Mitchell Heard: „Ich wurde in Straubing sehr gut behandelt – auch deshalb komme ich wieder“

Dienstag, 16. April 2019

Foto: City-Press GmbH.

Der kanadische Stürmer Mitchell Heard hat die Fans der Straubing Tigers, bis ihn eine Schulterverletzung im Dezember 2018 außer Gefecht setzte, mit seinem Einsatz sowie seinen offensiven Qualitäten begeistern können.

Leider bedeutete die Verletzung das Saisonaus für Mitchell Heard und der Linksschütze kehrte in der Folge, nachdem er in Straubing operiert wurde, zurück ins seine kanadische Heimat Toronto. Dort schuftet „Mitch“ seitdem für sein Comeback, das er im Spätsommer in Straubing geben will.

Im Interview blickt der 27-Jährige auf die vergangene Spielzeit zurück, erzählt, woran er derzeit arbeitet, und erklärt auch, warum Straubing der richtige Standort für ihn ist.

Was hat dich dazu bewogen, im Sommer nach Straubing zurückzukehren zu wollen?
„Ich glaube an das Team, die Coaches, das Management und natürlich auch an die Fans. Man hat letzte Saison gemerkt, dass der Club weiterhin Erfolg haben kann und dazu will ich meinen Beitrag leisten. Dass ich von allen sehr gut behandelt wurde, hat bei der Entscheidungsfindung ebenfalls eine Rolle gespielt.“

Wie geht es der verletzten Schulter? Wie kommst du in der Reha voran?
„Ich komme sehr gut voran. Vier bis fünfmal pro Woche schufte ich derzeit in der Reha. Dort arbeiten wir mit Akupunktur und manueller Therapie. Parallel dazu absolviere ich spezifische Übungen im Kraftraum. Falls es mein Zustand zulässt, will ich demnächst mit Skating-Training auf dem Eis beginnen. Ich will alle Möglichkeiten ausschöpfen, um so schnell wie möglich wieder Eishockey spielen zu können.“

Hast du nach deiner Abreise die Spiele der Straubing Tigers und das Geschehen in der DEL weiter verfolgt?
„Ja, ich habe die App von MagentaSport auf meinem Smartphone und verfolge so viele Spiele wie möglich.“

In der DEL-Endrunde geht es nun in die finale Phase. Was denkst du, wer sich am Ende den Titel sichern kann?
„Die Adler Mannheim stehen bereits im Finale und warten auf ihren Gegner. Ich denke, dass sich heute Abend der EHC RedBull München gegen die Augsburger Panther durchsetzen wird. In der Endspielserie sehe ich die Adler Mannheim im Vorteil, auch weil sie ausgeruhter sein dürften.“

Was waren deine persönlichen Highlights im ersten DEL-Jahr?
„Gleich nach meiner Ankunft in Straubing natürlich das Volksfest – so etwas hatte ich vorher weder gesehen noch davon gehört (lacht). Dass ich nach einem Heimspiel gegen Nürnberg zum MVP des Spiels gewählt wurde, war ebenfalls ein Highlight für mich. Die Duelle gegen die Eisbären Berlin hatten es auch in sich (schmunzelt). Die Schulbesuche, die wir Spieler machen durften, waren ebenfalls sehr witzig. Anfangs konnte ich mir darunter kaum etwas vorstellen, aber nach dem ersten Schulbesuch wusste ich, worum es geht. Zeit, um Europa zu erkunden, ist mir nicht viel geblieben, aber einmal waren meine Freundin und ich in Berchtesgaden. Dort hat es uns sehr gut gefallen, denn die Landschaft ist einmalig.“

Stehst du in Kontakt mit deinen Teamkollegen? Falls ja, wie und mit wem?
„Selbstverständlich tauschen wir uns regelmäßig aus. Mit Sena Acolatse und Jeremy Williams beispielsweise stehe ich über Facetime und Snapchat in Verbindung. Es gibt immer etwas, worüber wir quatschen können (lacht).“

Was hast du dir für deine zweite Saison in Deutschland vorgenommen?
„Ich will mit der Mannschaft die Endrunde erreichen und Playoffs spielen. Aus persönlicher Sicht will ich kompletter werden und meinen offensiven Output verbessern. Meine Mitspieler will ich auch beschützen.“

Wie lauten deine Pläne für den Sommer?
“Nachdem die Saison für mich beendet war, haben meine Freundin und ich auf Jamaika Urlaub gemacht. Derzeit steht für mich die Reha im Vordergrund. Auch dafür richte ich in meiner Garage einen eigenen Fitnessraum ein.“