EHC Straubing - Trotz U16 Meister, kein Aufstieg in die Schülerbundesliga

Montag, 24. April 2017

Der EHC Straubing blickt auf eine mehr als nur gute Saison zurück. So gelang es, dem Stammverein der Straubing Tigers, den bereits positiven Verlauf der in der Saison 2015/16 in der Saison 2016/17 beizubehalten. Dies sportlich wie auch finanziell gesehen. So war der EHC Straubing der einzige Eishockeyverein Bayerns, der  alle Nachwuchsmannschaften von der U12, der U14, U16 und U19 erfolgreich durch die Vorrunde bekam, das diese an den Meisterrunden der Bayernliga teilnahmen. Und auch dies sehr erfolgreich. So belegte die U12 sowie die U19 den 6. Platz in Bayern, die U14 den 3. Platz und die U16 konnte sich sogar den 1. Platz sichern und wurde somit Bayerischer Meister der Bayernliga, der höchsten bayerischen Liga. 

„Bereits im Sommertraining sahen wir das Potential und den Willen unserer Mannschaften. So haben wir uns letztendlich  im November, kurz vor Ende der Vorrunde entschieden, die Teams der U16 und U19 für die höchste deutsche Liga,  die Schülerbundesliga (U16) und die zweithöchste Liga für die Altersklasse U19 in Deutschland die DNL2 zu  bewerben.“, so Manfred Lermer, der sportliche Vorstand und Leiter des EHC Straubing. Dieser fuhr weiter fort, „Leider gab es für die Saison 2017/18 keine Möglichkeit des sportlichen Aufstieges in die DEB-Ebene, denn diesen hätten wir durch den Bayerischen Meistertitel, zumindest für die Schülerbundesliga ja geschafft. Es gab nur die Möglichkeit der schriftlichen Bewerbung, die leider von Seiten des DEB abgelehnt wurde.“  Hannes Süß, Vorsitzender des EHC fügte hinzu, „Das letztendliche Ergebnis des Deutschen Eishockeybundes wurde mir am vergangenen Mittwochnachmittag in einem Telefonat mit Herrn Schaidnagel, dem Bundestrainer für Wissenschaft und Ausbildung, mitgeteilt.“

Auf die Frage warum die Entscheidung des DEB so gefallen ist, antwortete Süß: „ Durch die geplanten und notwendigen  Umstrukturierungen des gesamten Ligaaufbaus, der ab der Saison 2018/19 stattfindet.  Die Anzahl der bisherigen  Teams der Schülerbundesliga und der DNL2 sowie DNL wird dann drastisch gekürzt. D. h. viele Standorte die derzeit ein Teil der Liga sind, werden wieder in die Ligen des Landesverbandes zurückfallen. So möchte man jetzt keinen neuen Aufsteiger haben, der nach der kommenden Saison eventuell wieder zurückfällt, da die Schülerbundesliga um ein Drittel der Mannschaften reduziert werden soll. Diese Entscheidung ist für uns zwar schmerzlich, aber auch nachvollziehbar. So ist das Niveau der Schülerbundesliga durch die Aufnahme von mittlerweile 33 Mannschaften stark verwässert. Es ist richtig, hier den Rotstift anzusetzen und nur die Mannschaften spielen zu lassen, welche auch das entsprechende Topniveau haben. Wenn wir den Sport in seiner Qualität weiterbringen wollen, ist dieser Schritt notwendig und wird auch vom EHC Straubing so unterstützt. “

„Zudem werden die Einfrierungen der Altersklassen ab 2018/19 stattfinden.“, ergänzt Lermer. „So bleiben die Jugendlichen ein Jahr länger in den Nachwuchsligen und haben somit mehr Zeit für Ihre Eishockeyausbildung . Man kann dies fast mit der jetzigen Schulreform vergleichen – vom G8 zurück zum G9 – oder auch mit der Reform des Nachwuchsfußballs nach der WM 2002. Und man weiß ja welche Erfolge die Fußballer seitdem feierten.“

Stellt man den Verantwortlichen die Zukunftsfrage erhält man folgende Antwort: „ Die Saison 2017/18 steht für unsere U16  unter dem Motto Titelverteidigung. Straubing ist ein Ausbildungsverein im Nachwuchsbereich, dies war, ist und wird auch unsere strategische Ausrichtung bleiben. Zudem haben wir durch das Bestehen einer eigenen Seniorenmannschaft die Möglichkeit, unseren Nachwuchsspielern die Perspektive zu geben Ihren Sport auch im Seniorenbereich weiter auszuüben, wenn ein Sprung in den Profibereich nicht möglich war.  

Das wir seit Jahren erfolgreiche Nachwuchsförderung machen, sieht man daran, das unsere Spieler immer wieder von anderen Klubs abgeworben werden, um am Spielbetrieb in den höchsten Ligen teilzunehmen.  Wir sind auf das bisherige Erreichte sehr Stolz. Ebenfalls sind wir auch sehr Stolz darauf, dass in unserem Mannschaften der überwiegend größte Teil auch aus unserer Region bzw. der Stadt und dem Landkreis kommt. Dies bedeutet für uns auch eine nachhaltige Jugendarbeit. Wohl wissentlich, dass es auch benachbarte Vereine gibt, welche weniger Augenmerk auf die jüngste Jahrgänge legen und den Fokus nur auf die prestigeträchtigen Ligen haben. Unser Credo ist, dass wir viele Kinder und Jugendliche zum Sport bringen wollen und aus denen jugendliche Sportler machen wollen, welche ein Teil der schnellsten Mannschaftssportsart der Welt werden wollen.“