Derbyniederlage an der Donau

Dienstag, 22. Dezember 2015

Personelle Ausgangslage:
Bei den Gäubodenstädtern stand heute wieder Dustin Strahlmeier im Tor. Zudem fehlten Austin Madaisky und Stefan Loibl. 

 

Die Tigers erwischten den besseren Start in der ausverkauften Saturn Arena. Sandro Schönberger trat bereits nach einer Minute mit einem satten Schuss in Richtung Timo Pielmeier in Erscheinung. Das wuchtige Geschoss des Kapitäns strich knapp über die Torlatte. Auch in der Folge war Straubing durchweg in Puckbesitz und hatte mehr vom Spiel. Nach fünf Minuten durften sich die Gäubodenstäter erstmals in Überzahl versuchen. Hier tauchte Sean O`Connor allein vor Pielmeier auf. Der Panther-Goalie reagierte glänzend und verhinderte einen frühen Rückstand.  

 

Während der Drangphase der Tigers musste Dylan Yeo für zwei Minuten auf das Sünderbänklein. Dort angekommen, schlug er mit beiden Fäusten gegen die Plexiglasscheibe. Das Schiedsrichter-Quartett belohnte diese Einlage mit zwei zusätzlichen Strafminuten. Die Gastgeber straften die Tigers kurz darauf mit zwei Treffern in nummerischer Überlegenheit ab. Die Torschützen waren Buck (9. Min.) und Kubalik (10. Min.). Die Jungs von Larry Mitchell ließen die Köpfe aber keinesfalls hängen. Unmittelbar im Anschluss sicherte sich Steven Zalewski an der blauen Linie im gegnerischen Drittel energisch die Scheibe, vernaschte einen gegnerischen Verteidiger und tunnelte Pielmeier. 1:2 nach elf Minuten. Die Tigers investierten in der verbleibenden Spielzeit von Abschnitt eins mehr als die Panther. Der Lohn war das 2:2 durch Connor James (17. Min.). Bis zur Sirene lag sogar noch die Führung in der Luft. Doch Timo Pielmeier rettete seinen Farben das Remis in die Drittelpause. 

 

Zu Beginn von Abschnitt zwei dominierten weiterhin die Gäste. In der 22. Minute war Maury Edwards durch und bediente Steven Zalewski mustergültig. Bei dessen Schuss parierte Timo Pielmeier glänzend und verhinderte erneut den Rückstand. Drei Minuten später war Mike Connolly nach einem Stellungsfehler in der ERCI-Deckung durch. Erneute musste Pielmier sein ganzes Können aufbieten. Als sich schließlich die Panther auch anschickten mitzuspielen, sorgte Mike Hedden für ein zusätzliches "Power-Break". Er fuhr im eigenen Drittel einen ordentlichen Check gegen einen Schanzer. Dieser bekam dadurch eine Plexiglas-Dusche verpasst. Die Umrandung splitterte in tausend Teile und beide Teams durften, während die Eismeister die Scheibe ersetzten, für ein paar Minuten durchatmen. 

 

Nach der Zwangspause gingen die Gastgeber wie aus dem Nichts in Führung (26. Min). Daniel Irmen wurde von Brandon Buck und Benedikt Kohl geschickt in Szene gesetzt. Dieser ließ Strahlmeier im eins gegen eins keine Abwehrchance. In der Folge der war ERCI spielbestimmend. Logische Konsequenz war das 4:2 für die Gastgeber durch Brian Lebler. Im Anschluss beide Teams mit guten Einschussmöglichkeiten. Für die Panther McMillian und für Straubing Thomas Brandl. Die Schanzer erwiesen sich erneut kaltschnäuziger im Abschluss. Torjäger Brandon Buck erhöhte nach 37. Minuten auf 5:2. Ingolstadt drückte weiter. Eine Minute vor der Pause konnte Strahlmeier mit einer klasse Parade gegen Ross einen zusätzlichen Gegentreffer verhindern. 

