Niederlage in Berlin

Mittwoch, 01. März 2017

Die Straubing Tigers unterliegen trotz einer bärenstarken Leistung zum Playoff-Auftakt mit 1:3 in der Hauptstadt. Mann des Abends war auf Seiten der Gastgeber Jamie MacQueen mit einem Doppelpack. 

Personelles:
Larry Mitchell schickte die identische Formation wie am Sonntag in Mannheim auf das Eis, d. h. ohne Austin Madaisky und Jeremy Williams (verletzt) sowie Scott Timmins (überzählig). Im Tor vertraute er erneut auf Matt Climie.

Spielverlauf:
Zu Beginn war die Partie zumeist ausgeglichen, keine der beiden Mannschaften wollte zu viel riskieren. Als dann die Eisbären in Überzahl agieren durften, Dylan Yeo musste für zwei Minuten auf das Sünderbänklein, bekamen die knapp 10.000 Zuschauer in der Mercedes-Benz Arena den ersten Treffer zu sehen: Jamie MacQueen vollstreckte zum 1:0 und Matt Climie musste leider das erste Mal an diesem Abend hinter sich greifen. Es dauerte ein wenig, bis sich die Mitchell-Truppe wieder sortiert hatte, spielte dann aber gefällig nach vorne. Die große Möglichkeit zum Ausgleich bot sich schließlich bei einer fünf gegen drei Überzahl-Situation. Hier wollte das erste Tigers-Tor, aufgrund von überragenden Reaktionen von Eisbären Torhüter Petri Vehanen sowie Pech im Abschluss, nicht fallen. 

Im zweiten Drittel diktierten zunächst die Jungs von Chef-Anweiser Uwe Krupp das Geschehen und sorgten mit einem "Eisen-Treffer" von Daniel Fischbuch (27. Min.) für Aufsehen. Die Tigers "schüttelten" sich kurz und erzielten nur vier Minuten später den Ausgleich durch Sean Sullivan. Thomas Brandl und Adam Mitchell hatten sehenswert vorbereitet. In der verbleibenden Spielzeit von Abschnitt zwei agierten die Gäubodenstädter und den Eisbären blieb häufig nur die Rolle des Zuschauers. Leider traf Steven Zalewski mit einem Schlenzer nur den Pfosten und Derek Whitmore versagten allein vor Petri Vehanen die Nerven. Damit blieb es, bei einem zu diesem Zeitpunkt schmeichelhaften 1:1 aus Sicht der Gastgeber. 

Auch im letzten Durchgang waren Sandro Schönberger und Co. lange Zeit tonangebend, vermochten dabei aber nicht die Scheibe im Tor von Petri Vehanen unterzubringen. Es kam wie es kommen musste, der Eishockeygott bestrafte die bravourös und diszipliniert auftretenden Tigers bitterböse. Jamie MacQueen blieb einen Moment unbehelligt und nutzte diese plötzliche Freiheit zum 2:1 (51. Min.). Trotz aller Straubinger-Bemühungen, u. a. Matt Climie zugunsten eines sechsten Feldspielers vom Eis, wollte der Ausgleich nicht mehr gelingen. Berlin konnte sogar noch ein "Empty-Net-Goal" durch Marcel Noebels verbuchen und damit auf 3:1 erhöhen. Dies war zugleich der Endstand in einer ansehnlichen Playoff-Partie. Diese machte, allerdings dann mit einem positiven Ausgang für die Gäubodenstädter, Lust auf mehr!

Fazit: 
Leider versäumten es die Tigers in den entscheidenden Situationen weitere Tore zu erzielen. Dabei sei aber auch angemerkt, dass man mit Schüssen an das Gestänge viel Pech hatte und mit etwas mehr Abschlussglück als Sieger vom Eis hätte gehen können. Noch ist aber längst nicht aller Tage Abend, denn am Freitag werden die Karten völlig neu gemischt.

Ausblick: 
Am Freitag findet Spiel zwei der Serie in Straubing statt. Angespielt wird um 19.30 Uhr - Tickets sind an den bekannten Vorverkaufsstellen sowie online unter www.straubing-tigers.de erhältlich.

Eisbären Berlin  3:1  Straubing Tigers  (1:0,0:1,2:0)

Tore:
- 1:0 (11:43) Jamie MacQueen (Assist: Spencer Machacek & Florian Busch) Powerplaytor
- 1:1 (31:24) Sean Sullivan (Assist: Adam Mitchell & Thomas Brandl)
- 2:1 (50:37) Jamie MacQueen (Assist: Laurin Braun & Frank Hördler)
- 3:1 (59:58) Marcel Noebels (Assist: Louis-Marc Aubry) , Empty-Net-Goal) 

Eisbären Berlin: 
Vehanen - Gervais, Müller; Braun C., Wissmann; Hördler, Baxmann; Roach - Aubry, Busch, Fischbuch; Talbot, Noebels, Machacek; Olver, Linglet, Petersen; Wilson, MacQueen und Braun L.

Straubing Tigers: 
Climie – Sullivan, Bettauer; Edwards, Yeo; Cornell, Renner; Jobke – Zalewski, Röthke, Schönberger; Brandl, Mitchell, Hedden; Whitmore, Nicholls, Connolly; Loibl, Oblinger und Miller.

Torschüsse:
Berlin: 35
Straubing: 34 

Strafen:
Berlin: 6 (3 x 2 Minuten)
Straubing: 6 (3 x 2 Minuten)

Schiedsrichter: Daniel Piechaczek & Marian Rohatsch

Linienschiedsrichter: Thomas Gemeinhardt & Jonas Merten

Zuschauer: 9.617

Foto: City-Press