stavanger/Norwegen), Kevin Orendorz (Bremerhaven/DEL2), Colin Long (Asplöven/Schweden), Joel Perrault (Ziel unbekannt), Tyler Beechey (ebenfalls Ziel unbekannt) und Marcel Müller (Hamburg/DEL). Mit der Ausnahme von Marcel Müller, dieser konnte aus finanziellen Gründen nicht gehalten werden, weinte man keinem der Abgänge auch nur eine Träne nach. Neu im Team von Chefanweiser Rick Adduono durfte man folgende Akteure begrüßen: Lucas Di Berado (eigener Nachwuchs), Tom Schmitz (ebenfalls KEV-Nachwuchs), Mike Schmitz (Füchse Duisburg/Oberliga), Scott Valentine (Idaho/ECHL), Hunter Bishop (Ljubljana/EBEL) Mike Collins (Kassel Huskies/DEL2), Henrik Eriksson (Herning Blue Fox/Dänemark), Jeff Szwez (ERC Ingolstadt/DEL) und Lukas Koziol (Eisbären Juniors/DNL).

 

Nach dem Umbruch bzw. der Verjüngungskur kann man mit dem bisherigen Saisonverlauf alles andere als zufrieden sein. Die Mannschaft um Tausendsassa Daniel Pietta rangiert derzeit nur auf dem vorletzten Platz. Lediglich 13 Punkte stehen nach 12 Partien auf der Habenseite. Auch was die Special-Teams betrifft konnten die Pinguine bisher nicht überzeugen. In der Überzahlstatistik bedeutet eine Quote von nur 15,0 Prozent ebenfalls den vorletzten Tabellenplatz, im Penalty-Killing nimmt man mit 77,8 Prozent Platz elf ein.

Insbesondere die Schwäche im Powerplay wurde zuletzt als großes Handicap ausgemacht: "Der Abschluss stimmt nicht. Da gibt es nichts ran rumzudeuteln", so der sportliche Leiter der Rheinländer Rüdiger Noack. In den ersten drei Saisonspielen markierte der KEV fünf Treffer im Powerplay bei 16 Möglichkeiten. In den vergangenen neun Spielen waren es hingegen magere vier Überzahltreffer – in immerhin 45 Situationen. Das ergibt eine Effizienzquote von 8,89 Prozent. Das ist katastrophal und das hat auch Noack registriert: „Wir machen den Fehler aus einer guten Situation für uns eine sehr gute machen zu wollen. Und dann ist sie plötzlich weg. Wir müssen einfach mehr schießen.“

 

In der abgelaufenen Saison waren die Duelle Krefeld vs. Straubing immer "eine Runde Sache" für den KEV. Man konnte in vier Aufeinandertreffen stets nach regulärer Spielzeit die Oberhand behalten (2:0, 7:3, und zweimal 3:1) und hätte sicher nichts dagegen, wenn sich diese Serie 2015/2016 nahtlos fortsetzen ließe.
 
Spielbeginn ist am Sonntag bereits um 14.30 Uhr. Tickets sind an den bekannten Vorverkaufsstellen und natürlich unter http://www.straubing-tigers.de/ticketsstadion/online-ticketing.html erhältlich. Ein zusätzliches Highlight ist an diesem Spieltag der KIDS ON ICE DAY des EHC Straubing. Infos dazu unter http://www.straubing-tigers.de/single/article/kids-on-ice-day-am-25102015-ab-1430-uhr.html