17. April 2006 – als der sportliche Grundstein für den DEL-Aufstieg gelegt wurde

Mittwoch, 17. April 2019

Am 17. April 2006 – also exakt heute vor 13 Jahren – haben die Straubing Tigers Geschichte geschrieben, indem sich die Mannschaft um Josef Lehner und Co. in Bremerhaven den Zweitligatitel sichern konnte! Damit war die Basis für den späteren DEL-Aufstieg gelegt und die Club-Verantwortlichen realisierten während der Sommermonate, mit der entsprechenden Unterstützung des Umfelds, die Zugehörigkeit zur Beletage des deutschen Eishockeys!

Die Hauptrunde
Nachdem in den Vorjahren mit Platz drei und eins ansprechende Hauptrundenplatzierungen erreicht werden konnten, beendete die Mannschaft vom Pulverturm die Regular Season 2005/06 „nur“ auf dem fünften Platz. „Es war immer klar, dass wir Erfolg haben können, wenn alle Rädchen ineinander greifen“, erinnert sich Verteidiger Calvin Elfring zurück. „Der Trainerwechsel von Peter Draisaitl zu Olle Öst hat die nötige Lockerheit in die Kabine gebracht“, fügt der damalige Kapitän Josef „Sepp“ Lehner hinzu.

Die Playoffs
Im Viertelfinale wartete kein geringerer als die Eisbären Regensburg auf die Gäubodenstädter. Zu Beginn der „Best-of-Seven-Serie“ präsentierten sich die Schützlinge des schwedischen Chefanweisers Olle Öst als sehr bissig und führten zwischenzeitlich mit 3:0 nach Siegen. Die ersten beiden Matchbälle wurden zwar vergeben, aber in Spiel sechs wurde der Halbfinaleinzug unter Dach und Fach gebracht.

In den Semifinals – welche übrigens, wie auch das Finale, im Modus „Best-of-Five“ ausgetragen wurden – duellierten sich die Straubing Tigers mit den Schwenninger Wild Wings. Insbesondere im heimischen Rund fielen die Ergebnisse deutlich aus (7:0 und 6:2) und auch deshalb war der 3:1-Serienerfolg verdient.

Der Finalgegner war kein geringerer als der Tabellenerste Fischtown Pinguins Bremerhaven, die bis dahin lediglich ein Playoff-Spiel verloren hatten. Die Straubing Tigers legten – wie auch im Viertelfinale gegen Regensburg – vor und führten in der Serie mit 2:0. Der Meisterpokal war nur noch einen Sieg entfernt und damit lag das viel zitierte Momentum deutlich auf Seiten der Gäubodenstädter. „Fischtown“ wollte sich allerdings noch nicht geschlagen geben, gewann die Duelle drei und vier und belohnte sich dadurch mit einem Entscheidungsspiel in eigener Halle. Dieses fand bekanntlich am 17. April 2006 im alten „Schmuckkästen“ der Seestädter statt…

Die Straubing Tigers mussten in Durchgang eins zwar den 0:1-Rückstand (Torschütze Radek Krestan, 14. Min.) hinnehmen, doch Josef Lehner egalisierte diesen noch vor der ersten Drittelpause mit einem Treffer in Überzahl (19.). Als Dallas Fallscheer bei Hälfte der Partie (29.) die Führung markierte, kannte die Anspannung beim mitgereisten Anhang sowie den daheimgebliebenen Eishockeyfans keine Grenzen. Bis endgültig gejubelt werden konnte, war allerdings noch die ein oder andere Glanzparade von Torhüter Mike Bales nötig, aber in der Summe brachten die Straubing Tigers den Erfolg mit Glück und Geschick über die Zeit…

Die „Folgen“
Nun war der Ausnahmezustand in der Gäubodenstadt perfekt und die Fans warteten sehnsüchtig auf ihre Helden im Eisstadion am Pulverturm. Als diese endlich eintrafen wurde tagelang gefeiert und der Meistertitel in allen Zügen ausgekostet.

Heute blickt man am Kinseherberg mit Stolz auf 13 Jahre Deutsche Eishockey Liga zurück und arbeitet an allen Fronten mit viel Akribie an der Fortsetzung dieser niederbayerischen Erfolgsgeschichte!