 

Ingolstadt eröffnete Durchgang drei sehr schwungvoll. Nach 42 Minuten prüfte Thomas Greilinger Dustin Strahlmeier. Der Torhüter behielt in dieser Szene die Oberhand. Der ERCI war in der Folge weiter tonangebend, konnte daraus aber kein Kapital schlagen. Es dauerte bis zur 47. Minute, ehe die Tigers wieder eine Möglichkeit verzeichnen konnten. "Pille" Pielmeier war jedoch auf dem Posten und machte die Tür zu. Sieben Minuten vor dem Ende agierte Ingolstadt in doppelter Überzahl und übte dabei enormen Druck aus. In einer Szene kratzte Alexander Dotzler für den bereits geschlagenen Torhüter Strahlmeier die Scheibe von der Linie. Als Straubing wieder vollzählig war, machten die Gastgeber das halbe Dutzend voll. Nach schön vorgetragenem Angriff war der Torschütze Martin Davidek (56. Min.). Dieser Treffer bedeutete zugleich den Endstand. 

 

Fazit:

Das Ergebnis spiegelt den Verlauf nicht wider. Gemessen an den Spielanteilen geht der Ingolstädter Sieg zwar in Ordnung, fällt aber ein bis zwei Treffer zu hoch aus. Die Tigers ließen sich einmal mehr die Butter leichtfertig vom Brot nehmen und wurden somit für einen guten Auswärtsauftritt nicht belohnt. Die Mannschaft der Straubing Tigers bedankt sich bei den mitgereisten Fans! Das nächste Heimspiel findet am 26.12.15 gegen die Hamburg Freezers statt. Tickets sind an den bekannten Vorverkaufsstellen sowie online unter http://www.straubing-tigers.de/ticketsstadion/online-ticketing.html erhältlich. 

 

ERC Ingolstadt 6:2 Straubing Tigers

(2:2,3:0,1:0)

 

Tore:

- 1:0 (8:13) Buck (McNeil, Alexander Barta, PP1) 

- 2:0 (9:12) Kubalik (Laliberte, McNeil, PP1)

- 2:1 (10:12) Zalewski

- 2:2 (16:52) James (Höfflin, Down)

- 3:2 (25:13) Irmen (Buck, Kohl)

- 4:2 (31:38) Lebler (Kubalik, Friesen)

- 5:2 (36:08) Buck (Irmen, Laliberte)

- 6:2 (55:39) Davidek (Barta Björn, Friesen) 

 

Strafzeiten:

Ingolstadt 4 (2 x 2 Minuten)

Straubing 12 (6 x 2 Minuten) 

 

Torschüsse:

ERC Ingolstadt 38

Straubing Tigers 30 

 

Schiedsrichter: Sirko Hunnius und Willi Schimm 

 

Linienschiedsrichter: Lukas Kohlmüller und Pascal Kretschmer 

 

Zuschauer: 4.815 (ausverkauft) 

 

1. Star: Brandon Buck (ERC Ingolstadt)

2. Star: Daniel Irmen (ERC Ingolstadt)

3. Star: Thomas Kubalik (ERC Ingolstadt)

 

ERC Ingolstadt:

Pielmeier Timo (Eisenhut) - McNeil, Kronthaler, Schopper, Friesen, Salcido, Kohl - Lebler, Buck, Davidek, Laliberte, Irmen, Barta Björn, Greilinger, Ross, Pielmeier Thomas, Elsner, Kubalik, McMillan und Barta Alexander. 

 

Straubing Tigers:

Strahlmeier (Filimonow) - Yeo, Jobke, Osterloh, Ondruschka, Edwards, Dotzler, Urban - James, Brandl, Zalewski, Bayda, Connolly, Hinterstocker, Hedden, Schönberger, Höfflin, O`Connor, Down und Röthke.